Großer Gewinner des Spieltages waren der FC Bitburg und die Hochwald-SG aus Zerf. Bitburg übernahm trotz glanzloser Spielweise mit dem 2:0 in Hasborn die Pole Position und die SG Hochwald arbeitete sich mit großer Konstanz und dem dritten Geniestreich in Folge nach oben. Auch die SG Arzfeld mischt im Konzert der Etablierten nach ihrem 2:1-Erfolg im Spiel der Aufsteiger weiter munter mit. Schweich, Leiwen und die SG Ruwertal überzeugten ihren Anhang mit klaren Siegen und guten Leistungen. Für den TuS Kröv wird die Luft nach seiner dritten Niederlage am Stück dagegen immer dünner. Platz 15 lässt einen ungemütlichen Herbst erwarten.

SG Buchholz – FC Bitburg
0:2 (0:1)
Die Ansage von Fabian Ewertz, nach der schwachen Leistung und dem leblosen Auftritt gegen Leiwen die ersten beiden Einheiten der vergangenen Woche persönlich nicht zu coachen, wurde von der Mannschaft mit entsprechend guter Leistung auf dem Platz zurückgezahlt. „Ich war der Worte überdrüssig und habe an die Selbstverantwortung der Mannschaft appelliert. Wir haben zwar wieder einen schönen Fußball gespielt, aber noch immer ohne viel Konsequenz und die nötige Galligkeit. Der einzige Unterschied zu den letzten Wochen war, dass Buchholz ersatzgeschwächt war und wir bei zwei Pfostenschüssen Glück hatten. Die Leistung war wieder nicht wirklich gut.“ Bitburg kam gut ins Spiel und lag bereits nach zwei Minuten vorn, als Kevin Arbeck einen vom jungen Peter Borsch verursachten Foulelfmeter an Marc Arbeck verwandelte. Nach 20 Minuten hatte Buchholz die Partie im Griff und erspielte sich einige tolle Möglichkeiten. So wurde ein Schuss von Michael Schiefer nach nicht sauber geklärter Ecke an den Pfosten gelenkt und auch Jan Ostermann hatte die große Chance, die Gastgeber in Führung zu bringen. Nach einer halben Stunde musste zu allem Übel auch noch Dominic Klein mit einer Platzwunde raus und wurde vorsorglich im Krankenhaus genäht. Auch im zweiten Durchgang hatte Buchholz die Spielkontrolle und zwei, drei gute Chancen. Benedikt Jendryssik knallte in der 70. Minute einen Schuss an den Pfosten, im Gegenzug fiel das 0:2. Nach einem Fehlpass von Daniel Sorge kombinierte sich Frank Valerius mit Marc Arbeck an der Außenlinie durch und Andreas Neuerburg stand genau richtig, um die Kugel aus Nahdistanz über die Linie zu schieben. Buchholz‘ Trainer Thomas Schäfer sah eine „ordentliche Leistung. Wir haben dem Gegner unser Spiel aufgezwungen und die Räume eng gemacht, doch leider waren wir nicht vom Glück beseelt. Ein Punkt wäre möglich und auch verdient gewesen“. Für Bitburgs Trainer Ewertz war das 2:0 ein „nüchterner Pflichtsieg, mehr nicht“.

SG Arzfeld – SG Ralingen
2:1 (0:0)
Ralingens Trainer Frank Wagner monierte nach der Partie in Daleiden vor erneut 220 Zuschauern die fehlende Einstellung und Laufbereitschaft seines Teams. „Die Jungs haben mir gar nicht gefallen, sodass ich mit dem ein oder anderen Spieler ein ernsthaftes Gespräch führen muss. Die Spritzigkeit und die Physis fehlten auch.“ Arzfeld hingegen fightete von Beginn an und war in seinen Aktionen präsenter und galliger. Doch die Führung der Westeifeler ließ bis zur 70. Minute auf sich warten, als Marc Wollwert auf der rechten Seite mehrere Gegenspieler überlief und Joschka Trenz bediente, der mit einem satten Schuss ins linke Eck traf – 1:0 (70.). Nur zwei Minuten später die Vorentscheidung, als Lukas Lichter mustergültig Jan Mayers in Szene setzte und dieser aus einem Meter nur noch einzuschieben brauchte. Die Entscheidung hatte anschließend Julian Propson auf dem Fuß, als ein Foul an Trenz im Strafraum geahndet wurde, doch der Kapitän die Kugel übers Tor donnnerte (77.). So wurde es noch mal eng, als Ralingen durch ein Eigentor von Oliver Becker mit dem Kopf auf 1:2 verkürzte. „Es war ein verdienter Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit, als wir sehr überlegen waren und vier richtig gute Chancen hatten.“ Arzfelds Trainer Andreas Theis lobte vor allem Christian Nettesheim, der auf der Außenverteidigerposition kaum etwas zuließ. Lediglich Marvin Kreuzkamp tauchte einmal gefährlich vor dem Arzfelder Kasten auf.

