Die Zewener Reserve setzte im Nachholspiel gegen Konz gleich das erste Ausrufezeichen und machte deutlich, dass man den Klassenverbleib schnellstmöglich sichern will. Bekommt das nun auch die SG Wincheringen zu spüren, die kürzlich ihre erste Heimniederlage kassierte?

Die SG Wincheringen büßte den Spitzenplatz noch vor dem offiziellen Restrundenstart ein, denn während der zuvor punktgleiche Konkurrent Euren siegte, unterlag die SGW dem SV Wasserliesch/Oberbillig. Für die Wincheringer war es die erste Heimniederlage der Saison. Dennoch ist die Stimmung beim Tabellenzweiten, der in dieser Spielzeit einen enormen Entwicklungsschritt machte, bestens. Dafür sorgt die zufriedenstellende Vorbereitung mit guter Trainingsbeteiligung. 

Die Nullrunde bewertet Wincheringens Trainer Bastian Hurth daher nicht über: „Gegen Wasserliesch wurden wir kalt erwischt. Zwar hatten wir über Standards und Konter Chancen, konnten diese aber nicht nutzen. Wasserliesch erhöhte dann über einen Standard. In der zweiten Halbzeit spielten wir mehr den Fußball, den wir uns vorstellten und drückten. Am Ende mussten wir uns Wasserliesch aber geschlagen geben.“

Einen besseren Start ins neue Jahr legte die SG Zewen II hin, die sich mit dem Tabellendritten SV Konz die Punkte teilte (2:2). Für Coach Lars Wagner war es ein gelungener Start nach ebenso gelungener Vorbereitung: „Die Vorbereitung verlief positiv. Wir hatten ein paar Testspiele gegen vermeintlich schwächere Mannschaften, aber das war geplant. Wir wollten uns austesten und rotieren. Die Trainingsbeteiligung war super und auch den Auftakt gegen Konz sehe ich durchweg positiv. Wir kamen gut rein und die Jungs waren heiß auf das Spiel. Aus dem Hinspiel, wo wir 2:0 führten und dann noch 2:3 verloren, hatten wir ja noch etwas gutzumachen. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden.“

Die Zewen-Reserve setzte damit den Positivtrend zum Ende des letzten Jahres fort und entfernte sich ein weiteres Stück von der Abstiegszone. Mittlerweile beträgt das Polster sieben Zähler – ein komfortabler Vorsprung, der allerdings durch weitere Erfolge ausgebaut werden sollte. Ginge es nach den Zewenern, würden die nächsten Zähler bereits am Sonntag in Merzkirchen folgen. Denn auch wenn man Außenseiter ist, gibt es laut Wagner eine offene Rechnung zu begleichen: „Für mich ist Wincheringen immer noch ein Überraschungsteam, wenn man sieht, wo sie noch letzte Saison waren. Im Hinspiel hatten wir einen gebrauchten Tag, an dem nichts funktionierte. Das wird dieses Mal hoffentlich anders. Fusenig und Pasucha sind wichtige Spieler für uns, fehlten gegen Konz, sind aber gegen Wincheringen wieder an Bord. Das kommt uns zugute. Der Vorteil liegt aber weiter bei Wincheringen, die eine sehr gute Saison spielen und ihren Hartplatz gewöhnt sind. Trotzdem werden wir versuchen, sie zu ärgern.“

Trotz des 7:3-Hinspielerfolgs will Hurth die SGZ mit seiner SG Wincheringen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dafür sorgt schon das jüngste Remis gegen Konz: „Zewen hat für das Ergebnis Respekt verdient. Sie werden anders auftreten als im Hinspiel, aber wir werden alles geben, um die Punkte bei uns zu behalten.“

Merzkirchen, So., 15.30h, 15.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes