Die SG Sauertal Ralingen hat sich nach einem hart erarbeiteten 4:2-Erfolg gegen Derbygegner Körperich Luft im Abstiegskampf verschafft und die gefährdeten Ränge mit dem dritten Saisonsieg verlassen. In einem emotionsgeladenen und von beiden Mannschaften offensiv geführten Derby gestaltete sich die Rote Karte für Gäste-Torwart Thomas Prinz zu einer Art Knackpunkt. 

Bevor Körperich nach einer Ecke durch ein Kopfballtor von Andre Röll in Führung ging, hatte Ralingen in Person von Pascal Mertens und Joe Schilz zwei Großchancen ausgelassen. Doch vier Minuten nach der Gästeführung fand das engagiert zu Werke gehende Team von Martial Servais mit dem Ausgleich von Benedikt Neises eine Antwort. Nachdem Körperichs Torwart Prinz nach einem langen Ball über die Abwehr aus seinem Kasten eilte, den Ball unterlief und dabei Mertens traf, gab es Rot und Elfmeter für die Hausherren. „Dieser Aktion ist ein Foul an unserem Spieler im Mittelfeld vorausgegangen“, schilderte SGK-Coach Frank Hermes die Szene. Und Servais räumte ein, dass „man die Rote Karte nicht unbedingt hätte geben müssen“. Jörg Lehnertz kam für Prinz ins Tor, doch Ralingen nutzte das allgemeine Tohuwabohu durch Jens Ernzerhof per Kopfball zur 2:1-Führung (45.+2). Dennoch traf Noah Prinz in Unterzahl für die Gäste zum 2:2 (50.). Anschließend hatte Jannik Boewen neun Meter vor dem Tor die Riesenchance zum 2:3 ausgelassen. „Jannik wollte einen Kunstschuss machen. Im Gegenzug bekamen wir das 2:3 mit einem Schuss an den Innenpfosten. So ist Fußball“, brachte Hermes seine Verärgerung über den seltsamen Spielverlauf zum Ausdruck. „David Hillesheim hat uns mit seiner Parade gegen Boewen sensationell im Spiel gehalten. Nach dem 4:2 hatten wir weitere gute Konterchancen und hätten den Deckel früher draufmachen müssen“, sagte Servais. Marco Port und Mertens schossen Ralingen zum Sieg.