11ER: Der Auftakt in die Restrückrunde ist, ähnlich wie im Vorjahr zur gleichen Zeit, gelungen. Welche Leistung haben Sie und Ihr Cheftrainer Andreas Schneider beim 2:0-Auswärtssieg in Waldweiler gegen die SG Niederkell wahrgenommen?

Louis Welter: Wir wussten um die enorme Wichtigkeit des Spiels und sind sehr froh, mit drei Punkten aus der Winterpause gestartet zu sein. Schon beim Warmmachen hat man gemerkt, dass die Jungs heiß, fokussiert und voller Vorfreude auf das Spiel waren. Genau diese Attribute und Grundtugenden mussten wir auf den Platz bringen – und das haben wir über die gesamten 90 Minuten auch getan. Unterm Strich war es ein verdienter und vor allem wichtiger Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, auf der wir in den kommenden Spielen aufbauen wollen.

11ER: Gab es auch Dinge oder Phasen, in denen der Sieg gefährdet war?

Welter: Nach der Pause hatten wir unsere schwächste Phase im Spiel. In dieser Zeit können wir uns bei Chris Weingärtner bedanken, der uns mit drei starken Paraden im Spiel gehalten hat. Da hatten wir auch etwas Glück, dass wir nicht den Ausgleich kassiert haben. Umso wichtiger war dann das 2:0 durch Carsten Reis zu diesem Zeitpunkt des Spiels.

11ER: Der Name Carsten Reis steht für Qualität und Nachhaltigkeit seit vielen Jahren. Was zeichnet ihn aus?

Welter: Carsten bringt vor allem Erfahrung, Ruhe und ein großes Spielverständnis mit. Er kann ein Spiel gut strukturieren und hat die Fähigkeit, es jederzeit mit einer Einzelaktion zu entscheiden. Zudem hat er noch immer einen enormen Ehrgeiz und will jedes Spiel gewinnen. Wir sind unglaublich froh, ihn in unseren Reihen zu haben und hoffen, dass er noch viele Spiele für uns absolvieren kann.

11ER: Andreas Schneider hat zum Saisonende seinen Rückzug angekündigt. Wie bewerten Sie den Ausstieg des Trainers, der im Vorjahr mit einer fulminanten Aufholjagd tatsächlich den kaum noch für möglich gehaltenen Ligaverbleib gesichert hat?

Welter: Es ist extrem schade, dass Andi aufhört. Wir haben über die Zeit sehr gut zusammengearbeitet und uns sowohl auf als auch neben dem Platz immer bestens verstanden. Seine Entscheidung ist aber absolut nachvollziehbar – am Ende haben Job und Familie natürlich Priorität.


11ER: Die Frage richtet sich an den scheidenden Coach Andreas Schneider: Was waren die ausschlaggebenden Gründe, das Traineramt am Saisonende abzugeben?

Andreas Schneider: Ich habe den Vorstand im Januar darüber informiert, dass ich nach der laufenden Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehen werde. Aufgrund einer beruflichen Veränderung gelingt es mir nicht mehr, Beruf und Familie so miteinander zu vereinbaren, dass ich das Traineramt weiterhin in der bisherigen Intensität ausüben kann. Mir war es daher wichtig, den Vorstand frühzeitig zu informieren, damit ausreichend Zeit bleibt, in Ruhe einen Nachfolger zu finden. Umso erfreulicher ist es, dass diese Personalfrage inzwischen geklärt werden konnte. Zur kommenden Saison wird Benny Weiler das Traineramt übernehmen. So haben alle Planungssicherheit.

11ER: Herr Welter, wie geht es bei Ihnen persönlich weiter in der neuen Saison? Kehren Sie wieder auf den Platz zurück?

Welter: In der kommenden Saison werde ich weiterhin als Co-Trainer arbeiten und Benny unterstützen. Nach meiner Verletzung geht es bei mir Schritt für Schritt voran. Ob ich noch einmal selbst aktiv auf dem Platz stehen werde, kann ich aktuell aber noch nicht sagen. Natürlich kribbelt es in den Füßen und man würde der Mannschaft gerne auch auf dem Platz helfen. Ich lasse mir aber die Zeit, die ich brauche, und dann wird man sehen, was die Zukunft bringt.

11ER: Was sagen Sie zu der Verpflichtung von Benny Weiler als neuem Cheftrainer?

Welter: Mit Benny hatten wir gute und offene Gespräche. Er hat zuletzt in Ehrang sehr gute Arbeit geleistet und bringt viel Erfahrung mit. Deshalb sind wir froh, dass wir ihn als Trainer für uns gewinnen konnten. Es war wichtig, frühzeitig Klarheit für die kommende Saison zu schaffen. Nichtsdestotrotz liegt unser voller Fokus jetzt auf der Rückrunde – wir haben noch neun Endspiele vor uns und glauben fest daran, den Klassenerhalt zu schaffen.

11ER: Wie wichtig wäre ein zweiter Sieg jetzt gegen den VfL Trier?

Welter: Ein weiterer Sieg gegen den VfL wäre für uns natürlich enorm wichtig. Wir möchten unseren positiven Lauf fortsetzen und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen. Die Liga ist aktuell sehr ausgeglichen, sodass sich noch rund die Hälfte aller Mannschaften im Abstiegskampf befindet. Umso wichtiger ist es für uns, gegen den VfL weitere Punkte einzufahren.

11ER: Wie schätzen Sie den kommenden Gegner ein?

Welter: Der VfL ist eine sehr junge, spielstarke und gut strukturierte Mannschaft. Gerade in der Offensive verfügen sie über individuell starke und talentierte Jungs, die jederzeit für Gefahr sorgen können. Schon im Hinspiel, bei dem wir im Sommer bei extremer Hitze einen Punkt holen konnten, hat man gesehen, dass sie jederzeit in der Lage sind, ein Tor zu erzielen.

11ER: Welche Rolle kann neben Carsten Reis auch Julian Weber spielen? Was zeichnet ihn aus?

Welter: Julian ist für uns ein sehr wichtiger Spieler, weil er viel Dynamik und Einsatzbereitschaft mitbringt. Er arbeitet sowohl offensiv als auch defensiv enorm viel für die Mannschaft. Wenn er sein Tempo mitnimmt, ist er meist nur durch Fouls zu stoppen.