Abseits der Spitzenteams aus Freudenburg und Wasserliesch erhebt sich im Trierer Westen eine neue Fußballmacht: der TuS Euren. Sieben Siege verbuchte die Mannschaft von Chris Jahn in den vergangenen Wochen und ist damit die formstärkste Mannschaft der Liga. Bis zum Winter warten mit Krettnach, Ayl und Konz II nun Teams aus dem Abstiegskampf. Wächst die Serie bis zur Pause also noch auf zehn Siege an?

SV Krettnach – TuS Euren
Der TuS Euren ist mit sieben Siegen in Folge die aktuell formstärkste Mannschaft der Liga. In den nächsten Wochen bis zur Winterpause warten mit Krettnach, Ayl und Konz Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Einfacher wird es dadurch aber nicht. Gegner Krettnach bewies am vergangenen Spieltag erneut Nervenstärke und siegte gegen Ayl. Ein Mutmacher im Abstiegskampf, der von den Erinnerungen an das Hinspiel getrübt werden könnte. Damals wurde man von den Eurenern in der ersten Hälfte überrannt. Im Rückspiel bekommt die Mannschaft von Fabian Schmidt nun die Chance, es besser zu machen: „Wir konnten die letzten zwei Saisons nicht gegen Euren gewinnen. Sie sind klarer Favorit, aber wir wollen unsere Heimstärke ausspielen.“ Eurens Coach Chris Jahn will sich vorerst keine Punktverluste mehr leisten: „Krettnach braucht jeden Punkt und wir müssen weiter Gas geben. Wir wollen alle noch möglichen Punkte vor der Winterpause holen.“
Niedermennig, Fr., 16.11., 19.30h

SG Waldweiler – SV Konz II
Mit dem 6:1-Sieg gegen die SG Aach glückte der Konzer Reserve ein Befreiungsschlag. Zumindest mental, denn in der Tabelle steht man mit acht Punkten immer noch auf einem direkten Abstiegsplatz. Dennoch gibt es neue Hoffnung, da die rettenden Plätze wieder in Schlagdistanz rückten. Der nächste Schritt zum Klassenerhalt ist laut Trainer Oliver Henrichs aber ein großer: „Es wird wohl eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen als diese Woche. Wir werden versuchen, zu punkten und mit der richtigen Einstellung ein paar Bonuspunkte in Waldweiler zu holen.“ Michael Kasel, Manderns Abteilungsleiter Fußball, peilt allerdings die volle Punktzahl an: „Das Ergebnis von Konz war sicherlich überraschend, aber wir wollen auch ergebnismäßig am Sonntag wieder zurück in die Erfolgsspur.“
Waldweiler, Sa., 17.11., 17.00h

SG Saartal II – SG Franzenheim
Die Franzenheimer scheinen gegen Ende des Jahres mit drei Siegen aus den letzten vier Partien endlich ins Rollen zu kommen. Die Bestätigung der Leistungskurve muss nun in Irsch erfolgen. „Saartal war schon in der Hinrunde unangenehm. Wir werden nicht den Fehler machen und sie unterschätzen“, erklärt Reimund Lutz, Coach der Franzenheimer. Gegner SGS schleppt sich hingegen immer noch durch das aktuelle „Seuchenjahr“. Laut Trainer Peter Benzschawel wird sich daran kurzfristig nichts ändern: „Die Personallage in der ersten Mannschaft hat sich weiter verschlechtert, was uns natürlich auch betrifft.“
Irsch-Saar, So., 18.11., 14.30h

SV Trier-Olewig – SV Ayl
Noch vor dem Start in die Rückrunde verabschiedete sich Andreas Wagner in seiner sechsten Spielzeit vom SV Olewig und überließ Reserve-Coach Sebastian Herz das Ruder, der interimsweise bis zur Winterpause übernimmt. Gegen Ayl peilt Herz den ersten Sieg an: „Es ist für alle eine neue Situation. Wir werden diese Woche im Training viel taktisch arbeiten und wollen die drei Punkte holen.“ Auf der Gegenseite erwartet SVA-Coach Dietmar Hürter eine Leistungssteigerung: „Ich will eine Trotzreaktion sehen. Wir fahren auf den Hartplatz und wollen einen Punkt holen.“
TR-Olewig, So., 18.11., 15.00h

SG Aach – SV Freudenburg
Die Freudenburger haben sich von der Niederlage gegen Wasserliesch unbeeindruckt gezeigt und gegen Nittel die gefürchtete Offensivpower gezeigt. Mit Ähnlichem darf nun die SG Aach rechnen, die am letzten Spieltag eine 1:6-Klatsche gegen den Tabellenvorletzten aus Konz kassierte. Dennoch geht der SV Freudenburg – gemessen am 9:1-Hinspielsieg – als turmhoher Favorit in das Rückspiel. Das weiß auch SVF-Trainer Tobias Weinandy: „Wir sind der Favorit und wollen auswärts unbesiegt bleiben. Es wird aber ein schweres Spiel, da wir das erste Mal in diesem Jahr auf einem Hartplatz spielen und Aach jeden Punkt braucht.“ Nach den jüngsten Pleiten will Aachs Trainer Frank Laudwein sehen, dass „eine Reaktion der Mannschaft folgt“.
Aach, So., 18.11., 15.00h

SV Wasserliesch – VfL Trier
Der SV Wasserliesch hat sich mit dem 5:0 gegen den SV Trier-Irsch vollständig von der Pleite in Euren rehabilitiert. Kein Wunder also, dass sich Trainer Carlo Lambert „auf die nächsten Partien freut“. Fehler darf man sich ohnehin nicht erlauben, denn Konkurrent Freudenburg zeigt keinen Anflug von Schwäche. Zudem erwarten die Wasserliescher mit dem Tabellenvierten aus Heiligkreuz den vermeintlich stärkeren Gegner. Überraschungen sind also nicht ausgeschlossen, denn der VfL verbuchte auch gegen die Freudenburger einen Auswärtssieg. Zuletzt kämpfte man aber mit Leistungsschwankungen. Will man die stärkste Trierer Mannschaft der Liga werden, darf man sich bei fünf Zählern Rückstand auf Euren nicht mehr viele Punktverluste leisten. „Es wird ein schweres Spiel, auch wenn wir uns gegen solche Mannschaften meist nicht so schwertun wie gegen Saartal. Wir fahren nach Wasserliesch, um etwas mitzunehmen“, gibt VfL-Coach Bilal Boussi vor.
Wasserliesch, So., 18.11., 15.00h