Kenn und Kernscheid glänzen mit Achterpacks – Der SVE souverän in Schweich

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Kenn und Kernscheid glänzen mit Achterpacks – Der SVE souverän in Schweich

14. September 2020, 17:42 Uhr

Schweichs Carl Schartz schirmt den Ball vor Eintracht-Spieler Marc-Andre Jücker ab. Der SVE gewann mit 6:1.

Der zweite Spieltag brachte einige überraschende Ergebnisse. Dabei sparten die Mannschaften nicht mit Offensivpower, denn mit 32 Toren in nur vier Spielen meinten es die Stürmer besonders gut. Dabei taten sich die SSG Kernscheid bei ihrem 8:1 gegen Ralingen II und der TuS Kenn bei seinem 8:3 in Biewer hervor. Die Eintracht-Zweite glänzte in Schweich.

TuS Schweich III – Eintracht Trier II 1:6 (1:2)

Das Ergebnis fiel eindeutig aus. War im ersten Durchgang bei der Eintracht noch etwas Sand im Getriebe, hatte der SVE nach ein paar taktischen Umstellungen die Partie im Anschluss jederzeit im Griff. Mit Max Becker, Aziz Kahyaoglu und Babacar Diop standen auch drei A-Jugendspieler im Aufgebot. Trainer Stefan Fleck: „Mike Richter habe ich etwas geschont, weil er angeschlagen war. Die fünf neu hinzugekommenen Spieler gegenüber dem ersten Spiel haben das recht gut gemacht. Inder ersten Halbzeit, als wir nur 2:1 geführt haben, hat die Abstimmung noch nicht ganz gepasst. Am Ende war Schweich mit dem 6:1 noch gut bedient.“ Marc-Andre Jücker (4.) und Lukas Wegner (20.) bei einem Gegentor von Tobias Knopp )9.) sorgten für eine 2:1-Halbzeitführung. Nach dem Wechsel machte die Eintracht ernst und einteilte auf 6:1. Die weiteren Treffer erzielten Leon Schmid (65.), Becker (75.), Manuel Hubo (80.) und Patrik Trampert (85.). Die Eintracht hat nun drei Wochen Pause und sucht für die spielfreie Zeit noch zwei Testspielpartner. Erst am 4. Oktober geht die Saison beim Spiel vor eigenem Publikum gegen die SG Langsur II weiter. 

SSG Kernscheid – SG Ralingen II 8:1 (4:1)

Kernscheid hatte mit dem Gegner wenig Mühe und überrollte Ralingens Zweite quasi im Schongang. Bereits nach drei Minuten hieß es 2:0 für die Elf von Trainer Edilson Williams, nachdem Rückkehrer Mike Weich und Florian Baus mit Distanzschüssen getroffen hatten. Michael Fischels ließ mit dem Anschluss (21.) kurzzeitig Hoffnungen bei den Sauertalern aufkommen, doch Weichs Doppelpack vor der Pause ebnete der SSG zeitig den Weg zum Sieg. Mustafa Kamal, Marco Blome und zwei weitere Treffer von Weich stellten den Endstand her. Blome wurde in der 35. Minute für den angeschlagenen Dilsad Düz eingewechselt und belohnte sich mit dem 7:1 (82.) auf seine Art. Beim 5:1 von Kamal assistierte der 22-jährige Stürmer. Denis Loisel, Coach der zweiten Kernscheider Mannschaft und immer nah an der Mannschaft, resümierte: „Das frühe 2:0 hat uns schon geholfen, es waren alle in Bewegung, wir haben die einfachen Bälle gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen.“ Alle Vorgaben von Trainer Edilson Williams seien umgesetzt worden. Die Mannschaft befindet sich nach dem freiwilligen Rückzug aus der B-Klasse im Neuaufbau. Loisel: „Der Rückzug war ein richtiger Schritt für uns. Jetzt wollen wir die vielen neu hinzu gekommenen Spieler schnellstmöglich integrieren und können spielerisch sicherlich oben mitspielen.“ Der vom Nachbarn Olewig gekommene Robert Schott soll die Abwehr stabilisieren und „agiert bis jetzt souverän“. Rückkehrer Mike Weich soll eine Führungsrolle übernehmen und ist mit dem Kapitänsamt betraut worden. Und Marco Schirra? Der Torjäger vergangener Jahre ist beruflich stark eingebunden und kann derzeit kaum an den Trainingseinheiten teilnehmen, weil er oft bis 20 Uhr arbeitet. Loisel: „Marco versucht das hinzukriegen.“

