Lange Zeit sah es danach aus, als könnte Kellerkind Geisfeld im Derby zumindest einen Punkt halten. Daraus wurde zum Leidwesen der Hausherren – trotz einer zufriedenstellenden Leistung – aber nichts.

Auch im zweiten Spiel der Restrunde wurde die SG Züsch nicht den eigenen Ansprüchen gerecht, wenngleich erneut ein Sieg zu Buche stand. „Dass es eine schwere Aufgabe werden würde, war uns klar, aber die Art und Weise war enttäuschend. Es fehlten uns vier, fünf Schlüsselspieler, die wir gar nicht kompensiert bekamen. Am Ende mit zehn Mann noch zu gewinnen, ist gut – doch wie gesagt: Die Art und Weise gibt zu denken. Über unser Spiel gibt es heute eigentlich nichts Positives zu erwähnen“, sah Trainer Andreas Weber mehr Schatten als Licht.

Die Geisfelder Reserve verkaufte sich hingegen teuer, hielt das eigene Tor bis zur Pause sauber und führte nach einem Freistoßtor von Leon Jutz (44.). Züsch meldete sich nach dem Seitenwechsel durch Moritz Meurer zurück im Spiel (51.), kassierte in der 72. Minute aber eine Gelb-Rote Karte. Am Ende war das Spielglück dennoch aufseiten des Favoriten: Rene Probst verwandelte in der 86. Minute einen Handelfmeter zur Züscher Führung und schob in der 90. Minute zum 1:3-Endstand ein.

Für Geisfelds Trainer Michael Dziubany ein Spiel, bei dem mehr möglich gewesen wäre: „Ich denke, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. So ist es einfach bitter. Wir führten 1:0, hatten nach dem 1:1 noch einen Mann mehr. Vielleicht wollten unsere Jungs zu sehr auf den Sieg gehen, statt das 1:1 in Überzahl runterzuspielen. Ich bin dennoch mit der Mannschaft zufrieden. Nach der Vorbereitung habe ich uns schon auf dem Boden gesehen und dachte, wir können anfangen, für die C-Klasse zu planen. Es gab aber noch mal einen Aufschwung und die Trainingsbeteiligung ist gut. Wenn wir das beibehalten, folgen die Ergebnisse hoffentlich.“