Das tat weh! Der FC Bitburg muss nach dem 1:2 gegen Buchholz wohl endgültig seine Titelträume begraben und steht, ähnlich wie im Vorjahr, kurz vor Saisonende mit leeren Händen da. Diesmal glückte dem aufopferungsvoll kämpfenden Buchholz in der Nachspielzeit die Wende. Die Mission Klassenverbleib hat in Manderscheid mit dem vierten Spiel in Folge ohne Niederlage weitere Nahrung bekommen. Trotz des beachtenswerten 1:1 gegen Neumagen ist der Abstieg für das Schlusslicht aus Osburg besiegelt. Auch für die Mattheiser Fußballer gehen nach dem 2:3 gegen Konz die Lichter in der Bezirksliga aus. Ellscheid dagegen siegte auch in Geisfeld und bleibt erster Titelkandidat.
FC Bitburg – SG Buchholz
1:2 (0:0)
Mit dem Lucky Punch in der vierten Minute der Nachspielzeit katapultierte sich die SG Buchholz ersmals seit Monaten aus den direkten Abstiegsplätzen und darf nach dem vierten Spiel ohne Niederlage weiter auf den Ligaverbleib hoffen. Für den Gegner aus Bitburg saß der Schock der neuerlichen Niederlage tief. Das bis vor drei Wochen noch berechtigte Titelhoffnungen hegende Team verlor nicht nur die Punkte, sondern wohl auch den Glauben an die eigene Stärke. „Das war schon Arbeitsverweigerung. Derzeit spielen wir unterirdisch schlecht. In den Zonen, wo es wehtut, sind wir nicht präsent“, saß bei Trainer Fabian Ewertz der Stachel der Enttäuschung noch Tage nach dem Heimdesaster tief. Dabei sah alles gar nicht so schlecht aus, denn Miftar Halilaj brachte mit einem schön herausgespielten Treffer die Bierstädter nach 75 Minuten in Führung. „Wir haben gedacht, mit dem 1:0 wäre der Bann gebrochen, doch wir haben dann mit Glück dieses 1:0 mit in die Schlussphase geholt. Vor unserem 1:0 hatte Buchholz schon zwei Topchancen, trotz 80 Prozent Ballbesitz unsererseits“, analysierte Ewertz. Buchholz‘ Coach Christian Mergens machte nach dem Rückstand das einzig Richtige und wechselte durch. Er brachte mit Christopher Borsch einen frischen Stürmer und dieser dankte es dem Interimscoach mit dem späten Ausgleichstreffer. Bitburg traf Sekunden später nur den Pfosten und danach passierte das Unvorhergesehene: Mit der letzten Aktion startete Jonas Schlösser einen Sprint in den Sechzehner, Taner Weins stoppte den Buchholzer nur auf Kosten eines Fouls und der fällige Elfmeter war Chefsache von Daniel Sorge, der Bitburgs Keeper Jens Freis keine Abwehrmöglichkeit ließ. Im Ergebnis dieser Notbremse sah FC-Abwehrchef Weins den Roten Karton. Die Freude im Buchholzer Lager kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen. „Ich hatte zunächst nach dem Rückstand gedacht, heute das Glück nicht auf unserer Seite zu haben. Doch wenn man so spät die Tore macht, dann ist der Sieg zwar schon verdient, aber eben auch glücklich“, strahlte Mergens über beide Backen. Insgesamt gesehen war der Erfolg des Underdogs beim glasklaren Favoriten aber schon verdient, weil er in der Summe die besseren Chancen besaß. Ewertz: „Über die gesamte Spielzeit gesehen ist der Sieg von Buchholz auch verdient, weil wir irgendwie gemerkt haben, dass sie den Sieg mehr wollten.“
TuS Ahbach – TuS Kröv
1:4 (1:0)
