Im ersten Topspiel der Bezirksliga gab es jede Menge Zuschauer, doch wenig Tore. Durch den einzigen Treffer nach acht Minuten schoss Konz’ spielender Co-Trainer Stefan Becker seinen Club im Derby zum Sieg. Vor allem defensiv ließ der SVK keine Wünsche offen.
SG Saartal Irsch – SV Konz 0:1 (0:1)
Etwas mehr als 300 Zuschauer sahen in Irsch ein stimmungsvolles, aber von nur wenigen Höhepunkten geprägtes Derby. Saartal-Trainer Heiko Niederweis sprach nach 90 intensiven Minuten von einem „zerfahrenen und hart umkämpften Spiel. Mit der kämpferischen Leistung bin ich einverstanden, doch spielerisch war das nicht besonders gut, weil wir nur über Standards gefährlich waren.“ Dass ein Abstimmungsfehler in der Irscher Hintermannschaft zum Gegentor führte, wollte Niederweis seinem für Jonas Krista (führte seine Frau am Samstag zum Traualtar) in die Startelf gerückten Keeper Maximilian Wirkus nicht anlasten. Denn der hatte bei einigen Aktionen der Konzer Offensive mehrfach seine Fäuste dran. So entschied eine Einzelaktion von Becker die Partie, als der sich mit einem langen Ball von Kevin Bernard auf die Reise schicken ließ und cool abschloss. Dessen Trainer Thomas Berens haderte im Nachhinein mit der mangelhaften Chancenverwertung, denn Tim Kugel, Becker und Bernard hätten den Deckel viel früher draufmachen können. So war es für den SVK bis zum Schluss ein Zitterspiel, auch wenn Lukas Kramp von Kai Werner und Pascal Güth über fast die gesamte Spielzeit in Schach gehalten wurde. „Kompliment an die beiden, die Luki Kramp komplett eliminiert haben“, so Berens, der die gesamte Defensivleistung als herausragend bezeichnete. „Wir waren von Beginn an sehr giftig, haben defensiv extrem gut gestanden und fehlerfrei gespielt. Der Sieg ist verdient, damit haben wir den 3:1-Sieg aus der vorigen Saison bestätigen können.“ Für Saartal-Coach Niederweis bleibt die Erkenntnis, dass „wir einen Punkt vom Spielverlauf her verdient gehabt hätten, doch Konz hat auch gut verteidigt. Klar, bin ich etwas niedergeschlagen, weil wir spielerisch vieles schuldig geblieben sind.“ Immerhin durfte Neuzugang Dominik Zwick, einst in Salmrohr und Luxemburg an vorderster Front aktiv, ein gelungenes Debüt feiern, denn seine Präsenz und die akustische Art, Kommandos zu geben, waren augenscheinlich. „Dominik hat das schon sehr gut gemacht, obwohl ein Einsatz in der Startelf so noch nicht geplant war. Man sieht, welche Qualitäten er mitbringt.“