Tim Lauer erlöst die Hochwälder mit Tor auf den allerletzten Drücker

Nachberichte, C-Mo-Ho: Glückliches Beuren

Tim Lauer erlöst die Hochwälder mit Tor auf den allerletzten Drücker

14. September 2020, 17:35 Uhr

Tim Kammers (links) und die SG Beuren durften sich über einen Last-Minute-Treffer vom Tim Lauer gegen den SV Farschweiler freuen. Gusenburgs Christop Markeli hatte beim 3:2-Sieg bei der SG Thomm II ebenfalls allen Grund zur Freude.

Der zweite Spieltag brachte bis auf wenige Ausnahmen die erwarteten Spielausgänge. Einziger noch verlustpunktfreier Verein ist die SG Fidei II, die sich auch im zweiten Saisonspiel durchsetzte. Das Team von Thomas Pernack besiegte Schöndorfs zweiten Anzug mit 3:2. Gusenburg und Beuren unterstrichen ihre Ambitionen mit knappen Siegen gegen gutklassige Konkurrenz.

SG Fidei II – FC Schöndorf II 3:2 (1:0)

Gegen einen motivierten Gegner aus Schöndorf lagen die Gastgeber bis zehn Minuten vor Schluss mit 1:2 im Hintertreffen. Nachdem Sebastian Thiel die Fidei in der 19. Minute in Führung brachte, sorgten Alexander Plunien und Alex Hoch mit ihren Toren für die verdiente Gästeführung. Erst ein starker Endspurt bescherte der Elf von Thomas Pernack den erhofften Sieg. Ricardo Rodrigues Pereira (80.) und Christopher Meyer, der Schöndorfs Torwart Andreas Scherf in der 89. Minute überwand, standen dem zweiten Saisonsieg der Fidei-Elf Pate.

SG Niederkell Kell II – SG Rascheid II 4:3 (2:1)

Die neugegründete SG Niederkell Kell II bleibt nach dem spannenden Match gegen Rascheids Bezirksligareserve unbesiegt. In einer engen und umkämpften Auseinandersetzung führte zunächst der Gast, als Luiz Cronauer den mitgelaufenen Michael Dziubany bediente und der 31-Jährige das 0:1 erzielte. Die Keller kamen dann besser ins Spiel und drehten die Partie nach Treffern von David Berens (25.) und Christof Merz (37.) noch vor der Pause. Auch nach dem Wechsel ging es munter weiter. Nils Ludwig glich auf Zuspiel von Cronauer aus (49.), ehe Jan Nasir Ames vom Elfmeterpunkt das Keller 3.2 markierte. Nur acht Minuten später war es erneut Dziubany, der eine Flanke von Yannik Ludwig zum erneuten Ausgleich nutzte – 3:3 (67.). Matthias Lehnen war es schließlich vorbehalten, 20 Minuten vor Schluss den umjubelten 4:3-Siegtreffer für die Mannschaft von Neucoach Nour-Eddine Rasani zu erzielen. 

TuS Reinsfeld II – SG Longuich-Kirsch II 5:1 (1:1)

Was die Erste kann, ist auch der Zweiten beschieden. So fügte sich Reinsfelds Reserve mit seinem 5:1-Sieg gegen Longuich nahtlos ins Erfolgsrezept seiner ersten Garnitur ein, die Tarforsts Reserve mit 8:2 nach Hause schickte. Dabei sah es erst gar nicht nach einem derart klaren Resultat aus, weil Alin Zait die Gäste aus Fell nach einer halben Stunde in Führung brachte. Erst kurz vor dem Pausenpfiff bewahrte Daniel Marx nach Vorarbeit von Andreas Eiden seine Elf vor einem Pausenrückstand – 1:1 (42.). Im zweiten Durchgang ging es dann Schlag auf Schlag: innerhalb von neun Minuten zog der TuS auf 4:1 davon, nachdem Philipp Nalbach (69.), Christoph Kratz (71.) und erneut Nalbach (78.) getroffen hatten. Den Schlusspunkt setzte Eiden, nachdem er in der 87. Minute vom überragenden Nalbach in Szene gesetzt wurde, mit dem 5:1-Endstand.

