Mit einer bärenstarken Vorstellung sicherte sich die SG Arzfeld im Eifelduell mit Wallenborn den sechsten Saisonsieg und rückt damit auf Rang sechs vor. Für die personell diesmal gebeutelten Vulkaneifeler wurde das Gastspiel in der Westeifel zu einem gebrauchten Tag, doch Trainer Stephan Zimmer war weit weg von irgendwelchen Unmutsäußerungen: „Die Niederlage ist kein Beinbruch, wir liegen voll im Soll.“
Vor 160 Zuschauern auf dem Arzfelder Kunstrasen stellte die Lokalelf bereits im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg. Nach Vorarbeit von Pascal Krämer traf der rechte Außenverteidiger Robin Antony in der 27. Minute zur Führung. Nach einer halben Stunde fand Wallenborn besser in die Partie, ließ aber zwei gute Einschussmöglichkeiten aus. Mitten in die Wallenborner Drangphase fiel durch Marius Lempges nach Pass von der rechten Seite über Antony das 2:0. „Das 2:0 so kurz vor der Pause war extrem wichtig“, konstatierte Andreas Theis, diesmal verletzter Spielertrainer der Gastgeber. Doch nach der Pause brachte Arzfeld eine bärenstarke Performance auf den Kunstrasen. Innerhalb zehn Minuten schraubten der überragende Joschka Trenz nach Balleroberung von Christian Nettesheim und erneut Lempges nach Doppelpass mit Trenz das Ergebnis auf 4:0. „Dann sind alle Dämme gebrochen“, war SGW-Coach Zimmer überrascht. Zimmer weiter: „Joschka Trenz hatten wir dieses Mal nicht im Griff, auch wenn wir diesmal mit argen Personalproblemen zu kämpfen hatten.“ Weil die Hausherren giftig und bissig blieben, setzten sie eine Minute vor Schluss noch einen drauf: Nach einem Konter passte Kapitän Julian Propson auf Trenz, der den 5:0-Endstand besorgte. „Aufgrund der herausragenden Leistung in der zweiten Halbzeit geht das Ergebnis auch in der Höhe absolut in Ordnung. Das war insgesamt eine sehr gute Leistung“, freute sich Theis, dessen Kopfballgefährlichkeit es diesmal nicht bedurfte. Zimmer: „Das ist kein Beinbruch.“