In einem Spiel mit zahlreichen Torchancen und zwei verschossenen Elfmetern sicherte sich der SV Konz gegen den FSV Trier-Kürenz einen Dreier. Eine Glanzleistung zeigten die Hausherren dabei – trotz der Höhe des Ergebnisses – aber nicht.
Das Kellerkind aus Trier-Kürenz verpasste den Blitzstart in Konz, denn in der vierten Spielminute klatschte ein Elfmeter von Jonathan Blehaut nur an die Latte. Ein Weckruf für die Hausherren, die in der 13. Minute eine Ecke zur Führung nutzten, welche Aleksandar Parhamov per Volley verwertete. Konz hielt den Druck aufrecht und legte rund zehn Minuten später durch Fabian Müller das 2:0 nach. Die Gäste aus Kürenz gaben sich nicht auf und setzten Nadelstiche, agierten vor dem Konzer Tor aber weiterhin glücklos.
Ähnlich gestaltete sich der zweite Durchgang: Der SVK bestimmte das Spielgeschehen und baute den Vorsprung durch Cédric Weber aus (57.). Kürenz hingegen vergab erneut beste Möglichkeiten und scheiterte in Person von Blehaut erneut vom Elfmeterpunkt. Ein Fehlschuss, der abermals bestraft wurde, denn in der 64. Minute war Parhamov zum zweiten Mal zur Stelle – 4:0 SV Konz.
Für Kürenz-Trainer Stephan Wicht lag es aber nicht ausschließlich an der schwachen Chancenverwertung: „Konz machte Fehler und wir auch. Der Unterschied war ein Stück weit, dass unsere bestraft wurden. Da sind wir vielleicht noch zu grün hinter den Ohren. Einerseits ist es ärgerlich, dass wir unsere Chancen nicht besser nutzen konnten, andererseits können wir uns auch nicht beschweren, wenn das Spiel am Ende 8:4 ausgeht.“
Fehler im eigenen Spiel sah auch der Konzer Trainer David Kwast. Dieser freute sich zwar über den deutlichen Sieg, sah aber ansonsten eine durchwachsene Leistung: „Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, aber mit dem Spiel bin ich es nicht. Die Abstände stimmten nicht, die Seitenwechsel dauerten viel zu lange und im Kopf waren wir nicht schnell genug. Wir waren die bessere Mannschaft und hatten deutlich mehr Ballbesitz, doch das muss sich dann auch zeigen. Kürenz stellte einen Defensivblock in der eigenen Hälfte. Klar ist es da schwer, durchzukommen, aber auf unserem großen Platz muss es unser Anspruch sein, ihre Defensive auseinanderzuziehen.“
Foto: Alfred Weinandy
