In einem Spiel mit zwei Halbzeiten musste sich die SG Saartal II am Ende deutlich geschlagen geben. Eine Pleite, nach der es im ersten Durchgang nicht aussah.
Die Favoritenrolle war im Spiel der SG Saartal II gegen den SV Konz klar an die Gäste vergeben. Dennoch machten es die Hausherren gut, standen kompakt und setzten im ersten Durchgang Nadelstiche, die nicht in Tore umgemünzt wurden. Konz wiederum nutzte seine Möglichkeiten: Aleksandar Parhamov schloss einen Foulelfmeter zur Führung ab (10.) und legte in der 44. Minute das 0:2 nach.
In Hälfte zwei starteten die Saartaler zunächst einen vielversprechenden Angriff, der abermals nicht zum Torerfolg führte, ehe die Konzer das Spiel binnen fünf Minuten entschieden: Cédric Weber vollendete einen Konter zum 0:3, Leon Bottler traf zum 0:4 (56.) und als Dritan Latifi (57.) das 0:5 nachlegte, war die Partie vollends entschieden. Der Tabellendritte spielte es im Anschluss sauber runter und legte durch Parhamov (69.), Kai Werner (73.) und Pascal Heinz (90.) weitere Tore zum 0:8-Endstand nach.
Ein Kantersieg, den Konz-Coach David Kwast auch mit der Fitness seines Teams begründete: „Die erste Halbzeit war ziemlich zerfahren. Wir versuchten, Fußball zu spielen und Schoden stellte einen defensiven Block. Da machte die individuelle Klasse von Aleks Parhamov den Unterschied. Er holte einen Elfmeter raus, verwandelte ihn selbst und machte dann aus einer Halbchance noch ein Tor. In der zweiten Halbzeit merkte man, wie fit unsere Jungs sind. Ich hatte nicht das Gefühl, als würde einer von ihnen nachlassen – ganz im Gegenteil. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen.“
Einen zunächst guten Auftritt sah auch Thomas Konz, der SGS-Coach Erhard Gross an der Seitenlinie vertrat: „Wir machten in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel und im Endeffekt wäre ein Unentschieden zur Pause nicht unverdient gewesen. Leider verursachten wir einen unnötigen Elfmeter und kassierten das 0:2 nach einer Balleroberung, bei der wir den Ball direkt wieder herschenkten. Mit dem 0:3 und 0:4 gingen die Köpfe dann runter und wir setzen Konz zu wenig entgegen. Es war ein hochverdienter Sieg für die Konzer, die ihre Stärke, das Umschaltspiel, gut ausspielten. Bei uns war die Absicherung nicht gut.“
Foto: Alfred Weinandy
