11ER: Die letzten sieben Ligaspiele konnte Ihre Mannschaft allesamt gewinnen. Zählt man das Pokalspiel mit, steht man bei acht Erfolgen in Serie. Was macht Ihr Team nach dem eher durchwachsenen Start so stark?
Christian Adams: Ich glaube, dass wir nach den ersten zwei, drei Spielen gemerkt haben, worauf es ankommt. Gegen Niederemmel gewannen wir, zeigten aber eine schwache Leistung. Das 2:2 nach einer 0:2-Führung gegen Bekond war dann gleich ein Dämpfer, gefolgt von der Niederlage gegen Thalfang. In diesen Spielen bekamen wir zu spüren, dass wir in jedem Spiel 100 Prozent geben müssen – ganz egal, ob es gegen den Ersten oder Letzten geht. Machen wir das nicht, bringen wir uns selbst in die Bredouille und lassen unnötig Punkte liegen. Andererseits wussten wir, dass wir jede Mannschaft der Klasse schlagen können, wenn wir unsere Leistung abrufen. Unsere Mannschaft setzte es dann in den letzten Wochen einfach sehr gut um. Eine Serie von acht Siegen in Folge ist ein schöner Erfolg, den sich die Mannschaft durch ihre harte Arbeit verdient hat. Wir konnten jetzt öfter zeigen, dass wir ein Team sind, das schwer zu schlagen ist, wenn es die nötige Power und Stimmung entwickelt. Hinzu kommt, dass, wenn man einen Lauf hat, auch mal 50:50-Spiele für sich entscheidet. Wie zum Beispiel im Pokal gegen Züsch.
11ER: Ihre Mannschaft hat viele verschiedene Torschützen und acht Spieler trafen bereits zwei oder mehrere Male. Wie kommt es dazu?
Adams: Zum einen ist es sicher, dass wir im Vergleich zur A-Klasse viel mehr Tormöglichkeiten bekommen. Zum anderen haben sich unsere Spieler, was den Torabschluss und die Gier, Tore erzielen zu wollen, betrifft, verbessert. Wir sind auch stark bei Standards und so kommen auch aufgerückte Abwehrspieler zu Torerfolgen. Mit Mark Willems haben wir zudem jemanden, der vorne im Zentrum oder auch im Mittelfeld spielen kann und viele Torchancen kreiert bzw. vorbereitet. So kommen auch mehr Spieler zum Abschluss.
11ER: Im letzten Jahr ist die Mannschaft nach über zehn Jahren der A-Klassen-Zugehörigkeit abgestiegen. Wie haben die Zuschauer und der Verein die neue Situation angenommen?
Adams: Zuschauer, Verein und Spieler haben die Situation sehr gut angenommen. Dass die Enttäuschung nach über zehn Jahren groß war und wir gerne in der A-Klasse geblieben wären, ist kein Geheimnis. Wenn es nicht so wäre und man den Abstieg einfach so angenommen hätte, würde ich mich eher fragen, was falsch läuft. Der Verein und auch die Mannschaft sind nach dem Abstieg noch mal enger zusammengerückt und auch die Zuschauer unterstützen uns wie zuvor. Das ist für uns als Mannschaft toll zu sehen.
11ER: Sie haben das Pokalspiel gegen Züsch bereits angesprochen. Jetzt wartet das Aufeinandertreffen im Ligabetrieb als direkte Tabellennachbarn und Spitzenteams. Was für einen Gegner erwarten Sie?
Adams: Züsch ist für mich fußballerisch der stärkste Gegner in dieser Klasse. Im Pokalspiel haben wir gemerkt, dass sie eine sehr gute Spielanlage haben und über ein gutes Passspiel verfügen. Da war vieles einstudiert und jeder wusste, wo er hinzulaufen hat. Dazu kommt ihre enorme Willenskraft und Zweikampfstärke. Es war ein heißes Pokalspiel mit dem glücklicheren Ende für uns. Den Eindruck, den ich von Züsch hatte, bestätigten sie gegen Thalfang. Es wird ein umkämpftes Spiel werden, in dem beide Mannschaften ihre Position stärken wollen. Unser Ziel ist es, mindestens einen Punkt mitzunehmen und Züsch auf Abstand zu halten.
11ER: Abseits der Langzeitverletzten: Wie sieht es personell aus?
Adams: Abseits der Langzeitverletzten wird uns Lukas Leyendecker fehlen. Luis Philippi konnte letzte Woche schon nicht dabei sein und ist auch für das Spiel gegen Züsch fraglich. Ansonsten sollten wir wieder den gleichen Kader wie in den letzten Wochen zur Verfügung haben.
