Nur noch ein kleines Wunder könnte für ein Happy-End beim zweiten Anzug der SG Rascheid/Geisfeld/Reinsfeld sorgen. Dann nämlich, wenn das Team von Trainer Jan Kolling anfängt, konstant dreifach zu punkten.
Damit sollte man spätestens in der anstehenden Partie gegen die vor den Rascheidern platzierte SG Osburg beginnen. Insgeheim allerdings geht man auch im Hochwald nicht mehr von einem Verbleib in der Kreisliga A aus. Doch solange theoretisch noch alles möglich ist und man die Realität ausblendet, kann auch das Kolling-Team noch hoffen. Die Osburger ihrerseits wehren sich vehement gegen einen möglichen Abstieg in die B-Klasse. Das jüngste 0:1 vor eigenem Publikum gegen den SV Trier-Irsch ließ einen enttäuschten Co-Spielertrainer Luca Leonhard zurück. „Da war deutlich mehr drin, uns hat zum wiederholten Male das Spielglück, aber auch die letzte Konsequenz gefehlt. Wie sagt man so schön, wenn man unten steht: Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß. Will heißen, dass es uns nicht beschieden ist, auch mal ein enges Spiel zu gewinnen, weil es an Kleinigkeiten fehlt.“ Nun bemüht Leonhard schon wieder die Brechstange. „Wir sind dazu verdammt, drei Punkte in Rascheid einzufahren, sonst wird es richtig eng. Gegen wen wollen wir dann überhaupt noch punkten? Es ist hopp oder top.“ Dabei geht Leonhard davon aus, dass selbst der Gegner, der eigentlich nichts mehr zu verlieren hat, mit offenem Visier agiert. „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben. Wir müssen geduldig sein und wollen auch mal selbst in Führung gehen, um Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen. Dabei muss die defensive Grundordnung gewährleistet sein.“ Leonhard wolle mit seiner Mannschaft die gewohnte Zweikampfhärte zeigen, müsse aber auch enorm viel in die Laufarbeit investieren. Freitagabend wolle man damit anfangen, vor einer sicherlich guten Kulisse. Der 26-Jährige ist auf der Sechs gesetzt, während Martin Dellwing aus einer Verletzung zurückkommt. Wenn alle Stricke reißen, steht auch Routinier Michael Höllen wieder bereit.
Rascheid, Freitag, 5.4., 18.30h
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