In einer unterhaltsamen wie umkämpften Partie schenkten sich die Nachbarn aus Könen und Konz kaum einen Meter. Am Ende fiel die Entscheidung zugunsten der Hausherren – und das in letzter Minute.

Der FC Könen erwischte einen guten Start ins Derby und traf durch Marc Fußangel zur frühen Führung (13.). Im Anschluss wachten die Gäste jedoch auf und drängten im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit auf den Ausgleichstreffer. Die Chancen zum 1:1 blieben ungenutzt, sodass der FCK mit einer knappen Führung in die zweite Hälfte startete. Dorrt knüpften die Konzer zunächst an ihre Druckphase an und glichen durch Niclas Seibel aus (53.). Die Hausherren schlugen postwendend zurück: Mika Rörsch schloss nur vier Minuten nach dem Ausgleich eine Kombination zur erneuten Könen-Führung ab.

Die Antwort der Konzer folgte ihrerseits gerade einmal sieben Minuten später, als Cédric Weber Aleksandar Parhamov fand, der für den erneuten Ausgleich sorgte. In der Folge blieb das Derby offen, aber ohne weitere Treffer – zunächst jedenfalls, denn in der finalen Minute der regulären Spielzeit stach der FC Könen abermals zu: Mika Rörsch zog aus der Distanz ab und traf zum 3:2. Trotz guter Möglichkeiten in den Schlussminuten schaffte es der SVK nicht mehr auszugleichen.

Ein Sieg, der für Könens Spielertrainer Marcel Herrig durchaus verdient war: „Wir hatten zwischendurch Phasen, in denen Konz mit ihrer starken Offensiv am Drücker war. Anfangs waren wir besser im Spiel, doch nach dem 1:0 hatten wir hier und da auch Glück, dass wir die Führung verteidigen konnten. Am Ende warfen wir mehr in die Waagschale, wodurch der Sieg für mich in Ordnung geht.“

Auf der Gegenseite sah Konz-Trainer David Kwast eine Leistungssteigerung, die unbelohnt blieb: „Das was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten, setzten wir gut um. Wir kamen zwei Mal zurück und hatten drei , vier Möglichkeiten, selbst den entscheidenden Treffer zu schießen. Meiner Meinung nach waren wir die spielerisch bessere Mannschaft und hatten auch mehr Chancen. Könen nutzte seine Möglichkeiten und gewann. Ich bin trotzdem nicht unzufrieden, denn mental konnten wir uns steigern. Wir feuerten uns nach den Rückständen weiter an und machten das besser, was in den letzten beiden Wochen schlecht war. Das war gut, aber am Ende stehen wir wieder null Punkte.“

Während der FC Könen auf den Euren-Sieg einen weiteren Dreier folgen ließ, war es für den SV Konz die dritte Niederlage in Folge. Eine Nullrunde, durch die man nun gleichauf mit dem FCK steht.

Foto: Alfred Weinandy