Mit den Worten: „Ich habe jetzt noch Wut im Bauch“ analysierte Ahbachs Trainer Christian Sicken die Partie gegen Kröv. „Ich kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen und wenn, dann nur deswegen, weil wir das 2:0 nicht machen.“ Sicken fühlte sich von so mancher unglücklichen Entscheidung der eingesetzten Schiedsrichterin benachteiligt „Wir gehen 1:0 in Führung, hatten dann Chancen, nachlegen zu können und kriegen im Gewusel mit einem abgefälschten Schuss das 1:1. Dann gab die Schiedsrichterin mit Christian Spohrs dem falschen Spieler die Gelb-Rote Karte. Dem 1:2 ist ein Foulspiel eines Krövers vorausgegangen und das 1:3 war für mich Abseits. Zum Schluss sind durch unnötige Härte die Emotionen hochgekocht. Das ist ärgerlich, weil wir bis zur 70. Minute ein sehr gutes Spiel machten, aber dann mit zehn Mann verloren haben.“ So traf Nico Clausen in der 25. Minute nur den Pfosten, ehe eine starke Schlussphase der Gäste die Ahbacher Niederlage besiegelte. Christopher Schulz traf zunächst den Pfosten, den zurückprallenden Ball zirkelte Mark Beitzel aus unmöglichem Winkel zum 1:1 ins Tor (71.). Nach dem Platzverweis gegen Spohrs spielte Kröv seine spielerische Klasse und Cleverness aus und kam zu drei weiteren Treffern. Chris Schulz erzielte mit einem Kopfball die Kröver Führung, Nils Kiesewetter legte nach einem Konter und dem 3:1 den Deckel drauf und in der Nachspielzeit traf Mittelfeldstratege Dini Hajdari nach einem Eckball zum 4:1. „Wenn man das ganze Spiel sieht, ist der Sieg verdient. Wir haben mit einem Mann mehr auf dem Platz die Räume besser genutzt und es im Umschaltspiel auch gut gemacht. Ahbach hat nach dem 1:2 die Ordnung verloren und wir unsere zahlenmäßige Überlegenheit ausgespielt“, sprach Krövs Trainer Jens Hoffmann von einem auch in der Höhe verdienten Sieg.
SG Hochwald – SV Dörbach
1:0 (0:0)
„Der Sieg ist irgendwo glücklich, aber über 90 Minuten gesehen hochverdient“, fasste Zerfs Spielertrainer Fabian Mohsmann die spannende Partie gegen Dörbach zusammen. Denn mit dem allerletzten Angriff traf Timo Mertinitz in der Nachspielzeit per Kopf zum umjubelten Hochwälder Siegtreffer. Zuvor segelte eine maßgeschneiderte Flanke in den Sechzehner, in dessen Ergebnis Mertinitz‘ Kopfball vom Innenpfosten aus ins Tor trudelte. Zunächst verpassten es die Hochwälder, in Führung zu gehen, denn im ersten Abschnitt brachten Benedikt Haas, Kay Engelhardt und Florian Lorenz die Kugel aus besten Positionen nicht im Dörbacher Kasten unter. „Das war in der ersten Halbzeit sowohl läuferisch als auch spielerisch eine der besten Halbzeiten der gesamten Saison“, schätzte Mohsmann den Angriffsdrang der eigenen Mannschaft hoch ein. Nach dem Wechsel wurde Dörbach besser und inszenierte selbst einige vielversprechende Angriffe. Philipp Gulden und Nils Thörner tauchten etliche Male gefährlich vor dem für Heiko Witt im Tor stehenden SG-Keeper Jan Koltes auf. Nach einer Stunde Spielzeit verpasste Gulden eine scharfe Hereingabe von Thörner um die Länge einer Stiefelspitze. In der 90. Minute kratzte Dörbachs Torwart-Oldie Jürgen Becker einen Kopfball von Haas noch von der Linie. Einen Moment später war er allerdings gegen Mertinitz machtlos.
