Nach 45 Minuten sah es im Derby zwischen dem FC Könen und dem SV Konz II nicht danach aus, als würden die 300 Zuschauer an diesem Tag ein Feuerwerk erwarten. Denn mit 0:0 und wenig großen Torchancen war von Derbyatmosphäre nicht viel zu spüren. Entschädigt wurden die Besucher nach der Pause, denn drei Tore auf beiden Seiten sorgten für ein Wechselbad der Gefühle bei allen Beteiligten.

Marcel Herrig nutzte die erste Gelegenheit zur Führung für die Hausherren. Die Antwort des SVK ließ nicht lange auf sich warten und nur vier Minuten später folgte der Ausgleich durch Stefan Lennartz. Nach 72 Minuten gelang Jan Wrobel gar die Führung für den Underdog aus Konz. Nur eine Minute später musste Marco Brosius nach einem groben Foulspiel mit Rot vom Platz. Auch hier wehrte die Freude nicht lange: Fünf Minuten vor dem Ende traf Arthur Rissling zum Ausgleich. Damit nicht genug: Nur zwei Minuten danach ging Konz erneut in Führung. Den Treffer erzielte Steffen Hausen, der eigentlich für die erste Mannschaft auf Torejagd geht. „Großes Kompliment an die Mannschaft, die immer wieder zurückgekommen ist. Am Ende war es natürlich ärgerlich, dass wir noch das Gegentor bekommen haben. Dennoch ist dieser Punkt Gold wert“, so Dennis Gloe vom SVK. Für den würdigen Schlusspunkt in einer zweiten Halbzeit voller Emotionen gelang Ramon Jahn der Lucky Punch für die Gastgeber zum 3:3-Endstand (90.). „Dieses Spiel hatte alles, was das Fußballherz begehrt. Es war ein hochklassiges A-Liga-Spiel – auch in der ersten Halbzeit, wo es noch nicht so spektakulär zur Sache ging“, sagte Stefan Reifenberg, Coach der Könener.

FC Könen: Pütz – Koch (78. Grischov), Schmitt (69. Breser), Brosius, Marekwica – Jahn, Thomm, Lippert (83. Alves-Silva), Rissling – Schirmer, Herrig.
SV Konz II: Kwast – Gloe, Hock (57. Esch), Gradwohl, Wrobel, Fahl – Vollkommer, Lennartz, Schneider (83. Dorn), Mai – Hausen.