In einer über weite Strecken taktisch geprägten, später auch offenen Spitzenpartie teilten sich Primus Ellscheid und die SG Schneifel die Punkte. Das 1:1 hatte allerhand an Aufregern zu bieten. Eine strittige Situation, als der Schiedsrichter zunächst auf Elfmeter erkannte, seine Entscheidung jedoch Sekunden später nach Absprache mit seinem Assistenten widerrief, bot zusätzlichen Zündstoff. 

In der taktisch geprägten ersten Halbzeit gab es Chancen hüben wie drüben. Ellscheid besaß zwei Halbchancen und Auw konterte mit schnell angelegten Angriffen über Christoph Fuhrt und Tim Baur. In der zweiten Halbzeit zog Auw das Tempo an und ging verdient in Führung. Nach einer Flanke von rechts verlängerte Fuhrt zunächst in den Fünfmeterraum und Michael Kreutz stand goldrichtig, als er die Kugel über die Linie stocherte – 0:1 (65.). Eine spielentscheidende, äußerst strittige Szene ereignete sich in der 71. Minute, als in einem Laufduell zwischen Fuhrt und dem Ellscheider Manuel Back nach Körperkontakt plötzlich Fuhrt zu Boden ging, der Schiedsrichter mit einer Geste angeblich auf den Elfmeterpunkt zeigte. Nachdem sich aber der Linienrichter zu Wort meldete, wurde der angebliche Elfmeter annulliert, Fuhrt bekam mit seiner zweiten Gelben Karte wegen einer Schwalbe Gelb-Rot und der Pfiff blieb aus. „Der Schiedsrichter hat für mich in einer spielentscheidenden Situation gegen uns entschieden. Die Geste von ihm war eindeutig“, echauffierte sich Auws Coach Jörg Stölben. SGE-Trainer Niklas Wagner sah das freilich anders: „Der Schiedsrichter hat auf Abstoß gezeigt. Elfmeter hätte es sowieso nicht gegeben.“ Auw blieb am Drücker und besaß in Person von Baur, Kreutz und Michael Müller drei hochkarätige Chancen. Ellscheid biss sich ins Spiel zurück und kam mit einem Volleyschuss von Markus Boos zum 1:1 (87.).