Die große Konstante der Liga heißt Bitburg: Die Bierstädter marschieren und eilen von Sieg zu Sieg. Der Primus ließ sich auch nicnt von der spielstarken Schweicher Mosella aufhalten und beendete das achte Spiel als Sieger. Dahinter entbrennt ein knallharter Kampf um die Verfolgerplätze, bei denen Wallenborn augenblicklich die besten Karten zu haben scheint. Das Zimmer-Team entschärfte auch die schärfste Waffe der Saartal-SG, Torjäger Lukas Kramp, und drehte ein 0:2 in ein 4:2 um. Nach dem Blitzabgang von August Schlotter bei Rot-Weiss Wittlich half sich der Aufsteiger selbst aus der Patsche und unterstrich seine Ambitionen mit einem 6:0 gegen Ralingen eindrucksvoll. 

SG Wallenborn – SG Saartal
4:2 (0:0)
In einer intensiv geführten Partie ging es torlos in die zweite Spielhälfte. Dort erwiesen sich die Gäste aus dem Saartal als Meister der Kontertaktik und legten durch zwei schön herausgespielte Tore von Nicolas Jakob und Tim Thielen 2:0 vor. Doch wieder einmal sorgte die persönliche Präsenz von Wallenborns Spielertrainer Andreas Hesslein für die Wende. Der ehemalige Eintrachtler traf mit seinem ersten Ballkontakt mit einem herrlichen Schuss in den Giebel zum 1:2-Anschlusstreffer, ehe nur 80 Sekunden später Kasper Wlodarek der 2:2-Ausgleich gelang. Die Saartaler hatten in der Schlussviertelstunde ihr Pulver offenbar schon verschossen, denn mit den Treffern von Kapitän Benny Duckart (87.) und Sebastian Hilgers (90.) klappte es für die Elf von Stephan Zimmer doch noch mit dem Dreier. „Der Sieg ist ein bisschen glücklich, wenn Du 0:2 in Rückstand gerätst und in der 87. Minute das 3:2 machst. Das Ergebnis ist okay, doch dem Spielverlauf nach hätte es auch remis ausgehen können. Andy Hessleins Hereinnahme war wieder entscheidend. Er weiß genau, wie er seinen Körper einsetzen muss. Von da an ging wieder ein Ruck durch die Mannschaft“, war für SGW-Trainer Stephan Zimmer der frühere Regionalligaspieler der entscheidende Garant für den späten Sieg.

Rot-Weiss Wittlich – SG Ralingen
6:0 (1:0)
Rot-Weiss zeigte im Spiel eins nach August Schlotter eine beeindruckende Reaktion und fertigte den Gegner von der Sauer mit einem halben Dutzend ab. Ralingens Trainer Martial Servais hatte kaum den Blick auf das Spielfeld gerichtet, da stand es schon 0:1. „Wenn wir nach 40 Sekunden bereits hinten sind, kommen einem automatisch negative Gedanken – die Körpersprache geht in den Keller.“ Kevin Arbeck hatte nach Vorarbeit von Fjoraldo Celanji zur Wittlicher Führung getroffen. Ralingen kam anschließend besser ins Spiel und hatte die Chance zum Ausgleich. Weil dieser aber nicht fiel und Rot-Weiss weiter an der Temposchraube drehte, kam es, wie es kommen musste: Quendrim Bukoshi nutzte einen kapitalen Fehler zum 2:0, ehe nur fünf Minuten später (60.) Jordi Mvulu nach Zuspiel von Mehmet Karabulut mit dem 3:0 die Entscheidung herbeiführte. „Nach dem 0:3 ging dann nicht mehr viel. Da haben wir definitiv zu viele Fehler gemacht“, analysierte Servais treffend. Die Hausherren nutzten ihre brutale Offensivstärke zu weiteren Toren aus. Kevin Arbeck traf zum 4:0 (65.), Meliani Saim (81.) nach Vorarbeit von Blendi Alui zum 5:0, bevor Bukoshi nach Querpass von Blendi Aliu wiederum das halbe Dutzend vollmachte. „Die Mannschaft hat nach dem Abgang von August Schlotter eine Reaktion gezeigt und trotz des Fehlens von fünf Stammspielern ein gutes Spiel abolviert. Die Teamleistung war gut und man hat gesehen, dass die Mannschaft absolut intakt ist“, lobte Sportchef Mehmet Akin die Mentalität und Einstellung auf dem Platz. 

SG Körperich – SV Konz
0:2 (0:0)
In der komplett überlegen geführten ersten Halbzeit hatte Körperich zum Kirmesspiel in Kruchten zunächst reihenweise gute Chancen, in Führung zu gehen. Allein Andre Röll hätte es mehrfach „dunkel“ machen können, doch der Körpericher Stürmer scheiterte am reaktionsschnellen Konzer Keeper Jordan Nkamgove. Die Hausherren versuchten, über lange, diagonale Bälle in die Spitze zum Erfolg zu kommen, doch Konz nutzte seine individuelle Stärke nach der Halbzeit zur Doppelführung, die letztendlich ausreichte, um die läuferisch überzeugenden Eifeler zu schlagen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß erzielte Stefan Becker nach einem langen Solo die Gästeführung (50.), ehe zehn Minuten später Marius Weis nach vorangegangenem Foul an Kai Peters einen Elfmeter zum 0:2 nutzte. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, denn sie haben sich zerrissen. Nur die Chancenverwertung war zum Haareraufen“, bilanzierte SG-Trainer Frank Hermes. Sein Pendant Thomas Berens sah einen „über die gesamten 90 Minuten gesehen verdienten Sieg“.

