Im Spiel der SSG Kernscheid gegen den SV Olewig konnten sich die Zuschauer über ein außergewöhnliches Derby freuen. Nach 2:0-Führung für die Hausherren war der zweite Durchgang das, was Olewigs Co-Trainer Sebastian Herz als eine „turbulente Halbzeit“ beschrieb: drei Platzverweise, zwölf Minuten Nachspielzeit und ein zurückgenommener Elfmeter. 

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase hatte die SSG Kernscheid mehr Spielanteile und ging durch Riad Malkic in Führung (34.). Noch vor der Pause erhöhte René Jahn auf 2:0 (40.). In zweiten Durchgang wurde Olewig aktiver: Ein langer Ball fand Fabian Hamm, der den Ball an Kernscheid-Keeper Thorsten Ulmen vorbeilegte. Dieser traf Hamm und sah dafür die Rote Karte (58.). Der anschließende Freistoß landete in der Mauer und konnte von der SSG zum Konter genutzt werden, den Mathias Birkel einschob (60.). Olewig stellte auf eine Dreierkette und Doppelspitze um. Der Schachzug ging auf und Lars Weber (70.) und Fabian Hamm (82.) verkürzten auf 2:3. Wegen langen Verletzungspausen ging das Spiel in eine zwölfminütige Nachspielzeit. Dort kam es zum nächsten Aufreger: Der Schiedsrichter revidierte nach einem Zusammenprall des Olewiger Schlussmanns Dirk Dahm mit einem Kernscheider einen Foulelfmeter der SSG für einen Freistoß Olewigs. Dahm wurde in der Folge verletzt ausgewechselt. Da Olewig keine Wechsel mehr vornehmen konnte, musste Feldspieler Carsten Jutz ins Tor. Kurz darauf sah Olewigs Fabian Hamm die Gelb-Rote Karte (94.). In Überzahl traf Kernscheids René Jahn zum 4:2-Endstand (101.). In den Schlussminuten musste mit Jan-Konstantin Federer ein SSG-Spieler mit Gelb-Rot vom Platz (104.). Somit endete die Partie schließlich mit nur neun Spielern auf beiden Seiten.