Während auf den FSV Tarforst II das zweite Derby in Folge wartet, wird es für den SV Olewig das nächste Spiel gegen einen Tabellenführer – beide Teams verbuchten am vergangenen Wochenende einen Erfolg und wollen dies nun auch im Nachbarschaftsduell.

Der FSV Tarforst II trennte sich nach vier Dreiern zum Saisonstart mit einem Unentschieden vom TuS Schweich III und der FSG Ehrang/Pfalzel. Es waren die bisher einzigen beiden Punktverluste der Trierer Höhenkicker, die im Anschluss drei Siege in Folge einfuhren. Zuletzt gegen den SV Trier-Irsch II, dem man bei einem 6:0-Erfolg keine Chance ließ. Ein Sieg mit Bedeutung, denn durch die gleichzeitige Niederlage der zuvor punktgleichen Ehranger eroberte die FSV-Reserve die alleinige Tabellenführung und ist zudem das einzige noch ungeschlagene Team der Liga.

Mehr als eine „Momentaufnahme“ sieht Trainer Alexander Becker darin allerdings nicht. Damit spricht Becker seiner Elf keinesfalls die Qualität ab, sondern verdeutlich lediglich, wie viele Spiele und Herausforderungen zwischen den Trierern und einem möglichen Wiederaufstieg stehen. So warten alleine in den vier finalen Spieltagen der Hinrunde die SG Hermeskeil, der SV Bekond und die SG Thomm. Teams, die bei einem Tarforster Patzer Boden gutmachen könnten. Die womöglich größte Herausforderung wartet jedoch nicht gegen diese Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, sondern bereits an diesem Wochenende.

Der SV Trier-Olewig belegt derzeit den achten Tabellenplatz, gewann viermal, teilte sich einmal die Punkte und verlor viermal – keine Werte eines Topteams. Doch genau ein solches verbirgt sich hinter dem SVO. Die Olewiger starteten unter Coach Denys Surma mit hohen Ambitionen in die Saison und wollten einen Platz unter den ersten Drei belegen. Von diesen Regionen ist man bei sechs Punkten Rückstand auf die SG Thomm, dem aktuellen Tabellendritten, noch weit entfernt. Grund dafür war eine Verletzungsmisere, die den SV kurz nach Saisonstart erwischte und den Kader zwischenzeitlich auf „fünf, sechs Spieler“ der ersten Mannschaft schrumpfen ließ. Die Folge: ein 0:8 gegen Thomm, ein 2:3 gegen Pölich, ein 0:6 gegen Ruwertal II und ein 1:3 gegen die SG Hochwald II. 

Die gute Nachricht: Die personelle Lage im Trierer Winzerdorf hat sich mittlerweile entspannt und obwohl längst nicht alle Spieler des 25er-Kaders einsatzbereit sind, ist man wieder konkurrenzfähig. Wie sehr, zeigte man in den vergangenen drei Wochen, als man nicht nur gegen die Kellerkinder Gielert (8:3) und Schweich III (7:2) gewann, sondern zuletzt für die erste Niederlage der Ehranger sorgte (1:0). 

Mit den Tarforstern wartet nun erneut ein Tabellenführer auf die Olewiger, die vor heimischer Kulisse mit breiter Brust auflaufen dürfen. Und so sollen auch an diesem Wochenende Punkte folgen, um Punkte auf die angestrebten Podiumsränge gutzumachen und laut Coach Surma zu „zeigen, dass wir das Potenzial dafür haben“. Für den FSV gilt hingegen, die Ungeschlagen-Serie fortzusetzen und den Spitzenrang sowie das Punktepolster zu verteidigen. Eine Situation, die das Stadtderby weiter einheizen und für beste Stimmung am Olewiger Sportplatz sorgen dürfte.

Trier-Olewig, Sa., 12.10., 18.00h