4:0 (2:0)
Gegen die in sieben Spielen zuvor ungeschlagenen Ruwertaler hatte die Schneifel-SG die Partie von der ersten Minute an im Griff. Doch Coach Jörg Stölben war mit der Art und Weise des Auftritts seiner Mannschaft zunächst nicht wirklich einverstanden. „Die Körpersprache passte anfangs nicht so.“ Gegen die personell nicht in Bestbesezung angereisten Ruwertaler gelangen Auw dennoch zwei Tore vor der Halbzeit. Nach Vorarbeit des überragenden Jonas Weberskirch schob Torjäger Christoph Fuhrt die Kugel zur Führung am SGR-Keeper Felix Kloy vorbei ins Netz. Und kurz vor der Pause stellte Michael Kreutz nach Freistoßvorlage von Weberskirch auf 2:0. Nach dem Wechsel legte Auw den Respekt vorm Gegner endgültig ab und zeigte teilweise sehr schöne Spielzüge. Mit dem dritten Treffer von Fuhrt war das Spiel dann auch entschieden. Das vierte Tor war etwas kurios: Weberskirch trat eine Ecke scharf nach innen und wurde von einem Ruwertaler Abwehrspieler mit dem Schienbein ins lange Eck abgefälscht. Dem im zweiten Seniorenjahr stehenden, talentierten Linksverteidiger wird‘s egal gewesen sein. Sein 4:0 bedeutete endgültig das Ende einer grandiosen Ruwertaler Siegesserie. „In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besser zu unserem Offensivspiel gefunden und auch toll kombiniert. Die Stimmung im Team ist einfach gut“, resümierte Auws Coach Jörg Stölben mit deutlich erhellter Miene. Auw bleibt mit dem Sieg in Reichweite.
SG Wallenborn – TuS Schweich
1:3 (1:3)
Die Mosella war zunächst besser im Spiel, doch die Führung oblag den Gastgebern, die nicht nur mit dem holprigen Hartplatz, sondern auch mit dem böigen Wind zu kämpfen hatten. Nach Foul an Sebastian Zimmer zeigte Florian von Landenberg beim fälligen Elfmeter keine Nerven und traf zum 1:0 (13.). Nur zwei Minuten später vergab Wallenborn die Riesenchance zum 2:0, als Daniel Zunk den Ball aus vier Metern gegen die Latte schoß. Im Gegenzug brachte Luca Bierbrauer mit einem abgefälschten Freistoß Schweich auf Kurs. In einem offenen Spiel verpasste Zimmer mit einem weiteren Lattentreffer die erneute Wallenborner Führung. So kam es, wie es kommen musste: Nach zwei super herausgespielten Konterattacken stellte die Mosella noch vor der Pause die Weichen auf Sieg. Stefan Schleimer und Philipp Seeberger schossen einen beruhigenden 3:1-Pausenvorsprung heraus, der bis zum Schluss Bestand hatte. Nach der Halbzeit besaß die SGW zwei, drei Halbchancen, doch richtig zwingend waren diese nicht. „Schweich hat uns mit seinen Kontern den Zahn gezogen. Das ist eine richtig starke Kontermannschaft“, befand Wallenborns Coach Stephan Zimmer.
SG Rascheid – SG Ellscheid
0:3 (0:1)
Mit einer effektiven Chancenausbeute und cleveren Aktionen in der Sicherung der eigenen Abwehr holte sich der Primus beim einstigen Angstgegner die volle Punktzahl. Markus Boos traf mit seinem 21. Saisontor für die Gäste bereits nach 23 Minuten. Rascheid bewegte sich vor allem spielerisch auf Augenhöhe, traf aber die Kiste nicht. Im Zuge der finalen Angriffsbemühungen stellte Doppeltorschütze Marco Michels den Gästesieg sicher.
DJK St. Matthias Trier – SV Konz
2:3 (1:1)
Von einer unglücklichen Heimniederlage sprach DJK-Coach Helmut Freischmidt: „Wenn Du unten drin stehst, die Kiste nicht triffst, eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung den Spielausgang beeinflusst und in der letzten Minute das dritte Gegentor kriegst, dann bist Du zum Abstieg verurteilt.“ Dabei zeigte der Tabellenvorletzte eine engagierte Leistung und hätte zumindest ein Unentschieden verdient gehabt. Konz begann stark und konzentriert, hatte in Person von Tim Kugel, Steffen Hausen und Peter Irsch Chancen zur Führung. Michel Kupper-Stöß traf vor der Pause zum psychologisch wichtigen 1:0, doch Simon Blasius egalisierte die Konzer Führung mit einem herrlichen Lupfer aus 30 Metern. Peter Irsch ließ den SVK zum zweiten Mal jubeln, ehe Michael Blang nach Vorarbeit von Marius Weidert der erneute Ausgleich gelang. Routinier Peter Maasem machte in der 90. Minute mit dem 3:2 den schmeichelhaften Konzer Sieg wasserdicht.