Nach einem guten Start in die Saison wollte die SG Saartal im Heimspiel gegen den FSV Salmrohr zeigen, dass man ihm – anders als in der Vorsaison – die Stirn bieten kann. Eine Marschroute, von der man früh abkam, denn die Gäste waren in allen Belangen überlegen.
Die bis dato ungeschlagene SG Saartal empfing den FSV Salmrohr mit einer breiten Brust und wollte sich in Schoden für die drei – teils überdeutlichen – Vorjahresniederlagen revanchieren. Daraus wurde nichts, denn vor rund 280 Zuschauern war der Titelaspirant aus Salmrohr von Beginn an feldüberlegen. Bereits in der 13. Minute nutzte Hendrik Thul einen Strafstoß zur Gästeführung. Der FSV drängte im Anschluss auf weitere Tore, ließ jedoch Möglichkeiten ungenutzt. Er in der 28. Minute baute Jan Brandscheid den Vorsprung aus. Für den 3:0-Pausenstand sorgte Thul mit seinem zweiten Treffer des Tages (38.).
Nach dem Seitenwechsel schafften es die Saartaler nicht, das Ruder rumzureißen. Hendrik Thul traf in der 51. und 57. Minute zwei weitere Male und egalisierte damit den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Nicolas Jakob (55.). Denn statt einer Aufholjagd kam es für die Hausherren nun knüppeldick: Noah Wrusch (58., 66.) und Brandscheid (63.) schraubten das Ergebnis binnen acht Minuten auf 8:1 in die Höhe. Tobias Klein (72.) und Wrusch (84.) stellten gegen gebrochene Schodener schließlich auf den zweistelligen Endstand (10:1).
Eine Gegentorflut, die für Saartals Trainer Jan Mombach nur schwer erklärbar war: „Bis zum Anpfiff waren wir heiß, aber dann brachten wir es nicht auf die Platte. Ich bin immer noch ein wenig konsterniert. Mit einer Niederlage können wir leben, aber in dieser Höhe macht es mich extrem angefressen. Woran hat es gelegen? Wir waren nicht so griffig, wie wir es uns vorgenommen hatten – Salmrohr war es. Wir waren nicht im Ansatz so torgefährlich, wie wir es uns vorgenommen hatten – Salmrohr war es. Wenn wir mit 0:5 in die Pause gehen, dürfen wir uns nicht beschweren. Es war nicht nur eine Klasse, sondern gleich zwei Klassen Unterschied. Am Ende gaben wir uns auch einfach auf.“
Auf der Gegenseite bestätigte Salmrohrs Trainer Rudi Thömmes die Überlegenheit seiner Elf: „Wir hätten in der ersten Halbzeit höher führen müssen, schlossen aber viele Aktionen nicht konzentriert ab. Wenn man aber 10:1 gegen einen Mitfavoriten gewinnt, kann es nicht viel zu meckern geben. Es war eine super Leistung.“ Das Kuriose: Für die Thömmes-Elf war es nach dem 10:0 gegen die DJK St. Matthias Trier bereits der zweite Sieg in zweistelliger Höhe in Folge.
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