Eine kurze Schlafphase des SV Wasserliesch/Oberbillig genügte der SG Hochwald II, um die Partie auf den Kopf zu stellen. Fehler, die bei den Hausherren nicht nur für Frust, sondern auch eine weitere Nullrunde sorgten.

„Wir begannen super, setzten alles um, was wir uns vorgenommen hatten und führten relativ schnell mit 2:0. Wir hatten das Spiel voll unter Kontrolle und schenken dann innerhalb von ein paar Minuten drei Tore durch individuelle Fehler her. Da überschätzen sich manche einfach zu sehr und versuchen dann so Dinge, wie unnötig ins Dribbling zu gehen. In der zweiten Halbzeit hatten wir genügend Chancen, das Spiel zu drehen, aber da fehlte uns der Wille, der letzte Biss und die Galligkeit. Da ist alles andere wichtiger als das, was auf dem Platz passiert. Wenn wir so auch in den nächsten Wochen spielen, werden wir in dieser Saison noch Null-Komma-Null Spiele gewinnen“, machte Wasserlieschs Trainer Carlo Lambert auch die fehlende Einsatzbereitschaft für die Niederlage verantwortlich.

Dabei hätte der Start in die Partie aus Sicht der Hausherren kaum besser laufen können: Zwar scheiterte Marc Schmid in der zweiten Minute vom Elfmeterpunkt an Hochwalds Schlussmann, doch Marvin Mayer verwandelte den zweiten Strafstoß zur Führung (5.). Nur sechs Minuten später legte Tobias Dres das 2:0 nach. Es folgten weitere Abschlussmöglichkeiten des SVWO, die allerdings ungenutzt blieben. Ein Versäumnis, welches den Gästen aus dem Hochwald zugute kam. Die drehten kurz vor der Pause auf und nutzten mehrere Aussetzer der Hausherren, um das Spiel zu drehen – binnen weniger Minuten: Marc Steffes verkürzte auf 2:1 (42.), Kay Engelhardt (46.) glich aus und Steffes (49.) traf vor der Pause zum 2:3. Im zweiten Durchgang schaffte es keine Mannschaft, weitere Tore zu erzielen.

Für Nour-Eddine Rasani, Trainer der SG Hochwald II, war es ein Spiel, das auch hätte anders ausgehen können: „Wir waren zu Beginn überhaupt nicht im Spiel und machten dem Gegner drei Geschenke, davon zwei Elfmeter. Den ersten konnte Wasserliesch nicht nutzen, aber der zweite war drin. Beim 2:0 verloren wir den Ball, Wasserliesch machte es schnell und gut und erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt waren sie viel besser als wir. Wir wachten erst ab der 40. Minute auf, konnten dann aber das Spiel drehen. In der zweiten Halbzeit verpassten wir es, den Deckel draufzulegen. Die letzte Viertelstunde ging es dann nur noch darum, zu verteidigen. Insgesamt war es eine gute Leistung von uns. Für den Gegner ist es ärgerlich, denn mit dem 3:0 wäre das Spiel wahrscheinlich früh entschieden gewesen.“

Foto: Archiv/Sandra Maes