Mit dem SV Trier-Irsch und der SG Saarburg treffen zwei Tabellennachbarn aus der Spitzengruppe aufeinander.

Locker, leicht und luftig, teilweise auch souverän marschierten die Trierer Vorstädter seit Saisonbeginn durch die Liga. Doch die Dominanz der ersten Wochen hat erste Kratzer bekommen. Da war zunächst die 1:4-Heimpleite im Achtelfinale des Kreispokals gegen Ligakonkurrent DJK St. Matthias Trier, als man nach 1:1 in der regulären Spielzeit in der anstehenden Verlängerung noch drei Tore eingeschenkt bekam. Anschließend kam der SVI gegen den Nachbarn aus Pluwig über ein 2:2-Unentschieden nicht hinaus und nun setzte es ausgerechnet im Hochwald beim Verfolger SG Reinsfeld/Geisfeld/Rascheid eine bittere 3:5-Pleite – es war die erste Niederlage in der laufenden Punktspielsaison. Was aber noch schwerer wiegen dürfte als die erste Niederlage, sind die drei Gelb-Roten Karten, die sich die Irscher in Reinsfeld einhandelten. So fehlen Florian Grundmann, Marvin Theis und Sebastian Szimayer ein Spiel gesperrt. Und aus einer davor resultierenden Roten Karte ist auch Luca Sasso-Sant noch mit einem Spiel Sperre belegt. „Es wird nicht leichter“, meint Sebastian Szimayer. Der Spielertrainer wird nun von der Seitenlinie aus seine Anweisungen an das Team weitergeben. „Es werden noch ein paar harte Wochen auf uns zukommen, doch wir sind mit dem derzeitigen dritten Platz zufrieden. Wir wollen bis zur Winterpause aber noch ein paar Punkte einsammeln. Die Erwartungshaltung war ja auch nicht in Richtung Aufstieg gerichtet“, dämpft der 34-Jährige die von Außen hineingetragenen hohen Erwartungen an einen möglichen Durchmarsch in die Bezirksliga. So wolle man im Training weiter hart an sich arbeiten und die Zügel noch mal straffen. „Wir spielen zuhause und wollen eine Reaktion auf die letzten durchwachsenen Leistungen zeigen“, weiß Szimayer um eine Kurskorrektur. So wird aller Voraussicht nach Christoph Nickl als alleinige Spitze fungieren. Florian Meo ist aus dem Urlaub zurück. 

Neben Tabellenführer DJK St. Matthias sind die Saarburg-Serriger die einzige verbliebene Mannschaft, die nach neun Spieltagen noch ungeschlagen ist. Doch weil man schon vier Mal Unentschieden spielte, stehen die Jungs vom Kammerforst „nur“ auf dem vierten Tabellenplatz. Mit der bisherigen Saison ist man dort aber in jedem Fall zufrieden. Als Aufsteiger in der erweiterten Spitzengruppe zu stehen, nötigt der Konkurrenz größtmöglichen Respekt ab. Johannes Carl, mitspielender Assistent von Chefcaoch Sebastian Lorenz, gesteht: „Wir sind noch ungeschlagen. Das allein zeugt von einer bislang sehr guten Saison. Zuletzt haben wir aber nur eine gute Halbzeit auf den Platz gebracht, wie in Longuich zum Beispiel. Wenn wir so spielen wie die erste Halbzeit dort, werden wir keine Punkte mehr holen“, kritisiert Carl die fehlende Konstanz über 90 Minuten. Wir wollen weiterhin ungeschlagen bleiben, müssen dafür primär Leistung abrufen. Die Defensive stand zuletzt stabil, nur gegen Reinsfeld haben wir drei Gegentore bekommen.“ Um Leistung geht es auch am Sonntag in Trier-Irsch. „Irsch zähle ich immer noch zu den Spitzenmannschaften der Liga. Die gesperrten Spieler werden ihnen sicherlich wehtun, doch sie haben einen breiten und guten sowie noch sehr jungen Kader. Wir müssen in jedem Fall 100 Prozent konzentriert sein.“ Carl selbst nimmt seine Rolle als Allrounder positiv an. Gegen Welschbillig, Niederkell und Reinsfeld agierte der 31-Jährige in der Innenverteidigung, gegen Riol im defensiven Mittelfeld. „Ich nehme es, wie es kommt, werde der Mannschaft auf jeder Position helfen.“ Visar Prebreza und Simon Meier fehlen weiterhin verletzt, Tim Bauer ist fraglich (angeschlagen).

TR-Irsch, Sonntag, 13.10., 15.15h