Für beide zuletzt arg gerupfte Mannschaften ist das Match am Lüxemer Grünewald eine Schlüsselpartie, die den weiteren Weg entscheidend mit prägen könnte.

Während der SVM nach fünf Spielen noch ohne Punkte dasteht und zuletzt derbe auf die Mütze bekam, geht es für den SV Lüxem darum, wieder in die Erfolgsspur zu finden. Denn seit vier Partien gab es schon keinen Sieg mehr. „Drei Punkte im Heimspiel gegen diesen Konkurrenten ist die klare Marschroute. Wir wollen Mehring früh unter Druck setzen, sollten aber auch geduldig sein und wollen vor allem in der Offensive den Schalter wieder umlegen“, hat Lüxems Coach Patrick Schmidt die zuletzt offenbarten Schwachstellen erkannt. Den Gegner wolle man aber „keineswegs unterschätzen“. Jonas Adams und Lukas Follmann fehlen berufsbedingt, auch Neuzugang Yazan Douba ist verletzt. Nach beruflichen Verpflichtungen stehen Gaith Aswad sowie nach Urlaub auch Nick Stülb wieder zur Verfügung. In Mehring machen sich die Verantwortlichen seit Wochen Gedanken, wie man die Talsohle rasch wieder durchschreiten kann. Co-Trainer Manuel Hubo legt den Finger in die Wunde. „Auch wenn gestandene Spieler wegen Verletzungen und so weiter fehlen, geht es darum, noch mal mehr Leidenschaft und Emotionen auf dem Platz zu zeigen. Wir sind zu brav. Wir sollten schleunigst eine andere Einstellung zeigen und mit mehr körperlichen Einsatz agieren. Da spielt auch das Thema Ehrgeiz eine Rolle und wie man sich wehren muss in einem Spiel, wenn der Gegner besser ist. Es müssen schleunigst Punkte her, die auch wichtig wären für den Kopf“, so der 42-Jährige. Mit zwei Siegen wäre man schnell wieder dabei, weiß Hubo. Die Personallage ist derzeit aber mehr als angespannt. Carsten Cordier ist mit einer Knieverletzung auf Eis gelegt. Wie Hubo berichtet, gehe Cordier an Krücken und wird wohl die Hinrunde nicht mehr spielen können. Dennis Linster laboriert an einer Außenbandverletzung im Sprunggelenk. „Dennis könnte frühestens in zwei Wochen wieder ein Thema sein“, weiß Hubo. Luis Hank hatte vom Trainerteam eine Pause bekommen. Er wird demnächst aber zurückerwartet. Max von der Burg trainiert aufgrund seiner beruflichen Situation nicht, ihm fehlt deswegen die Spritzigkeit. Der einzige, der wieder eine Option sein könnte für den Sonntag, ist René Linster. „Wenn alles gut geht, ist René wieder einsatzfähig“, hofft der Co-Trainer auf Alternativen. Wegen der dünnen Personaldecke schnuppern mit Nick Müller, Nils Schmitt und Matthias Frick drei Akteure aus der zweiten Mannschaft am Kader der Bezirksligaelf. Dennoch weiß Hubo um die Bedeutung der Partie im Wittlicher Stadtteil. „Wir kennen Lüxem aus einigen Testspielen. Wir müssen wenigstens mal punkten. So ein Auswärtspunkt wäre immens wichtig für das Selbstvertrauen.“

Lüxem, Sonntag, 14.9., 14.30h