Während die DJK St. Matthias nach ihrem 3:0-Auswärtserfolg bei der SG Weintal ihre Spitzenposition ausbaut, hängen die Weintaler in der erweiterten Abstiegszone fest. Die Entscheidung reifte aber erst in der umkämpften Schlussphase.
Wie SG-Tainer Dominik Bosl berichtet, gestaltete sich die Partie bis zur Halbzeit komplett offen. „Außer ein paar Standards und Fernschüssen haben wir nichts zugelassen. Im Gegenteil: In der ersten Halbzeit besaßen wir ein deutliches Chancen-Plus.“ Louis Berens verzog im Eins-gegen-eins am linken Pfosten. Danach scheiterten Maurice Mertz und Carsten Schu am Keeper. Auch der Nachschuss von Herbert Stuhlberg strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Eric Henter verpasste ebenso die Führung (38.). Nach einem Tiefenpass auf Ahmed Boussi ging es dann kurz nach Wiederbeginn schnell, als der Spielertrainer der Mattheiser quer auf den mitgelaufenen Jakob Distino passte und dieser nur noch einzuschieben brauchte (55.). In der Folge spielte der Ligaprimus seine Schnelligkeitsvorteile aus und kam zu etlichen Torchancen. Philipp Benzkirch klärte einen Schuss von Boussi, Harald Fischer vor dem einlaufenden Boussi. Die Entscheidung reifte, als Moritz Jacob mit seinem allerersten Saisontor nach Vorarbeit von Distino zum 2:0 zur Stelle war (85.). Den Deckel legte schlussendlich der Trainer höchstpersönlich drauf, als Boussi kurze Zeit später zum 3:0 traf. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, müssen uns aber den Vorwurf gefallen lassen, drei, vier Hundertprozentige ausgelassen zu haben. Nachdem Mattheis nach der Halbzeit auf Viererkette umgestellt hatte, haben sie unser Offensivspiel besser unterbinden können. Bis auf ein, zwei Distanzschüsse sind wir zu keinen großen Möglichkeiten mehr gekommen. Das 0:1 war ein Torwartfehler, der Mattheis in die Karten gespielt hat. Danach ergaben sich mehr Räume für sie. Letztlich ist das 0:3 etwas zu hoch, doch auch nicht unverdient. Die DJK ist schon die beste Mannschaft der Liga. So fair muss man das anerkennen. Es gibt nicht viele Mannschaften, welche die Geschwindigkeit von Louis Berens und Eric Henter verteidigen können“, resümierte Bosl. Für DJK-Spielertrainer Ahmed Boussi war der entscheidende Punkt die Systemumstellung von Dreier- auf Viererkette. „Ebenso wichtig war, dass wir Jakob Distino und Moritz Jacob ins Spiel gebracht haben. Sie haben frischen Wind von außen reingebracht und unserem Offensivspiel gut getan. Somit hat unsere Bank wieder eine große Rolle gespielt.“ Boussi gab auch zu, dass „die Weintaler sehr gute Umschaltmomente besaßen und in der ersten Halbzeit auch die besseren Torchancen hatten. So haben Leon Gerhard und unsere Abwehr mehrfach in höchster Not gerettet und uns vor einem Rückstand bewahrt. Nach der Umstellung auf Viererklette haben wir viel mehr Zugriff bekommen, die Seiten besser zubekommen und konnten selbst über die Flügel gefährlich werden. Wir haben eine schwierige Auswärtsaufgabe mit Bravour gemeistert.“
