Eine Machtdemonstration der besonderen Art glückte der SG Wawern beim Spiel gegen den SV Konz II. Ein bitterer Tag für die personell angeschlagenen Gäste, die den Hausherren in Hälfte zwei nichts entgegenzusetzen hatten.
Nach einer schwachen Chancenverwertung beim Remis gegen den SV Wasserliesch zeigte die SG Wawern im Heimspiel gegen den SV Konz II ein ganz anderes Gesicht. Nach nur sechs Minuten traf Carsten Vogel zur Führung des Aufsteigers, der durch Vogel gleich zwei weitere Treffer nachlegte (15., 24.). Die Konzer sammelten sich nach dem Hattrick und fanden besser ins Spiel, ohne verkürzen zu können. Auch nach dem Seitenwechsel blieben Tore zunächst aus. Dies änderte sich, als Vogel in der 55. Minute seinen vierten Treffer des Tages verbuchte. Zwar verkürzte Byron Andres Garcia Lemus eine Viertelstunde später auf 1:4, doch danach gab es auf Wawerner Seite kein Halten mehr: Tino Wischnewski (75., 84.), Vogel (79., 87.) und Yannik Temmes (85., 89.) legten binnen 14 Minuten sechs Treffer zum 10:1-Endstand nach.
Eine Pleite, für die Konz-Coach Ralph Güth mehrere Faktoren sah: „Wir hatten uns vorgenommen mit zwei Viererketten defensiv zu stehen. Das hat nicht geklappt. Wir hatten zu viele Fehler im Spielaufbau und daraus resultierten die ersten drei Gegentore. Danach hielten wir dagegen und hatten das Gefühl, dass Spiel drehen zu können. Auch, wenn Wawern ein klares Chancenplus hatte und letztendlich verdient gewann. Nach dem unnötigen 4:0 in der zweiten Halbzeit gingen die Köpfe nach unten. Man hat gemerkt, dass der Kader heute nicht eingespielt ist und uns auch die Luft ausging.“
Dies bestätigte Wawerns Trainer Ralf Reger: „Es war von Anfang an eine klare Sache. Wir wollten Konz nicht ins Spiel kommen lassen und unser Spiel durchsetzen. Das ist uns gelungen. Die ersten drei Chancen waren direkt drin und damit war der Weg geebnet. Gegen Ende der ersten Hälfte nahmen wir den Druck ohne Grund etwas raus. In der zweiten Hälfte wurde es dann aber eindeutig. Auch, weil Konz die konditionellen Mittel fehlten.“
Foto: Alfred Weinandy
