Neun Tore und eine grandiose Aufholjagd der Gäste aus Schweich sahen die gut 150 Zuschauer am Irscher Lärchenweg.

Dabei sorgte Schweichs Jörn Mathis Molnar für einen neuen Saisonrekord, als dessen Ball bereits nach handgestoppten 28 Sekunden im Irscher Netz zappelte. Wenig später traf Leon Roos den Pfosten, doch die Führung der Mosella erweis sich als trügerisch. Mit Wucht und Tempo legte Irsch zwei Gänge drauf und kam binnen einer Viertelstunde zu einer 3:2-Führung. Christoph Nickl mit seinem zehnten Saisontor und zweimal Sebastian Szimayer sorgten für einen bemerkenswerten Gamechanger. Die Treffer des SVI fielen zwischen der 16. und 31. Minute. Doch Schweich schlug noch vor der Halbzeit durch den Anschluss von Molner zurück – 3:2 (40.). „Sowohl das 2:3 kurz vor der Halbzeit als auch der Ausgleich von André Schwarz unmittelbar nach Wiederbeginn waren komplett wichtig in einer Phase, in der wir das Spiel gedreht haben. Die Treffer zeugen von einer guten Moral und waren vor allem für den Kopf sehr wichtig. Nach dem 3:3 war das Spiel komplett offen. Wir haben uns auch defensiv besser abgesichert und hatten die Partie nachfolgend besser im Griff. Wir haben danech viele Angriffe gefahren und uns dafür belohnt. Das Führungstor von Philipp Seeberger gab uns auch mental den nötigen Rückenwind“, sah TuS-Trainer Patrick Quary einen sensationellen Umschwung. Mit den Treffern zum 5:3 und 6:3 (78., 82.) legte Levi Agbor den Deckel endgültig drauf. „Die zwei Buden von Levi haben mich extrem gefreut“, befand Quary. In der ersten Halbzeit hätten nach Einschätzung von Quary beide Mannschaften ohne richtige Abwehr gespielt, es sei ein wildes Spiel gewesen. Aufgrund der taktischen Umstellung von Dreier- wieder auf Viererkette, war es den Gästen möglich, stabiler zu stehen, eine gute Restverteidigung zu organisieren und blitzschnell umzuschalten. „Wir kamen öfter hinter die Kette von Irsch und hatten sehr gute Umschaltmomente.“ Mit Leonel Nana Yomba debütierte ein 29-jähriger, aus Kamerum stammender Linksfuß bei der Mosella. „Leonel ist im Sommer von Wetzlar nach Pfalzel gezogen. Er soll uns in der zweiten Mannschaft weiterhelfen und sukzessive auch für die erste Mannschaft auflaufen“, lässt Quary durchblicken. Yomba ist Linksfuß, defensiv und offensiv einsetzbar und kam im Sommer vom hessischen Kreisoberligisten TSG Dorlar in die Region. Irschs Spielertrainer Sebastian Szimayer machte die neuerliche Niederlage an der ungenügenden Trainingspräsenz fest. „Wenn du nur mit zehn Spielern trainierst, ist es kein Wunder, dass wir von den letzten fünf Spielen viermal verloren haben. Die Trainingsbeteiligung ist, seit dem das Wetter schlechter ist, unterirdisch. Die Defensivleistung war ungenügend – wir haben fehlerhaft und unkonzentriert agiert und Schweich durch individuelle Fehler die Tore faktisch selbst aufgelegt. Derzeit sehe ich eine große Verunsicherung, es ist kein Selbstvertrauen da“, verriet Szimayer eine gewisse Ratlosigkeit.