Einmal mehr gab der VfL Trier in der Nachspielzeit in dieser Saison wertvolle Punkte ab – und das in dieser heißen Phase der Saison, bei der es um den Klassenverbleib geht.
Durch die Niederlage gegen nie aufsteckende Schillinger stehen die Heiligkreuzer zwar noch über dem Strich, doch es könnte am letzen Spieltag noch mal sehr ungemütlich werden im Tabellenkeller, wenn das Team von Interimstrainer Michael Fleck nach Pluwig reist. Jan Zender hatte den TuS in der 24. Minute in Führung gebracht. Vorausgegangen war ein Freistoß von David Krickel, der den Ball immer länger werden ließ und plötzlich der Kopf von Zender im Spiel war. Pech hatte der VfL, als Arne Hackmann einen Freistoßkracher an die Latte setzte (39.). David Scheiring hatte anschließend die Möglichkeit auf den Ausgleich, doch der Kopfball ging deutlich über den Querbalken. Schillingen war über Umschaltmomente gefährlich. Maurice Mangerich musste in höchster Not gegen Josef Berger einschreiten. Es wäre das sichere 2:0 für die Hochwälder gewesen. Drei Minuten vor Schluss dann doch das 1:1. Aniel Oliveira hatte einen Hammer gegen die Latte geschossen, den Abpraller nutzte Nico Franzen geistesgegenwärtig zum Ausgleich (87.). Ein letzter Konter führte schließlich zum Schillinger Siegtreffer. David Krickel fing einen der verzweifelten Trierer Angriffe ab, schickte Tobias Anell steil und dieser bedankte sich mit einem Schuss ins rechte Eck und dem 2:1-Siegtreffer (90.+3). „Wir haben es geschafft, wie schon gegen Waldweiler, kaum Torchancen des Gegners zuzulassen – anders als noch in den Spielen davor. Die taktische Disziplin war sehr gut. So sind wir sehr glücklich, das wir in der letzten Minute noch das Tor zum 2:1 gemacht haben. Wir haben gegen eine junge sowie läuferisch und technisch gute Mannschaft vom VfL Trier gewonnen mit unserem Rumpfkader. Das ist aller Ehren wert und macht mich auch ein Stück weit stolz“, brachte Schillingens Trainerurgestein Gerd Morgen die Partie auf den Punkt. Wermutstropfen: Leon Götten hatte sich verletzt und fällt für die letzte Partie am Sonntag gegen Ehrang/Pfalzel mit Problemen am Sprunggelenk aus. VfL-Interimstrainer Michael Fleck hatte nicht jene Performance gesehen von seiner Mannschaft wie noch eine Woche zuvor beim 4:3-Sieg in Serrig. „Gestern hat irgendwie der letzte Punch gefehlt, trotz 70 Prozent Ballbesitz. Es ist auch nicht die richtige, die zwingende Torgefahr aufgekommen. Fakt ist, dass die Jungs ihr Herz wieder komplett auf dem Platz gelassen haben. Klar, es ist sehr ärgerlich, wenn du mit dem Schlusspfiff das Gegentor zum 1:2 hinnehmen musst. Ein 1:1 wäre schon verdient gewesen, doch es hat das permanente Durchsetzungsvermögen gefehlt. Jetzt müssen wir in Pluwig alles daran setzen, das letzte Saisonspiel zu gewinnen. Dann bleiben wir sicher in der Klasse“, blickt Michael Fleck bereits auf den kommenden Sonntag.
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