Nach einem personellen Aderlass bzw. einem Abstieg befinden sich sowohl der SV Farschweiler als auch die FV Hunsrückhöhe II in einer Phase des Umbruchs. Im Auftaktspiel bekommen nun beide Teams die Chance, diesen positiv zu gestalten.

Der SV Farschweiler befindet sich nach dem achten Platz im Vorjahr und mehreren Spielzeiten unter der Führung von Spielertrainer Lukas Jonas im Umbruch. Sebastian Wahlen, der den Verein aus seiner Zeit als Spieler kennt, übernahm die Verantwortung auf der Kommandobrücke und hat in dieser Saison einige Herausforderungen zu bewältigen. Der Grund: Gleich mehrere Leistungsträger wechselten oder stehen nicht mehr zur Verfügung. Darunter Jonas selbst, der vergangene Saison 18 Tore erzielte, sowie Tim Lauer (17 Treffer) und Kevin Cottez (10 Tore), die für einen enormen Qualitätsverlust in der Offensive sorgen. Hinzu kommen weitere Spieler, deren Abgänge gerade bei einem kleinen Verein wie Farschweiler für Probleme sorgen könnten. An Qualität mangelt es laut Wahlen aber auch nach den prominenten Abgängen nicht. Vielmehr bereiten dem SVF-Trainer Verletzungen Kopfzerbrechen: „Mit der Vorbereitung können wir zufrieden sein, aber leider gab es einige Verletzte in unserem ohnehin schon kleinen Kader. Wir wissen aber alle, worum es in dieser Saison geht und müssen jetzt noch näher zusammenrücken. Noch mehr Verletzungen sollten jetzt aber nicht mehr dazu kommen. Mit dem Kader bin ich ansonsten zufrieden. Aufgrund der Abgänge war ich anfangs auch skeptisch, was unsere Offensive betrifft. Wir haben aber in jedem Testspiel getroffen und sind dort immer noch gut besetzt. Probleme bereit uns noch ein wenig die Defensive. Wir spielten in der Vorbereitung nicht zu Null und brachten auch im Pokal das 1:0 nicht über die Zeit.“

Anders und doch ähnlich gestaltet sich die Situation bei der FV Hunsrückhöhe II. Die Morbach-Reserve stieg in der vergangenen Spielzeit aus der A-9 ab und findet sich plötzlich in der Mosel-Hochwald-Klasse wieder. Hier dürften einige Unbekannte auf die Elf von Ismail Kahyaoglu warten, der den ehemaligen A-Ligisten nach dem Winter übernahm und den Abstieg nicht verhindern konnte. Ein Abstieg nach einer Saison, in der die FVH lediglich elf Punkte verbuchte. Statt demsdirekten Wiederaufstiegs dürfte es für die Morbacher daher vorrangig darum gehen, sich zu stabilisieren und der Mannschaft neues Selbstvertrauen zu geben. Ein Sieg im Auftaktspiel gegen Farschweiler wäre dahingehend ein Schritt in die richtige Richtung.

Waldrach, So., 09.08., 14.30h