Am vorletzten Spieltag der Hinrunde war Einiges gebacken. Auw verschenkte in den Schlusssekunden gegen Daleiden die Siegpunkte und Wallenborn musste sich bei den wieder erfolgsverwöhnten Bitburgern eine 1:4-Packung abholen. Beide Klubs grüßen punktgleich von oben. Während das Verfolgerduo aus Schweich und Neuerburg leer ausging, legte Ruwertal mit dem zwölften Spiel ohne Niederlage eine weitere Serie hin. Vor allem Bitburg wird wieder zu beachten sein: Der sechste Seriensieg hievt die Bierstädter in den Sattel der Mitfavoriten auf den Titel. Unten punkteten die Kellerkinder im Gleichschritt. Da fiel nur Ralingen aus der Rolle. 

SG Schneifel-Auw – SG Daleiden
2:2 (2:1)
Am Ende ärgerte sich Auws Coach Jörg Stölben nur über das Ergebnis, nicht aber über die Leistung seines Teams. „Ich bin nicht unzufrieden mit meinen Leuten, sie haben ein gutes Spiel gemacht. Doch aufgrund der Druckphase von Arzfeld ist das 2:2 gerecht. Auch wenn das dummerweise in der letzten Minute gefallen ist.“ Daleidens Spielertrainer Andreas Theis war ebenfalls mit dem Ausgang „einer interessanten und gutklassigen Begegnung“ einverstanden. „Auw hat in der ersten Halbzeit ein, zwei Chancen mehr gehabt, wir kamen in der zweiten Hälfte besser ins Spiel – begünstigt durch die Gelb-Rote Karte eines Stadtkyllers. Schade, dass wir in der Nachspielzeit das 3:2 nicht machten.“ Theis meinte damit jene Szene aus der 94. Minute, als eine Kombination über Theis, Oliver Becker und dem Schuss von Marius Lempges flugs vom Auwer Torwart auf der Linie geklärt wurde. Doch von vorn: Die Gastgeber gingen nach einer halben Stunde in Führung, als ein Schuss von Stephen Kinnen von Andreas Munkler ins eigene Tor geklärt wurde. Auw fand jedoch schnell eine Antwort, als Joschka Trenz eine Flanke auf den zweiten Pfosten schlug und Florian Arens mit einem Kopfball gegen die Laufrichtung von Denis Koziol einnickte – 1:1 (35.). Zwei Minuten später ließ Jan Pidde die Schneifeler mit einer überragenden Einzelaktion in Führung ziehen. Der Stürmer ließ zwei, drei Gegenspieler aussteigen und legte die Kugel ins kurze Eck. Als Andreas Nellessen in der 68. Minute wegen eines zweiten taktischen Fouls die Gelb-Rote Karte sah, wurde es für Auw eng. So war der späte Ausgleich durch Pascal Krämer folgerichtig, als Theis‘ Kopfballverlängerung in den Lauf des Ex-Mehlentalers gespielt wurde und dieser allein auf das Auwer Gehäuse zumarschierte. 

FC Bitburg – SG Wallenborn
4:1 (1:1)
Mit dem sechsten Sieg in Folge gelang dem FC Bitburg ein Big Point und mit der ersten Aktion Kevin Arbeck nach drei Minuten die Führung. Der FC tat sich danach lange Zeit schwer und schenkte die Führung her. Den Ausgleich per Elfmeter bezeichnete Fabian Ewertz als „komplettes Geschenk. Einen Befreiungsschlag konnte Davis Sprüds nicht richtig klären, Sebastian Zimmer sprintete dazwischen und wurde von Bitburgs Keeper Daniel Ternes gefoult. Sebastian Hilgers überwand Ternes zum 1:1 (31.). Eine Art Brustlöser war das 2:1 von Kevin Arbeck, der eine überragende Einzelaktion abschloss und die Bierstädter auf die Siegerstraße führte (68.). Mit dem 3:1 von Jannik Grün, der nach einen Eckball am langen Pfosten stehend per Dropkick traf, war der achte Bitburger Saisonsieg in trockenen Tüchern. Den Schlusspunkt zum 4:1 nach einem Konter setzte Kapitän Arthur Schütz. So konnte Wallenborn seit seinem 5:1-Sieg aus der Saison 2013/14 auch diesmal nicht in Bitburg gewinnen. „Bitburg hat eine top Truppe. Wir haben nach dem 1:2 aufgemacht und alles versucht, dann aber das dritte Tor bekommen.“ Eine Szene aber trieb dem Wallenborner Coach die Zornesröte ins Gesicht, als in der fünften Minute ein klares Foul an Sebastian Zimmer ungeahndet blieb. „Das war ein klarer Elfer, den muss man zu 100 Prozent geben.“ Am Sieg des FC gab es allerdings nichts zu deuteln. Die Tabellenführung ist erst mal futsch für die SGW, doch Bitburg war für Zimmer auch die „stärkste Mannschaft, gegen die wir bislang gespielt haben“. Ewertz bekannte, dass „wir zwar gar nix zugelassen, aber selbst zu wenige Chancen erarbeitet haben. Erst die super Aktion von Kevin, als er gleich zwei Gegenspieler vernascht hat, brachte uns auf die Siegerstraße. So kann es natürlich weiter gehen“.