TSG Biewer – TuS Kenn 3:8 (2:5)

Der TuS Kenn gewann auch sein zweites Spiel und hatte bei Aufsteiger TSG Biewer die Schussstiefel besonders gut geschnürt. Mit 8:3 fiel der Sieg der Kenner komfortabel aus. Biewer zeigte sich engagiert, glich die TuS-Führung von Arianit Demaj (16.) durch Yannick Carl (22.) zwar aus, doch anschließend waren die TuS-Stürmer zu schnell und ließen durch einen Doppelpack von Arigon Demaj und Valmir Xheladini ein 4:1-Zwischenstand folgen. Filip Udrescu verkürzte auf 2:4, doch Arigon Demaj stellte den alten Abstand wieder her. Bemerkenswert: Biewers Bob Lampertz wurde in der 63. Minute für Yannick Carl eingewechselt und erzielte mit dem ersten Ballkontakt das 3:6. Zuvor hatte Xheladini zum 2:6 getroffen. Ein Eigentor und das abschließende 8:3 durch Daniel Terres machten den Kenner Kantersieg perfekt. Kurios auch bei Kenn: Terres wurde in der 75. Minute für Marc Geib eingewechselt und traf direkt ins Schwarze. TSG-Trainer Sascha Carl fand klare Worte: „Die Jungs aus Kenn waren im Schnitt 13 Jahre jünger. Das hat sich auch bemerkbar gemacht, denn die waren einfach spritziger, giftiger und läuferisch stärker. Die Niederlage ist verdient, aber um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen. Natürlich ärgern mich die individuellen Fehler, die zu Gegentoren geführt haben.“ Kenns Trainer Ralf Maring war vom Auftritt seiner Jungs begeistert. „Wir sind gut gestartet und total happy trotz des Ligawechsels. Wir können, auch wenn die Liga stärker einzuschätzen ist als die Mosel/Hochwald, oben mitspielen, auch wenn die Eintracht klarer Titelfavorit ist. Die ersten zwei Spiele haben gezeigt, dass das möglich ist. Wir müssen versuchen, in einen Flow reinzukommen.“ Spieler des Tages war für Maring Arigon Demaj, der jüngere der beiden Demaj-Brüder. „Ari ist wirklich stark in Form, aber auch Valmir Xheladini hat sich enorm verbessert, vor allem ist er fit.“ Dennoch ärgerten den Trainer des TuS Kenn die drei Gegentore: „Da waren wir, wie schon im Spiel gegen Langsur, ein paar Mal unkonzentriert.“

SV Udelfangen – TuS Issel 4:1 (2:0)

Eine überzeugende Leistung lieferte der im ersten Spiel beim SVE mit 0:7 in die Bredouille geratene SV Udelfangen gegen den TuS Issel ab. SVU-Trainer Michal Janega, der das Traineramt gleichberechtigt mit Dennis Spoden ausübt, war zufrieden. „Eintracht Trier war letzte Woche schon sehr stark, da waren wir chancenlos. Diesmal waren wir die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“ Befragt nach dem Saisonziel hat der erfahrene Coach eine klare Antwort parat: „Wir wollen schon oben mitspielen und unter die ersten Fünf.“ Gegen Issel hatte Jan Pätzold nach zwölf Minuten für die frühe Führung gesorgt. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Mark Wiersch auf 2:0. Als Marcel Ulrich das 3:0 (53.) und Luca Marshall acht Minuten später das 4:0 erzielten, war die Geschichte durch. Erst ein an Michael Roslan verursachter Foulelfmeter von Erik Shigar bescherte den Isselern den späten Ehrentreffer (80.). (ls)

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