Auf fünf deutliche Siege wollte der FC Könen im Derby beim SV Konz den sechsten Streich folgen lassen. Daraus wurde jedoch nichts, denn gegen defensiv gut organisierte Hausherren biss sich der B-11-Primus zum ersten Mal in dieser Saison die Zähne aus.
Mit fünf Siegen aus fünf Spielen und 35:9-Toren war der FC Könen perfekt in die Spielzeit 26/27 gestartet. Am vergangenen Wochenende wollte der FCK diese beeindruckende Serie im Derby beim SV Konz fortsetzen. Dieser Plan ging jedoch nur bedingt auf.
Nach einer Anfangsphase mit mehr Spielanteilen für die Gäste ,aber keinen nennenswerten Möglichkeiten, drückte Lukas Mees einen verlängerten Einwurf zur Könen-Führung (24.) über die Linie. Rund eine Viertelstunde später glich Konz durch Robin Meyer, der einen Strafstoß verwandelte, zum 1:1 aus (40.). Der Jubel über den Ausgleich verstummte nur Momente später: Könen startete einen Angriff, setzte sich an der Außenbahn durch und vollstreckte durch Mika Rörsch zum 2:1-Pausenstand (41.).
Im zweiten Durchgang blieb sich der SV Konz seiner defensiven Ausrichtung treu, verhinderte weitere Einschläge und setzte seinerseits Nadelstiche. Einer dieser Angriffe führte in der 88. Minute zu einem weiteren Strafstoß, den Niklas Keil zum 2:2-Endstand und damit dem ersten Punktverlust Könens verwandelte. Für SVK-Coach David Kwast war es ein angemessenes Ergebnis: „Könen war stark und die erste Halbzeit ging an sie. Die zweite ging an uns und insgesamt war es ein gutes Spiel von allen Beteiligten. Wir hatten heute eine defensive Grundordnung und überließen Könen den Ball. Man muss sich auch eingestehen können, wenn eine Mannschaft fußballerisch besser ist, und das ist Könen aktuell. Wir setzten unseren Plan aber gut um. Es war ein guter Tag im Kreisligafußball.“
Trotz des ersten Punktverlusts behauptete der FC Könen die Tabellenführung. Der Grund: Auch der punktgleiche SV Fisch spielte erstmals in dieser Saison Remis. Entsprechend war der erste Punktverlust für Spielertrainer Marcel Herrig zwar „ärgerlich, aber verkraftbar“: „Die zwei Elfmeter gegen uns, kann man als strittig bezeichnen und muss man nicht unbedingt geben. Nichtsdestotrotz: Wenn man 1:0 vorne liegt und nach dem Gegentor auch direkt wieder 2:1 führt, Chancen hat, das Ergebnis höher zu gestalten, muss man es nutzen. Es fehlte uns an der Effektivität. In einem Derby war es dann nur eine Frage der Zeit – auch weil Konz drückte –, bis wir die Führung nicht mehr halten konnten. Trotz der ersten Punktteilung sind wir weiterhin Tabellenführer. Das Unentschieden ist zwar ärgerlich, aber verkraftbar.“
Foto: Alfred Weinandy
