Während Absteiger SG Niederkell gleich mit den ersten beiden Pflichtspielen der Saison ein Ausrufezeichen setzte, lässt sich die (Früh-)Form der SG Pölich nur schwer einschätzen. Die Elf von Damian Stoklosa steht vor einem schwierigen Auftaktprogramm und das Spiel in Mandern dürfte einen Ausblick auf die kommenden Wochen bieten.
Die SG Niederkell hat eine schwierige Saison 2025/26 hinter sich. Im ersten Jahr unter Spielertrainer Robin Witzel legte man zwar einen ordentlichen Start hin (sechs Punkte aus drei Partien), ließ aber dann Federn. Insbesondere die Punktausbeute in der zweiten Saisonhälfte (vier Zähler aus 13 Spielen) genügte nicht, um den Abstieg abzuwenden. Bitter, denn der VfL Trier und damit das rettende Ufer waren gerade einmal zwei Zähler entfernt.
Nach dem Seuchenjahr wollen die Niederkeller in diesem Fußballjahr ein anderes Gesicht zeigen – und tun dies bisher mit großem Erfolg. Die Vorbereitung der Witzel-Elf verlief gut und die Testspiele fielen überwiegend positiv aus. Einen Hinweis auf die diesjährigen Ambitionen bot das A/B-Pokalspiel gegen Ligakonkurrent SG Ruwertal Gutweiler II, den man mit 9:1 abfertigte. Und auch am ersten Spieltag zeigte der Absteiger seine fußballerische Klasse und schenkte Staffelwechsler DJK Morscheid sieben Tore ein. Ein Kantersieg, zu dem Niederkells Ausnahmespieler Jakob Reichert vier Tore beitrug. Selbstredend, dass die SGN mit diesem Erfolg gleich an die Tabellenspitze der B-11 schoss. Einen Platz, den man im ersten Heimspiel des Jahres bestätigen möchte. Auch, um den eigenen Fans einen Sieg auf heimischem Rasen zu schenken, der im letzten Jahr bei drei Erfolgen aus 13 Heimspielen eher die Ausnahme statt die Regel war. Einen Freifahrtschein auf die drei Punkte gibt es an diesem Wochenende jedoch nicht, denn mit der SG Pölich wartet ein interessanter Gegner und laut Spielertrainer Robin Witzel ein „direkter Konkurrent um die oberen Plätze“.
Die Pölicher starteten im vergangenen Jahr eine Art Umbruch, welcher in dieser Saison fortgeführt werden soll. Nach der Trennung vom langjährigen Coach übernahmen im letzten Winter Spieler Sandro Kreten und Zweite-Mannschaft-Coach Patrick Kastner die Elf. Es folgt eine Erfolgsserie, bei der man in neun der zehn verbleibenden Saisonspiele punktete und noch auf Rang fünf vorrückte. Das Trainer-Duo bewies damit, welche Qualität in der Mosel-Elf schlummert. Eine Qualität, die nun der neue Coach Damian Stoklosa auf den Rasen bringen soll. Neben Stoklosa fanden auch mehrere Spieler wie Mehrings Carsten Cordier oder Rückkehrer wie Fitim Zeneli den Weg zur SGP. Im Gegenzug rückten gestandene Spieler wie Heiko Schmitt ins zweite Glied, was die Mannschaft verjüngte.
Maßnahmen, die zu fruchten scheinen, denn der Saisonstart der Pölicher kann sich sehen lassen. Im Kreispokal schlug man A-Ligist SG Sauertal, der mit einem 5:1-Sieg in die Saison startete, und gegen den Vorjahresdritten SG Hermeskeil reichte es im Auftaktspiel zu einem Punkt. Wohin es für die Stoklosa-Elf in dieser Spielzeit gehen wird, könnte sich schon früh in der Saison zeigen. Der Grund: Nach der SG Hermeskeil warten an den ersten sechs Spieltagen mit Niederkell, Osburg und Ehrang/Pfalzel drei weitere Mannschaften, die um die vordersten Plätze mitspielen dürften. Das Gastspiel in Mandern wird damit zu einem frühen Gradmesser für die SG Pölich. Nicht zuletzt auch für die Hausherren, welche die jüngsten, eindrucksvollen Leistungen im ersten Pflichtspiel der Saison vor heimischer Kulisse bestätigen wollen.
Mandern, So., 16.08., 14.45h
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