27 Tore auf der einen, 14 auf der anderen Seite und dazu zwei Mannschaften aus der Spitzengruppe: Wenn die SG Saartal den FSV Salmrohr empfängt, spricht vieles für ein torreiches Topspiel. Während der FSV zuletzt mit einem 10:0 für Aufsehen sorgte, geht die SGS noch ungeschlagen in das Duell – allerdings mit einer Serie im Rücken, die für die Gäste spricht.

Wer garantiert keinen langweiligen Fußball sehen will, war in den letzten Wochen bei Spielen des FSV Salmrohr bestens aufgehoben. Die Mannschaft von Rudi Thömmes startete als einer der Top-Aufstiegskandidaten in die Saison, unterlag im ersten Spiel jedoch dem SV Lüxem (1:2). Es folgte eine Reaktion, die die Qualitäten des Teams unterstrich: 4:1 gegen Rheinlandliga-Absteiger Daleiden, 9:1 gegen den TuS Ahbach und ein 6:2 gegen Ligakonkurrent SV Wittlich im Rheinlandpokal. Auch beim SV Tawern hatte der FSV alles im Griff und führte bereits mit 3:0 – ehe Platzverweise, ein Elfmeter und Traumtore binnen elf Minuten für den 3:3-Endstand sorgten. Ein Spiel, über das sich Thömmes immer noch „richtig ärgert“. Was darauf folgte, war wohl eines der kuriosesten Spiele der vergangenen Bezirksliga-Spielzeiten: Nach einer torlosen ersten Hälfte schoss Salmrohr den Aufsteiger DJK St. Matthias Trier II im zweiten Durchgang mit 10:0 ab. Unterm Strich macht das zehn Punkte und 27:7-Tore aus fünf Spielen. 

Bedeutet: In jedem Spiel des FSV Salmrohr fielen bisher fast sieben Treffer. Verantwortlich dafür zeichnen im Salmtal vor allem vier Spieler – Hendrik Thul (6), Noah Wrusch (7), Tobias Klein (4) und Louis Thul (6) –, die 23 der 27 erzielten Tore beisteuern. Eine Offensivpower, mit der aktuell kein anderes Team der Liga mithalten kann. Allerdings wollen die Salmrohrer nicht nur blinden Offensivfußball zeigen. So mahnt Coach Thömmes an, dass man sich im Mannschaftssport Fußball unterstützen müsse und im Defensivverhalten „Luft nach oben“ habe. Insbesondere wenn es darum geht, nach Ballverlusten mit möglichst vielen Spielern hinter den Ball zu kommen. Gelingt das, sollten in dieser noch weitere Spiele ohne Gegentor folgen. Und überhaupt: Gegen den kommenden Gegner könnte eine stabile Defensive der Schlüssel zum Erfolg sein.

Die SG Saartal ist als eine von zwei Mannschaften der Bezirksliga nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen. Mit Siegen gegen Ahbach (1:0) und Tawern (5:0) in die Saison gestartet, legte man zuletzt nach Remis gegen Matthias (2:2) und Sirzenich (1:1) einen Dreier gegen den zuvor unbesiegten SV Trier-Irsch (5:4) nach. Eine Ausbeute von elf Zählern, die aktuell für Rang drei reicht. Die Schodener sind damit direkter Tabellennachbar ihres kommenden Gegners aus dem Salmtal. Und genau wie dieser hat auch die SGS große Offensivqualitäten: Nimmt man die beiden Aufsteiger Tarforst und Schweich aus der Statistik, stellte Schoden (85 Tore) hinter Salmrohr (98) den zweitstärksten Angriff der Vorsaison. Und auch in diesem Jahr sollte die Offensivreihe um Lukas Kramp (vier Tore), Dominik Lorth (zwei Tore) und Nicolas Jakob (zwei Tore) für jede Menge Tore gut sein. 

Der neue Coach Jan Mombach dürfte seinen Blick aber nicht nur auf das gegnerische Tor, sondern auch auf das eigene richten. Der Grund: Im vergangenen Fußballjahr kassierten die Saartaler 75 Gegentore. Ein Beispiel, wie diese Schwäche zu Punktverlusten führte, zeigen die Spiele gegen Ellscheid (4:4) und Lüxem (5:5). In beiden Partien schoss die SGS auswärts mehr als genügend Tore, nahm am Ende aber keinen Dreier mit nach Hause. Dass man dieses Jahr stabiler stehen will und kann, stellte man in den ersten vier Saisonspielen unter Beweis. Lediglich die jüngsten vier Gegentore gegen Trier-Irsch fallen aus der Reihe. Klar ist: Gegen den FSV Salmrohr muss die Saartal-Defensive nun wieder stabiler auftreten als am letzten Wochenende.

Im Duell des Tabellendritten gegen den -vierten wird der Samstag für beide Mannschaften zu einem Gradmesser mit ungewissem Ausgang. Ein klarer Favorit lässt sich nicht benennen, wenngleich der FSV Salmrohr eine beachtliche Serie gegen die Schodener vorweisen kann: Alle fünf direkten Duelle seit 2024 gingen an den FSV. In der vergangenen Saison unterlag die Saartal-Elf den Salmrohrern sogar drei Mal (2:5 im Rheinlandpokal, 6:1 und 0:7). Pleiten, die man bei der SGS nicht vergessen haben dürfte. Allen voran das 0:7, bei dem man die eigenen Chancen in Hälfte eins vergab und im zweiten Durchgang unter die Räder gerät. Beim Wiedersehen in Schoden dürfte man nun eine andere Leistung zeigen und den Negativlauf gegen Salmrohr beenden wollen.

Schoden, Sa., 12.09., 14.30h

Foto: Archiv/Maes