Die Partie des Dritten gegen den Ersten birgt naturgemäß einiges an Brisanz. Gleichwohl die Gastgeber schon etwas unter Druck stehen, wollen sie Anschluss an die beiden Spitzenplätze halten.
Die Irscher sind als Tabellenführer fünf Punkte voraus, Verfolger Trier-Matthias vertraut dagegen auf den marginalen Vorteil eines Punktes. Wäre da nicht die 3:4-Pleite am vergangenen Sonntag im Nachholspiel in Föhren gewesen – die Ausgangslage wäre um einiges besser. Doch Föhren ist eine gute Mannschaft, bei der man verlieren kann. „Nico Toppmöller war sicherlich der Unterschiedsspieler. Obwohl wir relativ gut reingekommen sind und 1:0 geführt haben, haben wir danach in einer schlechten Phase komplett neben uns gestanden und relativ einfache Gegentore bekommen. Aus einem eigenen Konter haben wir dann das 1:3 kassiert, dann noch zweimal verkürzt. Unterm Strich ist das aber ärgerlich, weil wir durchaus einen Punkt hätten mitnehmen können“, blickte Saarburgs Trainer Sebastian Lorenz zurück. Gegen Ende des Kalenderjahres ging der Mannschaft von Sebastian Lorenz und seines mitspielenden Co-Trainers Johannes Carl etwas die Luft aus. Denn nach dem 1:1 im Derby bei der SG Weintal unterlag das Team auch der DJK St. Matthias mit 1:4. Die sehr ordentliche Vorbereitung und teilweise starken Testspielergebnisse (7:1 gegen Bezirksligist Geisfeld, 6:2 gegen B11-Leader SG Wincheringen) ließen aufhorchen. Gegen Saar-Bezirksligist SV Merchingen sprang immerhin auch ein 2:2 heraus. Der Trainer vertraut auf die Abschlussstärke seiner Sturmspitzen Simon Ollinger und Simon Meier. Die steuerten sämtliche Treffer beim 3:4 in Föhren bei und dürften ein Faktor sein. Weil seine Mannschaft momentan auf der „letzten Rille läuft und fünf Spieler vermutlich die komplette Rückrunde fehlen und dadurch die Kadersituation überschaubar ist, sind Platz eins oder zwei kein Thema. Wir schauen auf jedes einzelne Spiel und bewerten dann die Lage neu. Derzeit fehlt uns einfach die Breite.“ So sind Felix Fuhs und Tim Bauer verletzt. Wegen Studium und Beruf müssen Tim Johannes, Jonas Vogl, Leo Vennemann, Slava Sauer und Linus Heinz passen. Die Partie am heimischen Kammerforst bezeichnet Lorenz als „Mammutaufgabe“. Gegen Trier-Irsch habe seine Mannschaft „noch nie gut ausgesehen. Da müssen wir schon über uns hinauswachsen, wenn wir Punkte generieren wollen“. Nach Lorenz‘ Meinung brauche es einer „sehr guten Physis, einer intensiven Arbeit gegen den Ball, eines hohen Laufpensums und einer guten Zweikampfführung. Wir möchten aber auch unsere fußballerischen Qualitäten zeigen.“
Nach dem glatten 3:0 gegen Tarforst II im Stadtderby haben die Irscher ihre Tabellenführung ausgebaut und ihr Guthaben gegenüber der DJK St. Matthias auf vier Zähler ausgebaut. Der Trainer jedenfalls war zufrieden. „Aufgrund der guten zweiten Halbzeit war es ein verdienter Sieg. Zunächst stellte uns Tarforst vor einige Probleme, wir kamen nicht so zur Wirkung. Auf der anderen Seite haben wir defensiv nichts anbrennen lassen und unsere Angriffe dann auch durchdachter und zielstrebiger ausgespielt“, sah Sebastian Szimayer einen fast makellosen Auftritt seiner jungen Mannschaft. Eine Woche zuvor hatte es noch einen herben Dämpfer gegeben. Denn im Viertelfinalspiel des Kreispokals musste sich der SVI dem A9-Ligisten SG Fidei mit 2:3 beugen. „Es haben einige Leistungsträger bei uns gefehlt. Doch das soll nicht als Entschuldigung für das Ausscheiden herhalten. Wir haben viele Torchancen liegen lassen, zudem waren die Beine nach vielen Testspielen gegen höherklassige Mannschaften umso schwerer. Die Fidei agierte zudem sehr effizient.“ In Saarburg ist der SVI jetzt umso mehr gefordert. „Saarburg halte ich für eines der spielstärksten Teams der Liga. Sebastian Lorenz macht dort eine richtig klasse Arbeit. Sie agieren sehr spiel- und kombinationsstark, mit viel Dynamik, sind eine junge Truppe, die ein tolles Kurzpassspiel pflegen.“ Szimayer, der nach wie vor an den Folgen eines Mittelfußbruchs laboriert, möchte nichts dem Zufall überlassen. „Wir wollen jetzt das erworbene Selbstvertrauen aus dem Tarforst-Spiel mit nach Saarburg nehmen und mit viel Mut agieren. Wir wissen auch, dass wir uns ein positives Ergebnis erkämpfen müssen.“ Personell gibt es einige Baustellen: Neben Dustin Knürr und Luca Gretschel (beide Kreuzbandriss) sowie Szimayer fallen Torwart Nico Kimmlingen (Kapselriss an der Schulter), Marvin Theis (Muskelfaserriss), Florian Grundmann (Schulter) und Til Koal aus. Florian Meo ist derweil zurück.
Saarburg, Sonntag, 15.3., 15.30h
Foto: Archiv/Alfred Weinandy
