Sieben Spiele, 16 Punkte und direkte Tabellenachbarschaft – mit dem SG Wawern und dem FC Könen stehen sich am Samstagabend der punktgleiche Zweit- und Drittplatzierte in einem Spitzenspiel gegenüber.

Sowohl die SG Wawern als auch der FC Könen spielen bis zu diesem Zeitpunkt eine starke Saison, verbuchten jeweils fünf Siege, bei einem Unentschieden und einer Niederlage. Wenig überraschend finden sich die Mannschaften damit als direkte Nachbarn auf Tabellenplatz zwei und drei wieder. Zumindest an diesem Punktgleichstand könnte sich am Samstagabend etwas ändern, wenn es ins direkte Duell auf dem Ayler Rasen geht. Ein Duell, in dem sich kein Favorit ausmachen lässt und das gerade deshalb beste Fußballunterhaltung verspricht.

Der FC Könen steht aktuell bei drei Liga-Siegen in Folge, zog zudem auch im Kreispokal gegen A-Ligist SV Gutweiler in die nächste Runde ein. Am vergangenen Wochenende tat sich die Elf von Bilal Boussi zwar schwer, sicherte sich mit einer klaren Leistungssteigerung in Hälfte zwei dennoch den Dreier gegen den SV Udelfangen. Dabei verletzte sich allerdings der spielende Co-Trainer und Leistungsträger Marcel Herrig, der bereits Mitte der ersten Hälfte das Feld räumen musste. Dies könnte laut Boussi die Aufgabe gegen Wawern erschweren: „Es ist ein Topspiel, des Zweiten gegen den Dritten. Es wird ein heißes Spiel und ein 50:50-Spiel. Wir haben Ausfälle zu kompensieren, aber wir werden schauen, dass wir etwas mitnehmen können.“

Punkte nach Könen abgeben, will die SG Wawern keinesfalls. Der Aufsteiger überzeugte bisher mit seiner starken Offensive und stellte diese Stärke am letzten Spieltag erneut unter Beweis. Vergab man gegen Wasserliesch noch viele Chancen, schlug man gegen die Konzer Reserve eiskalt zu, gewann am Ende mit 10:1. Dabei überzeugte einmal mehr Wawern-Neuzugang Carsten Vogel, der seine persönliche Torausbeute auf 17 Treffer aufstockte und damit nur drei weniger erzielte als der kommende Gegner (20). Wawerns Trainer Ralf Reger ist allerdings bewusst, dass die personell geschwächten Konzer kein Prüfstein für das Duell gegen den Tabellennachbarn waren: „Mit Könen wartet jetzt noch mal ein ganz anderer Gegner. Sie sind eine starke Mannschaft, haben Erfahrung und eine gute Spielanlage. Ich rechne mit einem spannenden Spiel, das so oder so ausgehen kann. Zuhause wollen wir aber wieder gewinnen.“

Im Duell des Zweit- und Drittplatzierten dürfen beide Mannschaften bei einem Sieg auf die Tabellenführung hoffen – vorausgesetzt Primus Wasserliesch lässt gegen die Sauertal mindestens einen Punkt liegen.

Ayl, Sa., 28.09., 19.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes