Die Spitze rückt immer enger zusammen: Denn nach dem 2:2 von Primus
Ellscheid gegen Dörbach und den beiden Niederlagen von Hochwald und Auw hat sich das Feld im elitären Bereich komprimiert. Durch den 1:0-Erfolg gegen Ahbach hat sich der FC Bitburg bis auf einen Punkt Tabellenführer Ellscheid
genähert. Nach dem schmeichelhaften 2:1-Sieg gegen Thomm vollzog die Schweicher Mosella den größten Sprung. Auf Rang drei stehend, ist für die Truppe von Jochen Weber sogar der Titelkampf wieder relevant. Im Souterrain der Liga blieben die Befreiungsschläge aus, denn Thomm, Mattheis, Ahbach und Buchholz unterlagen komplett. Sechs Tore sahen die Zuschauer derweil in Kasel.

DJK St. Matthias – SG Rascheid
1:3 (0:1)
Nach vier sieglosen Spielen klappte es für die Hochwälder im Trierer Stadtteil Feyen erstmals wieder mit einem dreifachen Punktgewinn. Drei Niederlagen in Folge hatten Rascheid den Platz im oberen Tabellenbereich gekostet. Nun ist das Team von Timo Zeimet wieder da und in Reichweite zur Spitzengruppe. „Nach dieser kleinen Negativserie ist das 3:1 in Trier ein sehr wichtiger Sieg. Wenn man bedenkt, dass wir mit drei Leuten aus der zweiten Mannschaft gespielt haben, hat diese dezimierte Elf einen hervorragenden Auftritt hingelegt“, sagte Rascheids Coach Timo Zeimet in seinem Statement. Mit zwei entscheidenden Toren in wichtigen Phasen des Spiels sicherte sich Rascheid relativ früh die Siegpunkte. Sechs Minuten vor der Pause setzte sich Lukas Leyendecker über den Flügel durch, legte quer auf Martin Kolz, der die Kugel humorlos über die Linie drückte. Kurz nach der Pause war es dann Jens Gaspers, der nach einer maßgenauen Flanke von Robin Moser per Kopf zum 2:0 traf. Bis dato aber war die DJK gut im Spiel, zeigte sich aggressiv in den Zweikämpfen und ging früh ins Pressing. Zwei verletzungsbedingte Wechsel in der 30. Minute ließen Mattheis allerdings aus dem Rhythmus kommen, denn Michael Blang und Nico Hennen mussten verletzt das Feld räumen. In der zweiten Halbzeit dominierte Rascheid klar das Geschehen und legte nach knapp einer Stunde den Deckel endgültig drauf. Nach Balleroberung im Mittelfeld ging es schnell nach vorne: So erlief sich Manuel Hoffmann einen Steilpass aus der eigenen Hälfte und steuerte mit dem Ball am Fuß auf DJK-Keeper Philipp Beuel zu. Nach dem 0:3 war die Luft raus aus dem Spiel. Die Mattheiser hatten zumindest noch ein Ass im Ärmel, als Patrick Dres aus Nahdistanz für kurzzeitige Hoffnung sorgte – 1:3 (59.). „Ich denke, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben. Auch weil Jens und Sven Gaspers hinten den Laden zusammenhielten. Für uns war es auch ein Heimspiel, denn weit über die Hälfte der 100 Zuschauer kamen aus Geisfeld und Rascheid“, freute sich Zeimet über die Wertschätzung für das eigene Team.

SG Ellscheid – SV Dörbach
2:2 (1:1)
Gegen eine couragierte und willensstarke Dörbacher Mannschaft reichte es für den Tabellenführer erneut nicht zu einem Sieg. Beide Mannschaften lieferten sich ein richtig gutes Bezirksligaspiel, in dem Dörbach zunächst in Führung ging: Nach einem Ballverlust im Zentrum schaltete Nils Thörner am schnellsten und schob die Kugel zum 0:1 ein (22.). In der zweiten Halbzeit baute Ellscheid enormen Druck auf und kam in der 62. Minute durch Marco Michels folgerichtig zum Ausgleich. Dörbach blieb gefährlich bei Kontern, Daniel Mehrfeld hatte das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an Stefan Diedrich im Ellscheider Tor, der in seinem zweiten Bezirksligaspiel den etatmäßigen Torwart Daniel Neisius sehr gut vertrat. Eine Minute vor Schluss wähnte sich der Ligaprimus schon siegessicher, als Markus Boos das 2:1 erzielte. Doch mit der letzten Aktion kamen die Salmtaler doch noch zum Ausgleich. Was war geschehen? Nach dem Anstoß segelte ein langer Ball in den Ellscheider Strafraum, Jan Fritz nahm den Ball sichtbar mit der Brust an, doch der Unparteiische wertete die Aktion als Handspiel. „Der Schiedsrichter kann das aus seiner Position nie und nimmer sehen“, echauffierte sich Ellscheids Trainer Niklas Wagner. Den Dörbachern wird‘s egal gewesen sein, denn den fälligen Strafstoß verwandelte Mehrfeld sicher zum 2:2-Endstand. Während Dörbachs Trainer August Schlotter mit dem Punkt wohl gut leben kann, zeigte sich Wagner auf Ellscheider Seite enttäuscht. „Das ist zweifellos ein unglückliches Ergebnis für uns. Wir haben auch nicht auf Sparflamme gespielt, wie es im Trierischen Volksfreund stand, sondern zeitweise permanenten Druck aufgebaut. Wir haben ein richtig gutes Fußballspiel gemacht gegen eine gute Dörbacher Mannschaft, die das Geschenk natürlich dankend angenommen hat.“

SG Wallenborn – SG Schneifel Auw
3:0 (1:0)
Wallenborn knüpfte an das Schützenfest beim 8:1 gegen die DJK St. Matthias nahtlos an und schickte den Tabellendritten aus der hohen Eifel mit 3:0 nach Hause. Im ersten Spiel auf dem Niederstadtfelder Hartplatz zeigte die Zimmer-Elf eine tadellose Leistung und nutzte die Rückkehr von Sebastian Hilgers zunächst zum Führungstreffer. Sturmpartner Sebastian Zimmer steckte durch und Hilgers schloss aus zentraler Position trocken ab. Nach der Pause
erzielte Kasper Wlodarek nach Pass von Hilgers mit einem satten Schuss unter die Latte das vorentscheidende 2:0. Als Florian von Landenberg nur vier Minuten später das 3:0 nachlegte, war die Partie frühzeitig entschieden. Über Pascal Haak ging es über Zimmer im Expresstempo nach vorn, der Torjäger vom Dienst passte zentimetergenau in den Lauf des Wallenborner Achters und dieser blieb vor Stephan Simon im Schneifeler Tor cool. Die Statistiker notierten in der 75. Minute den ersten und auch einzigen Torschuss der Auwer. „Wir haben uns die drei Punkte heute mit einer souveränen Leistung absolut verdient. Defensiv haben wir nichts zugelassen und vorne die Tore effektiv gemacht“, sah Wallenborns Trainer Stephan Zimmer eine super Teamleistung.

SG Buchholz – TuS Kröv
2:3 (0:3)
Nach drei Siegen am Stück wurde die SG Buchholz in Manderscheid vom kessen Aufsteiger aus Kröv mit spielerischen Mitteln ausgebremst. Bereits zur Pause führte die Mannschaft von Interimscoach Axel Beth mit 3:0. Mark Beitzel, Sportlicher Leiter und Offensivkraft in Personalunion, beschrieb die ersten 45 Minuten wie folgt: „Wir haben Buchholz in der ersten Halbzeit komplett überrollt und hätten dort schon 5:0 führen können. So traf Felix Hieke aus zwei Metern mit einem Kopfball das Tor nicht.“ Kröv legte nach zehn Minuten durch einen Konter über Christopher Schulz durch Beitzel das 1:0 vor. Nach 22 Minuten ermöglichte ein weiterer Konter den Gästen von der Mosel das 2:0, als diesmal Beitzel für Schulz als Assistent fungierte. Und der dritte Treffer von Yannick Schon vier Minuten vor der Pause bedeutete dann den Knockout für die Gastgeber, die mit dem schnellen Umschaltspiel des TuS Kröv gar nicht klar kamen. Schulz und Schon besaßen im Anschluss weitere gute Möglichkeiten, den Vorsprung in komfortable Höhe zu treiben. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild, als Buchholz Oberwasser bekam, zunächst durch Sebastian Klein (66.) zum 1:3 einnetzte und zehn Minuten später sogar den Anschluss erzielte. Ein ungeschicktes Einsteigen eines Kröver Abwehrspielers an Fabian Hayer führte zum logisch-konsequenten Strafstoß, den Daniel Sorge gewohnt sicher verwandelte. Danach brannte der Ofen mehrmals lichterloh im Kröver Strafraum, doch die Gäste befreiten sich immer wieder geschickt aus den bedrohlichen Situationen. Kurz vor Schluss hielt Krövs Torhüter Nico Schulz einen Ball von Benedikt Schlösser überragend. „In der zweiten Halbzeit haben wir auch immer wieder Konterchancen gehabt, sodass der Sieg in jedem Fall gerecht ist. Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt und wurde von Axel Beth auch mental gut auf dieses schwierige Spiel eingestellt.“ Indes geht die Trainersuche in Kröv weiter. Bis zur Winterpause will der TuS einen Nachfolger des zurückgetretenen Heinrich Irmisch präsentieren.

