Die Scharte aus dem mit 3:4 verlorenen Spiel gegen die SG Niederkell auswetzen wollen Klaus Grüber und die SG Kordel im Heimspiel gegen den zweiten Anzug des FSV Tarforst.
Zwar wolle sich der Coach des Tabellenneunten nicht nach dem Gegner richten, doch auch er weiß, dass es für „Tarforst die wohl letzte Chance ist, noch mal heranzukommen ans untere Mittelfeld. Entsprechend motiviert und aggressiv werden sie auftreten und uns das Leben schwer machen. Für uns geht es aber darum, Wiedergutmachung aus der Pleite gegen Kell zu betreiben und dreifach zu punkten. Denn auch wir sind noch nicht durch“. Beim 2:5 im Hinspiel auf der Tarforster Höhe habe seine Mannschaft das bis dato schlechteste Spiel geboten. „Im ersten Heimspiel in Kordel seit längerer Zeit haben wir in kämpferischer und auch in spielerischer Hinsicht noch etwas gutzumachen. Da zählen keine Ausreden“, weiß Grüber um die Schwere der Aufgabe. Während Marvin Roth aufgrund einer Schambeinentzündung bis zum Saisonende ausfällt, kommt Kingsley Essouma aus seinem Heimaturlaub aus Kamerun zurück. Schwierig ist die Lage bei der zweiten Mannschaft des Rheinlandligisten aus Tarforst. Nach der 2:3-Heimpleite gegen Schweich II habe man nicht nur ein wichtiges Spiel in den Sand gesetzt, sondern auch den Abstand auf das rettende Ufer nicht verringern können. Den ersten Nichtabstiegsplatz belegt momentan der VfL Trier, der drei Zähler Vorsprung auf die Höhenstädter hat. Um sich aus der misslichen Lage zu befreien, bedarf es nicht nur einer Leistungssteigerung, sondern drei Punkte. FSV-Coach Steffen Hilmer appelliert an den Ehrgeiz der Truppe. „Das Spiel steht unter ähnlichen Voraussetzungen wie die Partie gegen Schweich II (2:3). Wenn Kordel gewinnt, können sie für die A-Liga planen. Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel, das wir gewinnen müssen. Denn Osburg wird gegen Rascheid sehr wahrscheinlich nichts anbrennen lassen und auch gewinnen.“ Hilmer, der zum Saisonende das Traineramt abgibt und sich künftig wieder auf die Aufgaben als Jugendleiter konzentriert, berichtet, dass „wir uns zuletzt zu leicht von Negativmomenten im Spiel beeinflussen ließen. In den letzten zwei Spielen haben wir Führungen aus der Hand gegeben. Da müssen wir die Fehlerkette minimieren. Das darf uns einfach nicht passieren. Wir müssen selbstbewusster auf den Platz gehen und über die Emotionen und Zweikämpfe kommen“. Bis auf den rotgesperrten Oleksii Katkov und den an einer Fußverletzung laborierenden Leon Fuchs hat der FSV wohl alle Spieler an Bord.
Kordel, Sonntag, 7.4., 14.30h
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