SG Buchholz – SG Neuerburg
3:1 (2:0)
Im Derby gegen Neuerburg glückte den Buchholzern der erste Saisonsieg – und der war unstrittig. Als Matthias Steffens einen Ball eroberte, schnell umschaltete und Yannic Nau bediente, stand es schon nach 15 Minuten 1:0 für die Manderscheider, die „eine richtig gute erste Halbzeit spielten“ (O-Ton Lukas Reffke). „Wir haben die Räume eng gemacht, waren nah an den Leuten und haben diszipliniert nach hinten gearbeitet. Wittlich ist nach deren Anschlusstor zwar angerannt, doch wir hätten noch höher gewinnen können, wenn wir unsere Konter besser ausgespielt hätten. Es war wichtig, dass die Wittlicher Stürmer kein Tempo aufnehmen konnten“, sagte Reffke weiter. Nach einem Freistoß von Daniel Sorge und einem Kopfball von Dominic Klein verwertete Matthias Schröder den Abpraller zum 2:0 (45.). „Das, was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war eine Frechheit. Wir waren zu langsam, haben behäbig gespielt, waren überhaupt nicht präsent und nicht in den Zweikämpfen drin. Ich habe versucht, das Ganze über die Einwechslungen zu lösen. Der Sieg von Buchholz ist absolut verdient, weil sie giftiger und bissiger waren“, fiel das Urteil von Neuerburgs Coach Markus Schwind vernichtend aus. Nico Hubo verkürzte zwar auf 1:2, doch Klein fand nach einem lang geschlagenen Freistoß von Sorge mit dem 3:1 die zeitnahe Antwort (52.).

SV Niederemmel – SG Geichlingen
1:0 (1:0)
Bevor Benedikt Vogedes in der 29. Minute den Siegtreffer im Duell der Bezirksliga-Aufsteiger erzielte, hatte der treffsichere Stürmer des SVN die Riesenchance zum 1:0 ausgelassen, als er allein vor Geichlingens Torwart Thomas Prinz auftauchte, den Ball aber nicht an ihm vorbei bekam. Im zweiten Abschnitt spielte Geichlingen die Hausherren mit einer Daueroffensive förmlich an die Wand, doch der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen – auch weil Andre Röll und Fabian Spartz nur die Latte trafen. Niederemmels Sportchef Günter Schäfer sprach hinterher zwar von einem „erleichternden, aber auch auch von einem dreckigen Sieg. Die erste Halbzeit ging verdientermaßen an uns, doch in der zweiten Hälfte ging bei uns gar nichts mehr. Wir hatten mehrfach Glück, doch die Mannschaft hat auch gut dagegengehalten und eine Reaktion auf das 0:10 von Bitburg gezeigt“. 
SV Leiwen – SG Ralingen
2:1 (0:0)
Ralingen bleibt auch im siebten Spiel in Folge ohne Sieg und muss aktuell mit einem der Abstiegsplätze vorliebnehmen. In einem zerfahrenen Spiel legte Ralingen durch Tim Wagner auf Vorlage von Andreas Mayer das 1:0 vor (67.). SVL-Keeper Nicolas Kimmlingen rettete in der Folge dreimal spektakulär, als Joe Schilz und Marco Port vor ihm auftauchten. Mit Willen und Laufbereitschaft drehte Leiwen die Partie, als Taner Weins mit einem 25-Meter-Aufsetzer zunächst den Ausgleich (78.) und Andre Alten nach Querpass von Calvin Luca Rosen den Siegtreffer erzielte (84.). Herbert Herres war zufrieden: „Vom Zeitablauf her ein glücklicher Sieg, doch wir haben das Spiel umgebogen, was eine neue Qualität ist. Andre Alten war nach seiner Einwechslung brandgefährlich und hatte direkt zwei Chancen. Das ist ein Vollblutfußballer, der eine unglaublich positive Art an sich hat.“

TuS Schillingen – SG Kyllburg
2:3 (1:2)
Kyllburg gelang mit dem Lucky Punch zum 3:2 in der Nachspielzeit der dritte Sieg in Folge. Bereits nach sieben Minuten legten die Eifeler vor, als eine scharfe Hereingabe von Daniel Robertz von Marco Engel ins eigene Tor abgefälscht wurde. Schillingens Dauerbrenner Tobias Anell fand jedoch drei Minuten später mit einem Abstauber die Antwort zum 1:1. Damian Machon war es, der nach einer halben Stunde zur erneuten Gästeführung traf. Die Hochwälder investierten mehr in ihr Offensivspiel, doch es blieb oft bei guten Ansätzen. Dennoch traf Jonas Meier zwei Minuten vor Schluss zum 2:2-Ausgleich, doch nach einer regelwidrigen Aktion des eingewechselten Marian Hanschmann an Michael Nierobis zeigte der Referee auf den Punkt, in dessen Ergebnis Pierre Valerius den Sieg sicherstellte.

SG Ruwertal – SG Geisfeld
4:2 (2:1)
„Wir haben die Tore zur richtigen Zeit gemacht und waren in der Chancenauswertung sehr effektiv“, freute sich SGR-Coach Jan Stoffels über den Sieg im zwölften Spiel ohne Niederlage. Die Tore für den Fünften erzielten zweimal Pascal Neumann, Fabian Regel und Ruben Herres. Für Geisfeld trafen Andre Lochen und Jannik Marx.