Mit einem 4:2-Erfolg gegen den SV Mehring wahrt der SV Schleid seine Minimalchancen auf den Klassenverbleib.




Dabei geriet das Team von Taner Weins und Tim Hartmann zunächst in Rückstand. Eine bemerkenswerte Aufholjagd sicherte den Grün-Weißen doch noch den verdienten Sieg. Um weiter vom Klassenverbleib träumen zu können, benötigt der SVS am kommenden Samstag in Tawern einen weiteren Sieg. Es ist aber auch eine gänzlich andere Konstellation möglich, dass zwei, drei oder gar vier Mannschaften mögliche Entscheidungsspiele austragen, um den dritten und vierten Absteiger zu ermitteln. In Schleid waren die Mehringer auf Krawall gebürstet und legten bereits in der neunten Minute durch Jan Niedenführ vor. Der brauchte einen Querpass von Simon Monzel nur einzuschieben. Doch Schleid blieb die Antwort nicht lange schuldig und kam durch Luca Eichner zum 1:1-Ausgleich. Der Kapitän hatte per Dropkick ins untere rechte Eck getroffen (19.). Jannik Grün war es schließlich, der in der 32. Minute eine scharfe Hereingabe von Elmedin Shabani am langen Pfosten stehend zur Führung verwertete – 2:1. Kurze Zeit zuvor hatte Niedenführ selbst auf 2:1 für den SVM erhöhen können, als er allein auf Schleids Torwart Dominic Grün zulief, aber scheiterte. Nach dem Seitenwechsel machte Schleid Nägel mit Köpfen und stellte binnen fünf Minuten auf 4:1. Robin Braun hatte nach Vorarbeit von Jannick Kawik per Hackentor zum 3:1 genetzt, ehe Kawik nach einer zu kurzen Rückgabe von Burak Sözen auf seinen Torhüter Raphael Regneri einschob (54.). Als Spielertrainer Simon Monzel nach Vorarbeit von Felix Hübner zwölf Minuten vor Schluss auf 4:2 verkürzte, war plötzlich nochmal Spannung in der Partie. Doch Schleid ließ sich den Sieg nicht mehr aus den Händen nehmen. Der Sieg war allemal verdient und hätte auch weitaus höher ausfallen können. Denn Kawik, Visar Kadri und Braun hatten Riesenchancen, den Vorsprung noch komfortabler auszugestalten. Spielertrainer Taner Weins jedenfalls war zufrieden. „Der Sieg ist definitiv verdient. Wir wurden mit dem ersten Angriff kalt erwischt, mussten uns einmal schütteln und hatten danach die Spielkontrolle. Doch wir haben Chance um Chance vergeben. Da hatten wir sogar Glück, dass Dominic gegen Niedenführ stark pariert und wir nicht wieder in Rückstand geraten sind. Hinten raus hatten wir so viele Chancen und müssen die Partie viel früher entscheiden. Schade, dass wir nach dem 4:1 nachgelassen haben, weil wir nicht mehr so viel investiert haben. Jetzt haben wir den nächsten Matchball in Tawern, den wir nutzen wollen“, erklärte Weins noch einmal die Konstellation. Für den SV Mehring wird es einen Spieltag vor Schluss noch einmal brenzlig. Mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Schleid und Zewen steht der SVM im finalen Heimspiel gegen den starken FSV Salmrohr unter Zugzwang. Mehrings Spielertrainer Simon Monzel war sichtlich angefressen nach der neuerlichen Niederlage. „Ich ärgere mich immer noch über das Ergebnis. In der ersten Viertelstunde waren wir die bessere Mannschaft und gehen auch verdient in Führung. Wie schon gegen Niederemmel lassen wir nach und hören auf Fußball zu spielen, verstecken uns und haben alles vermissen lassen, was den Abstiegskampf ausmacht, wie Leidenschaft, Zweikampfverhalten usw.. In den letzten 15 Minuten haben wir das Tempo noch einmal erhöht, kamen zu ein paar Chancen, doch Schleid hätte es vorher schon klarer machen können. Mit der wenigen Bereitschaft, alles zu geben, reicht es derzeit nicht für die Bezirksliga. Wir müssen uns erheblich steigern gegen Salmrohr, wenn wir eine Siegchance haben wollen.“

Foto: Sandra Maes