SV Föhren II – SG Hermeskeil II 2:2 (2:2)

Die Hermeskeiler warten gegen den SVF weiter auf den ersten Sieg seit sieben Jahren. Immerhin reichte es in Föhren zu einer Punkteteilung, wie bereits beim einzigen Spiel aus der Vorsaison (1:1). Beide Mannschaften hatten es besonders eilig, denn nach 18 Minuten stand es bereits 1:1. Die Föhrener Führung von Lucas Wintrich (13.) egalisierte Rene Probst (18.). Noah Engel legte in Minute 36 das 2:1 für die Gäste vor, ehe Wintrich mit seinem zweiten persönlichen Treffer noch vor der Pause den 2:2-Endstand erzielte.

SG Thomm II – SG Gusenburg 2:3 (1:2)

Nach vier sieglosen Partien gegen die SG Osburg II feierte die Elf von Gusenburgs Coach Michael Weber endlich wieder ein Erfolgserlebnis. In der spannenden Auseinandersetzung gelang Denis Barthen fünf Minuten vor Schluss vom Elfmeterpunkt der 3:2-Siegtreffer (85.). Lukas Kaufmann hatte die Thomm-Osburger schon nach 100 Sekunden in Führung geschossen, doch Chris Hausch hielt die Gäste mit einem direkt verwandelten Freistoß im Spiel – 1:1 (16.). Als Kaufmann zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause die erneute Führung der Heimelf gelang, deutete vieles auf einen erneuten Erfolg der Mannschaft von Chris Brucker hin. Doch der überragende Moritz Koch, der an allen drei Toren beteiligt war, glich in der 57. Minute mit einer super Einzelleistung abermals aus. Gusenburg hatte das glücklichere Ende für sich, als Barthen nach Foul an Koch per Strafstoß zum 3:2 traf. SGG-Trainer Michael Weber: „Aufgrund der kämpferischen Leistung ist der Sieg verdient. Es war ein hartes Spiel mit insgesamt elf gelben Karten. Weil die Mannschaft fit ist, war sie auch bei diesen Temperaturen in der Lage, das Spiel hinten raus zu gewinnen.“ 

SG Beuren – SV Farschweiler 1:0 (0:0)

Im dritten Duell der alten Rivalen ging es diesmal wieder ganz eng zu. Nachdem es im Kreispokal-Halbfinale eines Elfmeterschießens bedurfte, Beuren sich anschließend im neuen Pokalwettbewerb klar mit 3:0 durchsetzte, hatten sich die gut 100 Zuschauer in Bescheid schon auf ein torloses Remis eingerichtet. Bis eine Koproduktion von Vater und Sohn Beuren dann doch noch jubeln ließ. Spielertrainer Jörg Lauer hatte auf der rechten Seite einen Sprint angezogen, flankte auf den am langen Pfosten postierten Sohnemann Tim, der über Matthias Wahlen hinweg den Ball ins Eck verlängerte. Wie Jörg Lauer einschätzte, war es ein Kampfspiel, bei dem beide den Sieg unbedingt wollten. „Alles war etwas verkrampft, keiner wollte das volle Risiko eingehen. Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben, weil wir in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Druck gemacht und das Tempo hoch gehalten haben.“ Ein entscheidender Schlüssel für den Erfolg war auch, dass „die Mannschaft topfit ist und wir Kraft und Kondition in die Waagschale werfen können. Wir sind in der Lage, jetzt ein Spiel in der letzten Minute für uns zu entscheiden.“ Die Beurener Abwehr hatte die gefährlichen Fabian und Kevin Cottez jederzeit im Griff, Niko Hauprich agierte als Ruhepol. „Es war eine Willensleistung und eine Mentalitätsfrage“, sagte Lauer später zufrieden. (ls)   

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