Der SV Trier-Olewig verbuchte zwar mehr als die doppelte Punktzahl des kommenden Gegners, konnte in diesem Jahr aber noch keinen Zähler einfahren. Gegen Gielert soll diese Negativserie nun enden, doch mit dem Kellerkind wartet ein hochmotiviertes Team, das sich keine Nullrunde leisten kann.

Der Kader des SV Trier-Olewig verfügt zweifellos über reichlich Talent und potentiell über die Qualität, um um die obersten Plätze mitzuspielen. Dies war in dieser Saison aber nicht der Fall. Denys Surma, der das Traineramt von Sebastian Herz übernahm, muss in dieser Spielzeit einen schwierigen Umbruch moderieren, der durch die Verletztenmisere der Trierer noch erschwert wird. Bereits am dritten Spieltag konnte der SVO die Ausfälle nicht mehr kompensieren und verlor vier Spiele in Folge. Nach der Rückkehr einiger Spieler bis zur Winterpause nur noch eines, besiegte man in dieser Phase den Tabellenzweiten Ehrang, den Drittplatzierten Thomm und teilte sich gegen Primus Tarforst II die Punkte – ein Ausblick auf das, was möglich sein kann. 

Trotz einer guten Wintervorbereitung stehen die Olewiger in der Restrunde nun vor dem altbekannten Problem und verloren sowohl gegen Pölich, Ruwertal II als auch gegen die SG Hochwald II. Niederlagen, die die letzten Hoffnungen auf einen Podiumsplatz in dieser Saison begruben. Zu schaffen macht den Trierern, die über einen breiten Kader verfügen, nicht die Zahl der Ausfälle, sondern die Art der Ausfälle. Wie Surma anmerkt, bestünde die eine Hälfte des Kaders aus sehr erfahrenen, älteren Spielern und die andere aus jungen, talentierten wie ambitionierten Spielern. Da gleich mehrere der „alten Hasen“ öfter fehlen würden, fehle es auch an der nötigen Balance auf dem Spielfeld. Ein Generationswechsel, den der Tabellensiebte in dieser Spielzeit überstehen muss.

In einem Umbruch, wenngleich der anderen Art, befindet sich auch der FC Gielert. Der FC ist nach langer SG-Zeit im ersten Jahr der Eigenständigkeit und musste sich als Mannschaft erst finden. Ein Prozess, der weiter andauert, laut Trainer Benjamin Ziegler aber mittlerweile Früchte trägt. Die Mannschaft rücke Stück für Stück zusammen und stabilisiere sich in ihren Leistungen. Und das, obwohl die Tabellensituation alles andere als förderlich ist. Mit elf Punkten steht Gielert mit dem Rücken zur Wand und sieben Punkte hinter dem TuS Schweich III auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Der Klassenerhalt wird somit bei sieben ausstehenden Partien zur Mammutaufgabe, der sich der FCG stellt. Solange es rechnerisch möglich sei, gebe man die Hoffnung nicht auf und glaube weiter an das fast Unmögliche. 

Dieser Glaube zeigt sich in den Leistungen des Tabellenvorletzten: In den vier Spielen nach der Winterpause verbuchte man vier Punkte – eine ordentliche Ausbeute, die noch besser hätte ausfallen können, wäre nicht die jüngste Last-Minute-Niederlage gegen den SV Trier-Irsch II gewesen. Aber auch in diesem Spiel gaben sich die Gielerter nicht auf und kämpften sich nach einem 1:3-Rückstand zum zwischenzeitlichen 3:3 zurück. Solch einen Einsatz wird man nun auch gegen den SV Trier-Olewig benötigen, um Punkte zu entführen. Insbesondere, da die Gastgeber trotz ihrer schwierigen Lage auf die ersten Punkte in 2025 aus sind. 

Das Hinspiel gewannen die Trierer mit 8:3. Gielert lag damals früh mit 2:0 in Führung, ehe der SVO die Partie noch vor der Pause drehte und das Ergebnis im zweiten Durchgang in die Höhe schraubte. Mit einem solchen Leistungseinbruch des FC ist aktuell kaum zu rechnen. Auf dem Kürenzer Hartplatz könnte daher eine spannende Partie warten.

Trier-Kürenz, So., 06.04., 14.30h