Trotz der Konstante an der Tabellenspitze, an der Bitburg nach dem neuerlichen 5:2 im Saartal thront, blieb das Aufbegehren der beiden Kellerkinder aus Leiwen und Konz im Gedächnis haften. Leiwen schlug Ruwertal dank eines unbarmherzigen Gustav Schulz, der den Fünferpack schnürte, mit 5:0 und Konz entzauberte die Ballvirtuosen von Rot-Weiss Wittlich. Da auch bei Schillingen nach dessen 4:2 gegen Arzfeld der Knoten geplatzt zu sein scheint, rückt die Liga noch enger zusammen. Erster Verfolger des FC Bitburg bleibt die Schweicher Mosella, die sich in Badem mit 3:2 behauptete. Wallenborn und Körperich befinden sich in Lauerstellung zum Führungsduo.
SG Badem – TuS Mosella Schweich
2:3 (1:0)
„Es war wichtig, erneut ein Spiel gedreht zu haben. Mit der ersten Halbzeit war ich nicht einverstanden, deswegen musste ich in der Kabine deutlich werden. Wir haben dann auf Dreierkette umgestellt und die Jungs haben eine bessere Einstellung gezeigt. Nach dem 3:1 war Badem erledigt“, fiel das Statement von TuS-Trainer Jochen Weber unterschiedlich aus. Nachdem sich Lukas Bollig in einem Zweikampf das Knie verdrehte und nach einer Viertelstunde raus musste, bekam Badem Oberwasser. Nach Foul an Jannik Rings setzte Routinier Mike Schwandt den Elfer in die Ecke – 1:0 (31.). Schweich drückte aufs Tempo, doch Badem hätte mit zwei Konterchancen den Sack zumachen können. Der junge Leon Rößler nutzte ein Missverständnis in der Vorwärtsbewegung zum Ausgleich, ehe der Schiri in der 77. Minute auf den Punkt zeigte, nachdem Stephan Schleimer gefoult worden war und den Strafstoß in den Winkel setzte – 1:2 (77.). „Mitten in unsere Drangphase bekommen wir einen zweifelhaften Elfmeter gegen uns. Trotz der anschließenden Unterzahl waren wir gut im Spiel und hätten den einen Punkt verdient gehabt“, sah Badems Coach Roger Reiter ein „typisches Unentschieden-Spiel“. Daniel Robertz sah nach Meckern Gelb und grätschte anschließend Marc Pitsch von hinten regelwidrig ab: Gelb-Rot. Rößler nutzte die numerische Überlegenheit zum 1:3 (87.), ehe ein Freistoß von Schwandt das Ergebnis freundlicher gestaltete, aber nicht mehr entscheidend beeinflussen konnte. Weil sich Schweichs Alexander Schwarz beim Referee nach der noch zu spielenden Zeit erkundigte und „Zeitspiel“ gerufen hatte, sah auch er den Gelb-Roten Karton. „So wurde es in der letzten Minute noch mal hektisch, weil wir vorher unsere Hausaufgaben nicht gemacht haben“, sah Weber eine zittrige Nachspielzeit.
2:5 (0:5)
Vor 300 Zuschauern in Schoden war die Partie bereits nach einer Viertelstunde entschieden. Jannik Grün traf nach einem Eckball aus dem Getümmel heraus zur Bitburger Blitzführung (2.), ehe vier Minuten später Deniz Siga einen direkten Freistoß aus 25 Metern in den Giebel setzte. Als Arthur Schütz aus 16 Metern einen Distanzschuss unhaltbar im Eck einschlagen ließ, war die Tür für die Lokalelf zu. „In der ersten Halbzeit waren wir bärenstark, unheimlich konsequent in der Chancenverwertung und haben aus fast jeder Chance ein Tor gemacht“, sah Bitburgs Trainer Fabian Ewertz einen genialen ersten Durchgang von seiner Elf. Mit einem Doppelpack binnen drei Minuten legte Bitburg noch vor der Pause die Messlatte für die Saartaler unerreichbar hoch. Pascal Alff nach Vorarbeit von Kevin Fuchs und Fuchs selbst, der im Eins-gegen-eins den Ball am Torwart vorbeilegte, ließen die Gäste unerreichbar davonziehen. Schoden kam erst nach dem Wechsel besser ins Spiel und ließ das Ergebnis im erträglichen Rahmen ausfallen. Lucas Jakob gelangen für die Heimelf zwei schöne Tore zum 2:5. Schodens Trainer Heiko Niederweis: „Bitburg hat eine sehr abgezockte Leistung geboten. Sie war die stärkste Mannschaft, die ich in der Klasse erlebt habe. Wir haben versucht, auch mitzuspielen und hatten insbesondere nach dem 0:2 zwei gute Torchancen, doch nach dem 0:3 gingen die Köpfe runter. In der zweiten Halbzeit haben wir Moral bewiesen und sind mit zwei Anschlusstoren belohnt worden.“
TuS Schillingen – SG Arzfeld
4:2 (2:0)
Mit dem zweiten Saisonsieg katapultierte sich Schillingen erst mal aus der Gefahrenzone. „Wir hatten so viele Chancen wie in Körperich, nur haben wir heute aus zehn Tormöglichkeiten vier Tore gemacht. Man hat natürlich teilweise die Verunsicherung gemerkt, doch diesmal haben sich die Jungs belohnt“, war Schillingens Trainer Gerd Morgen zufrieden mit der Darbietung seiner Mannschaft. Jonas Meier eröffnete mit einem Abstaubertor in der 24. Minute den Torreigen. Kurz vor der Pause nutzte Tobias Anell eine flache Hereingabe des in der 75. mit Gelb-Rot des Feldes verwiesenen Torsten Schuh zum 2:0. Als Anell zwei Minuten nach Wiederbeginn ein Zuspiel von Haiko Wagner zum dritten Tor nutzte, war die Vorentscheidung gefallen. Pascal Krämer verkürzte in der besten Arzfelder Phase nach einem taktischen Fehler auf 1:3, doch mit dem 4:1 vier Minuten vor Schluss legte Jonathan Gauer mit einem sehenswerten 16-Meter-Schuss den Deckel drauf. Und das, obwohl Schuh neun Minuten zuvor wegen mehrmaligen Meckerns gegenüber dem Unparteiischen die Ampelkarte sah. Gerd Morgen: „Die Karte war völlig dämlich.“ Erst mit dem Schlusspfiff traf Manuel Mombach zum Arzfelder 2:4 (90.).
