Sechs Siege in Folge haben den SV Trier-Olewig bis auf Rang zwei getragen und den Aufsteiger zur Überraschung der bisherigen A-Klassen-Saison gemacht. Bei der SG Weintal wartet nun allerdings ein Gegner, dessen Tabellenplatz nur bedingt seine spielerische Klasse widerspiegelt.
Der SV Trier-Olewig sicherte sich in der vergangenen Saison durch einen Endspurt die Meisterkrone der B-11 und damit das Ticket für die Kreisliga A. Die Euphorie der Trierer bekam nach guten Testspielergebnissen und einer ordentlichen Vorstellung im Pokal gegen den Vorjahresdritten Schweich II jedoch gleich einen Dämpfer. Der Grund: Im ersten Saisonspiel gegen den aktuell noch punktverlustfreien Spitzenreiter SW Pluwig/Gusterath zeigte man sich in Hälfte eins zu unkonzentriert, kassierte drei Tore und verlor letztendlich mit 0:3. Was in den näcshten Wochen folgte, war entsprechend nicht zu erwarten, denn die Elf von Spielertrainer Denys Surma stürmte von Sieg zu Sieg.
Gegen die ebenfalls gut gestartete Tarforst-Reserve siegte der SVO mit 1:0, fertigte dann Mitaufsteiger Euren (3:0) ab, ehe knappe Dreier gegen Saarburg (2:1) und Welschbillig (2:1) folgten. An den vergangenen beiden Wochenenden revanchierte sich Olewig bei der Schweicher Zweitvertretung (3:1) und entschied gegen den VfL Trier (3:0) ein weiteres Derby für sich. Der verdiente Lohn: 18 Punkte und Tabellenplatz zwei – mit vier Punkten Vorsprung auf die drittplatzierte SG Sauertal. Ein beeindruckender Saisonstart des Aufsteigers, der in den letzten Spielzeiten eher ein Spätzünder war.
Anteil an diesem Erfolg hat nicht nur die treffsicherere Olewiger Offensive, sondern vor allem die Defensive. Erst sechs Gegentore mussten die Trierer hinnehmen, womit man aktuell hinter Primus Pluwig (drei Gegentore) die beste Verteidigung der Liga stellt. Eine Herausforderung für den kommenden Gegner.
Die SG Weintal steht derzeit mit zehn Punkten auf dem siebten Tabellenrang. Eine Platzierung, die über die Weintaler Stärke hinwegtäuschen könnte, denn die SG könnte auch einige Plätze weiter oben stehen. So ließ die Elf von Dominik Bosl zum Auftakt beim TuS Schillingen gute Gelegenheiten ungenutzt und verlor letztlich durch einen späten Strafstoß. Auch in den Spielen gegen Schöndorf (2:3) und Spitzenreiter Pluwig (0:1) unterlag die Weintal-SG mit nur einem Treffer. Da man jüngst ein 2:2 gegen Tarforst II an diese beiden Niederlagen reihte, wartet der Tabellensiebte seit drei Wochen auf einen Sieg.
Eines sollte man beim Blick auf die Tabelle jedoch nicht vergessen: Sowohl Olewig als auch Weintal haben den frühzeitigen Klassenerhalt als Ziel ausgegeben und sind damit mehr als im Soll. Weitere Punkte im direkten Duell würden die bisherigen Leistungen nur bestätigen. In Pflichtspielen standen sich Olewig und Weintal in den letzten drei Jahren nicht gegenüber. Lediglich zwei Testspiele (2025, 2024) stehen zu Buche, die allerdings keinen Aufschluss über die kommende Partie zulassen.
Aufgrund der derzeitigen Tabellensituation geht der SV Trier-Olewig favorisiert in den achten Spieltag. Zudem hat die SG Weintal im zweiten A-Klassen-Jahr durch ihre jungen Spieler keinen Erfahrungsvorteil. Das weiß auch SGW-Coach Dominik Bosl, der insbesondere gegen erfahrene, körperlich starke Gegner Probleme sieht. Dennoch: Weintal stellte an den ersten sieben Spieltagen seine spielerische Klasse unter Beweis und ist damit auch in der Lage, selbstbewussten Olewigern gefährlich zu werden – erst recht, wenn die SGW ihre Abschlussmöglichkeiten konsequenter nutzt, als es bisher der Fall war. Und genau dies dürfte entscheidend sein, wenn man die Punkte in Niedermennig behalten möchte.
Niedermennig, So., 27.09., 15.00h
Foto: Archiv/Maes