SG Rascheid – SG Badem
4:1 (1:1)
Rascheids Spielertrainer Sven Gaspers sah „nach einer disziplinierten Leistung einen verdienten Sieg“. Vor allem mit der Defensivleistung sei Gaspers zufrieden gewesen. Der Coach, der derzeit eine Sperre absitzt, betont, dass beim Gegner die Ausfälle von Robertz und Hardt schwer gewogen haben, freute sich aber gleichzeitig, dass „uns alle vier Tore mit dem Kopf gelungen sind“. Jeweils nach Eckbällen bugsierte der aufgerückte Verteidiger Maurice Speicher die Kugel mit dem Schädel ins Bademer Tor. Zwischenzeitlich glich Badems Dauerbrenner Mike Schwandt mit einem beherzten Schuss vom Sechzehnereck aus (21.). Dean Dederichs lieferte in der 61. Minute den Assist für Jens Gaspers, der zum 3:1 traf. Nach einem Konter drückte schließlich Sven Eckes den Ball mit Schmackes mit der Stirn über die Linie (88.). 

SG Bettingen – SV Leiwen

1:3 (1:2)
Leiwen setzte nach den Siegen gegen Arzfeld und Ruwertal seine Erfolgsserie fort und sicherte sich auch die Siegpunkte beim Kirmesspiel in Oberweis. Coach Rudi Thömmes war zufrieden: „Wenn man die Chancen im gesamten Spiel sieht, war der Sieg verdient. Allein Gustav Schulz hätte nach unserem Führungstor das 3:1 und auch das 4:1 nachlegen müssen. Macht er die Buden, dann passiert selbst bei einem möglichen Elfmetertor von Oberweis nicht mehr viel.“ Thömmes sprach damit jene Szene aus der 60. Minute an, die es hätte noch mal spannend machen können. Nach einem Foul am pfeilschnellen Dominik Thielmann brachte Simon Lehnen das Spielgerät nicht an Nico Kimmlingen im Leiwener Kasten vorbei. Dabei lief es für die Lokalelf zunächst gut, als Luca Eichner die Führung vorlegte. Dann schlug Gustav Schulz zum ersten Mal zu, als ihn Daniel Lentes mit einem Querpass bediente – 1:1 (31.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sorgte ein angeschnittener Freistoß von Standardspezialist Patrick Herres für die Gästeführung. Als Bettingen kaum noch offensive Akzente setzen konnte, tütete Schulz nach einem Doppelpass mit Lentes den Leiwener Sieg endgültig ein. Kurios: „In dieser Szene sind wir im Zwei-gegen-Eins auf das gegenerische Tor zugelaufen, als Gus auf Daniel Lentes quer legte, diesem der Ball aber versprang und an die Lattenunterkante ging und von dort Gus abstaubte.“ Thömmes jedenfalls freute sich diebisch über den dritten Sieg. SG-Coach Marco Wallesch: „Wir haben die Gegentore durch drei individuelle Böcke bekommen und vorn haben wir teilweise Unvermögen an den Tag gelegt.“

SG Arzfeld – SG Wittlich
1:3 (1:1)
Auch gegen Wittlich verpasste es die Elf von Andreas Theis, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Zumindest ansatzweise sah es danach aus, als Florian Arens die Gästeführung von Raphael Ney zehn Minuten nach dessen Führungstor egalisierte (26.). Doch auch diesmal standen der Arzfelder Niederlage das ungesunde Verhältnis von herausgespielten Torchancen und Unvermögen gegenüber. Die Gäste aus der Kreisstadt setzten auf ihre Kontertaktik und hatten zum zweiten Mal Erfolg, als Ney nach Zuspiel von Tim Weber das 2:1 erzielte. Den endgültigen Knockout versetzte den glücklosen Hausherren dann Kevin Furchner, der seinem Bewacher nach einem weiteren Tempogegenstoß im Sprint enteilte und zum 3:1 abschloss. „Mike Neumann hat überragend gespielt und uns mit starken Paraden im Spiel gehalten. Es ist ein glückliches Ergebnis für uns“, gestand Wittlichs Coach Christoph Krähling.

SG Ruwertal – TuS Schillingen
1:2 (0:1)
Schillingens Trainer Gerd Morgen war zumindest mit dem Ergebnis einverstanden: „Die Leichtigkeit wäre da, wenn wir unsere Chancen früher reingemacht hätten. Wir haben es versäumt, die 2:0-Führung auszubauen. Wichtig ist, dass wir uns mit den drei Punkten für den hohen Aufwand belohnt haben.“ Tobias Anell auf Zuspiel von Julian Flesch (14.) und Flesch selbst, der nach Vorlage von Marius Becker auf 2:0 stellte, waren die Garanten für den Gästesieg, während Ruwertal durch Mike Richter erst spät das 1:2 gelang (90.).