SG Ruwertal – SG Neumagen
3:3 (3:2)
Ruwertal zeigte sich in den ersten 20 Minuten klar überlegen und lag durch die Tore von Martin Flesch und Pascal Neumann verdient 2:0 vorn. Mario Görgen, der in der 70. Minute wegen eines groben Fouls an Flesch den Roten Karton sah, brachte Neumagen mit einem Volleyschuss wieder heran. Doch Max Herres stellte nach einem Standard per Kopf den alten Abstand wieder her. Und Neumagen hatte erneut die zeitnahe Antwort parat, als in der 39. Minute Jan Weber zum 2:3 einnetzte. Neumagen warf in der zweiten Halbzeit alles nach vorn, wurde durch die Rote Karte von Görgen aber nur scheinbar aus dem Konzept gebracht. Mit der letzten Aktion im Spiel ermöglichte ein Eigentor den Gästen doch noch das 3:3. Denn nach einem Eckball auf den langen Pfosten klärte Willems ins eigene Tor. „Unglücklicher geht es kaum. Neumagen hat sich den Punkt aber auch definitiv verdient“, fand Willems anerkennende Worte in Richtung des Gegners. „Das Team hat gut auf die Rote Karte reagiert und sich in einem intensiven und schnellen Spiel den Punkt verdient“, befand Neumagens Co-Trainer Jochen Conrad.

V Konz – SG Hochwald
5:0 (1:0)
Das Ergebnis fiel zu hoch aus. Konz legte mit gepflegtem Offensivfußball in der zweiten Halbzeit den Grundstein für den klaren Sieg, doch die Gäste aus dem Hochwald zeigten durchaus eine anprechende und engagierte Leistung. Nach Eckball-Vorlage von Peter Maasem staubte Steffen Hausen in der 16. Minute zum Konzer 1:0 ab. Die Hochwälder fanden dann gut ins Spiel und hatten durch Florian Kramp und Jens Baumeister den Ausgleich auf dem Schlappen. Doch Patrick Steinmetz im Konzer Kasten reagierte zweimal gut. Der Doppelschlag nach der Pause ebnete dem SVK den Weg. Mike Herresthal per Freistoß und der verwandelte Elfmeter nach Foul an Hausen durch den gleichen Spieler bedeuteten die Vorentscheidung – 3:0. Florian Lorenz und Julian Barth hatten sogar nach dem 3:0 zwei gute Möglichkeiten zum Zerfer Anschluss. Konz jedoch erwies sich als effektives Team und erhöhte durch Tim Kugel und Tom Richter auf 5:0. „Der Doppelschlag war der Genickbruch in einer richtig guten Phase von uns“, befand SG-Coach Florian Lorenz.

TuS Schweich – SG Thomm
2:1 (0:0)
Die Mosella fuhr einen zwar glücklichen, aber auch verdienten Sieg ein. Peter Leineweber brachte Thomm in Führung (58.), doch Thomas Schleimer und ein verwandelter Foulelfmeter von Philipp Seeberger in der Nachspielzeit sorgten für Schweicher Glücksgefühle. Patrick Quary sah in der 86. Minute wegen Beleidigung Rot.