3:0 (2:0)
Mit einer reifen Leistung bescherte die SG Wittlich ihrem Kontrahenten aus der Eifel die erste Saisonniederlage. Deren Trainer Frank Hermes war zu Recht enttäuscht. „Wir hatten kein Zweikampfverhalten, keine Laufbereitschaft und keine Einstellung. Das Resultat ist vollkommen gerecht, weil einige wohl schon zum Höhenflug angesetzt haben. Es war ein Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit.“ Für die Wittlicher gestaltete sich die Partie nach den Gegnern aus dem elitären Bereich als richtungsweisend. „Es war ein ganz wichtiger Sieg, der zudem hochverdient ausgefallen ist. Nur mit gewissen Phasen war ich nicht einverstanden. Wir hätten zur Halbzeit klarer führen müssen“, sah Wittlichs Trainer Christoph Krähling jede Menge ausgelassener Konterchancen. Raphael Ney brachte nach Pass von Lorenz Budinger seine Farben in Front (38.), ehe Sturmkollege Daniel Mehrfeld wiederum nach Assist von Budinger mit einem abgefälschten Schuss das 2:0 nachlegte. Erst in der 75. Minute gelang Ney nach Rückpass in den freien Raum das entscheidende dritte Tor.
SV Konz – SV Rot-Weiss Wittlich
3:0 (1:0)
Mit der besten Saisonleistung entzauberte der SV Konz den spielstarken Gegner aus Wittlich. So fiel die Einschätzung von RW-Sportchef Mehmet Akin dementsprechend deftig aus. „Unsere Leistung war miserabel. So war die Niederlage auch gerecht, weil wir insbesondere in der ersten Halbzeit Konz zu viele Chancen gestattet haben. Fehlpässe en masse, keine richtige Gegenwehr und keine Konzentration in der Vorwärtsbewegung. Das Tempo hat gefehlt.“ Nach drei hochkarätigen Möglichkeiten von Tim Kugel, Tristan Reger und Stefan Becker brach Becker eine Minute vor der Pause nach Vorarbeit von Kai Peters den Bann. Der Knackpunkt war die 61. Minute, als ein vermeintliches Foulspiel von SVK-Keeper Jordan Nkamgove mit Elfmeter für Rot-Weiss geahndet wurde, doch Quendrim Bukoshi die Kugel in den Regen verhangenen Konzer Himmel drosch. Vier Minuten später sorgte Kugel für das 2:0. Als Andre Benzarti nach einem groben Foul an Reger im Mittelkreis mit Rot runter musste und zehn Minuten später auch Albutrin Aliu nach taktischem Foul das gleiche Schicksal ereilte, war Konz in doppelter Überzahl nicht mehr aufzuhalten. Kugel sorgte nach Balleroberung von Merlin Weis nach Schnittstellenpass für das erlösende 3:0. „Der Sieg war ultraverdient. Es war ein Sieg des Willens und eine gute Leistung des gesamten Kollektivs. Zudem war heute Fortuna bei uns“, sah der Konzer Trainer Thomas Berens einen souveränen Auftritt.
SG Rascheid – SG Bettingen
3:3 (1:2)
Bettingen erholte sich vom Schock des frühen Rückstandes durch Martin Kolz und egalisierte die Rascheider Führung nach 14 Minuten durch Christian Bales. Dieser hatte einen Schnittstellenpass von Jonas Niederprüm am Torwart vorbei gelegt. Bales führte seine Elf mit dem 2:1 in die Halbzeit, ehe Dominik Thielmann Bettingen mit 3:1 davonziehen ließ. Nach Chancen auf beiden Seiten retteten Maurice Speicher mit einem Kopfball und Joseph Lochen per Lupfer der Heimelf den einen Punkt. „Wir müssen mit dem Punkt leben, obwohl wir die Mehrzahl an Hochkarätern hatten“, sprach
Rascheids Trainer Sven Gaspers von einer intakten Moral.
SG Ralingen – SG Wallenborn
1:4 (0:1)
Zweimal Sebastian Hilgers sowie Kasper Wlodarek und Benny Duckart führten Wallenborn auf die Siegerstraße. Im offenen Schlagabtausch traf nur Ralingens Jonathan Reichling die Kiste der Vulkaneifeler.