SG Saartal Schoden – SV Konz
1:1 (0:1)
Mit einigen Rekonvaleszenten im Team holte sich Konz völlig verdient einen Punkt vor 500 Zuschauern beim Derby in Irsch. Steffen Hausen nutzte in der 43. Minute einen vom Pfosten zurückprallenden Ball von Michel Kupper-Stöß zur Gästeführung. Einen Moment später hatte Schodens Lukas Kramp die Chance zum Ausgleich, doch David Kwast im Konzer Kasten parierte. Sekunden vor dem Pausenpfiff schlenzte Tim Kugel am langen Pfosten vorbei – es hätte das 2:0 bedeuten können. Nach dem Wechsel zeigte Schoden mehr Biss, mehr Wille und spielte dann im Vollgasmodus. Lukas Kramp gelang nach Vorarbeit von Nicolas Jakob der Ausgleich. Mit der Hereinnahme von Dominik Lorth ging bei Schoden nach vorne die Post ab, doch die letzte Konsequenz fehlte. „Zwischen der 65. und 85. Minute haben wir extrem viele Chancen liegen lassen, Konz hat mit Mann und Maus verteidigt. Doch wir hatten auch Glück, als Reger nur die Latte traf“, zeigte sich Schodens Trainer Thomas Berens im Gesamtpaket mit dem 1:1 zufrieden. „Im Endeffekt ist es eine gerechte Punkteteilung. Wir sind auch zufrieden damit, dass wir im vierten Spiel in Folge ungeschlagen geblieben sind und auch von der Moral her war es ganz wichtig, gegen einen starken Gegner und 500 Zuschauern im Rücken dagegengehalten zu haben“, freute sich auch Konz‘ Coach Stephan Schwarz.

TuS Kröv – SG Hochwald
1:2 (0:1)
Krövs Trainer Jens Hoffmann attestierte seiner Mannschaft zwar einen großen Kampfgeist, doch „der Sieg für Zerf geht absolut in Ordnung, weil wir heute nicht präsent waren“. Der für Michael Havenstein ins Tor gerückte Tim Kaiser parierte einige gute Bälle, doch bei den Gegentoren war er machtlos. Beim 0:1 verwertete Robin Mertinitz eine punktgenaue Hereingabe von Rene Mohsmann per Kopf und beim 0:2 stand Kaiser beim Abstauber von Kay Engelhardt nach Mertinitz-Schuss alleine da. „Beim ersten Gegentor wollten wir es spielerisch lösen und haben im Zweikampf den Ball verloren.“ Mark Beitzel bei einem Schuss aus der Drehung, ein Freistoß von Dominik Pohl und Kopfbälle von Ariel Podgordki sowie Nils Kiesewetter bedeuteten genügend Möglichkeiten, zumindest die Partie länger offen zu halten. Doch auch die Gäste, bei denen Spielertrainer Florian Lorenz leicht angeschlagen erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel kam, besaßen genügend Einschussmöglichkeiten, um das Ergebnis höher zu gestalten. Engelhardt und Mertinitz sowie Lorenz prüften Kaiser im Kröver Kasten und zwangen diesen zur Herausgabe seines ganzen Könnens. Hochwald-Coach Fabian Mohsmann jedenfalls war vom Auftritt seines Teams begeistert: „Wir haben uns in Kröv erneut für unsere dominante Spielweise belohnt. Das war eine super Leistung und ein geiler Auftritt, wir haben sehr ordentlich Fußball gespielt und dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt.“ Nur das eine Gegentor ärgerte Mohsmann, als Niklas Stephan zum 1:2 einnetzte.

TuS Schweich – SG Schneifel
4:2 (2:0)
Die Mosella legte vor heimischer Kulisse einen selbstbewussten Auftritt hin und stellte bereits im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg. Stefan Schleimer eröffnete in der 22. Minute den Torreigen, ehe vier Minuten später Ismail Omayrat nach einer super Kombination über den starken Alexander Burbach das 2:0 nachlegte. Schweich blieb dominant, versäumte es aber, den Sack frühzeitig zuzuschnüren. So kam Stadtkyll nach dem Treffer von Mario Klein zum Anschluss, doch in der offensiv geführten Schlussphase hatte Schweich mehr zuzusetzen. Björn Kraus begeisterte seinen Trainer Jochen Weber mit einem fulminanten Vollspannschuss in den Winkel und das 4:1 von Schleimer brachte die endgültige Entscheidung. Christian Babendererde betrieb mit dem 2:4 nur noch Ergebniskosmetik. „Wir waren von Beginn an dominant, haben zum Schluss die Konzentration zwar etwas schleifen lassen, doch insgesamt haben wir einen guten Fußball gespielt“, freute sich TuS-Trainer Weber.

SG Ruwertal – SG Geisfeld
4:1 (2:0)
Geisfeld wurde durch die verletzungsbedingten Wechsel von Christian Alt und Andre Lochen entscheidend geschwächt, sodass Ruwertal binnen zwei Minuten durch einen Kopfball von Karsten Willems und Tim Herres zum 2:0 kam. Als der flinke Tim Herres in der 55. Minute auf 3:0 stellte, war die robust geführte und kampfbetonte Partie entschieden. Jeff Paulino verkürzte zwar für Geisfeld, doch Christian Schröder stellte den alten Abstand wieder her. „Wir haben ein anderes Gesicht gegenüber des Spiels in Konz gezeigt und verdient gewonnen“, sagte Stoffels.