Mit Leidenschaft, Fortune und Alexander Klas rangen die Ellscheider Himmelsstürmer den furios gestarteten Aufsteiger aus dem Hochwald nieder. Das dünne, aber nicht unverdiente 1:0 bescherte der Wagner-Elf neben drei wichtigen Punkten zudem einen angenehmen Nebeneffekt: Mit dem FC Bitburg, der in Wallenborn beim 3:3 zwei Zähler liegen ließ, wurde ein direkter Titelkonkurrent nun auf drei Punkte distanziert. Großer Gewinner des Spieltages war neben Ellscheid auch die SG Schneifel, die beim 4:3 in Konz ihre Schussstiefel straff geschnürt hatte und frühzeitig auf die Siegerstraße einbog. Im Keller bleibt es eng. Buchholz, Dörbach und Thomm punkteten jedoch im Gleichschritt.

FC Bitburg – SG Wallenborn
3:3 (2:0)
Ein Fußbal-Spektakel erlebten die 200 Zuschauer in Bitburg. Der FC war in der ersten Halbzeit die überlegen agierende Mannschaft und legte früh zwei Tore vor. Taner Weins traf schon nach acht Minuten zur Führung, ein umstrittener Foulelfmeter brachte der im linken Mittelfeld viele Wege gehende Pascal Alff zum 2:0 im Wallenborner Tor unter (43.). Bitburgs Coach Fabian Ewertz sollte dann allerdings noch einer Szene nachtrauern, die sich kurz darauf ereignete: Nach einem Schnittstellenpass und unübersichtlicher Gemengelage fiel der Ball plötzlich Andreas Neuerburg vor die Füße, der völlig perplex am leeren Tor vorbeischob. Im zweiten Abschnitt ein völlig anderes Bild: Bitburg ließ nach, Wallenborn kam mit Offensivpower vornehmlich über die Außenbahnen immer besser in die Partie. Nach einem Angriff passte Pascal Haak in die Schnittstelle und fand Sebastian Zimmer, der im Stile eines Klassestürmers den Anschluss erzielte. Wenige Minuten später ließ der Schiedsrichter mit einer Konzessionsentscheidung die Gäste ein zweites Mal jubeln, als er unberechtigterweise auf den Elfmeterpunkt zeigte und Benny Duckart humorlos verwandelte – 2:2 (68.). Nach einem Konter hatte Bitburg durch das Tor von Arthur Hartwick wieder die Nase vorn, doch Wallenborn wurde in der hektischen Schlussphase für seine Offensivbemühungen doch noch belohnt. Patrick Hunz nutzte eine Schläfrigkeit in der Bitburger Defensive zum 3:3. „Heute hatten wir auch mal das Glück, das uns zuletzt so im Stich ließ. Es war ein total offenes Spiel in der zweiten Halbzeit, wir haben gegen einen spielstarken Gegner gut mitgespielt und jetzt dreimal in Folge gegen Spitzenmannschaften nicht verloren“, zeigte sich Wallenborns Coach Stephan Zimmer mit der Leistung und der Einstellung seiner Mannen zufrieden. Nur der Ertrag passe derzeit noch nicht, betonte der Coach weiter. FC-Trainer Fabian Ewertz: „Wir haben in der ersten Halbzeit auch richtig gut gespielt, hätten das 3:0 zwingend nachlegen müssen. So gestatteten wir dem Gegner mit deren erster guten Aktion den Gegentreffer und verschenken zwei Punkte. Beim 3:3 waren wir einfach nur schläfrig, haben schwach verteidigt.“ Alles in allem war das 3:3 ein gerechtes Ergebnis, so der einhellige Tenor beider Trainer.

SV Konz – SG Schneifel Auw
3:4 (2:3)
Ein hochklassiges, jederzeit offensiv geführtes und spannendes Bezirksligaspiel sahen die 160 Zuschauer in Konz. Auw erwischte einen bärenstarken Start und befand sich nach den drei Buden von zweimal Christoph Fuhrt und Tim Baur auf Siegkurs. „Bis zum 3:0 haben wir überragend gespielt, alles richtig gemacht und hatten weitere Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen“, sah Auws Coach Jörg Stölben in den ersten 25 Minuten Fußball vom Feinsten von seiner Elf. Der Konzer Trainer Alex Stieg sah einige entscheidende Dinge, die zum zeitigen 0:3-Rückstand führten. „Wir hatten erhebliche Probleme am Anfang. Zwei katastrophale Fehler im Spielaufbau haben zum 0:2 geführt, Auw hat eine brutal gute Offensiv-
qualität, da liegst Du schnell hinten. Zudem erwies sich die Verletzung von Jan Wrobel, der einen Schlag auf den Kopf bekommen hat, als Handicap. Die Ordnung ging dadurch verloren.“ Doch Konz kam durch einen genialen Freistoß von Mike Herresthal zurück. Als Michel Kupper-Stöß einen Alleingang mit dem 2:3 abschloss und dem wuseligen Tim Kugel kurz nach der Halbzeit sogar das 3:3 gelang, war die temperamentvolle Partie wieder völlig offen. „Beim Freistoß hatte Stephan Simon nichts zu halten, bei den beiden anderen Gegentoren haben wir total gepennt. Das hat mich maßlos geärgert“, befand Stölben. Die Schneifeler kamen anschließend zurück, erspielten sich eine Reihe von Chancen und ließen in der 60. Minute durch Stephen Kinnen das 4:3 folgen. Wenige Augenblicke zuvor besaß der SVK die dicke Chance zur erstmaligen Führung, als Omar Ibrahim Tim Kugel auf die Reise schickte, der aber an Simon im Eins-gegen-eins scheiterte. Peter Maasem traf nur den Pfosten. Ein Handelfmeter, den Steffen Hausen erneut nicht an Simon vorbeibrachte, hätte die Partie nochmals spannend machen können (83.). „Wir haben den Vorsprung zum Schluss routiniert nach Hause geschaukelt“, freute sich Stölben über einen „hochverdienten Sieg“. Konz verpasste so ein weiteres Happy-End. Eines freute Auws Trainer Stölben aber am meisten: Mit Michael Mies, Jan Merkes (beide SG Feusdorf), Andreas Nellessen (FC Dollendorf-Ripsdorf), Tim Baur (SG Prüm), Michael Müller (SG Dahlem) und Christian Babendererde (SG Gönnersdorf) standen sechs Akteure im Kader des aktuellen Tabellenvierten, die im Vorjahr noch in der B-Klasse spielten.

SV Dörbach – SG Neumagen
1:0 (0:0)
Der SV Dörbach bleibt unter dem neuen Trainer August Schlotter ungeschlagen. Im zweiten Spiel unter seiner Regie fuhr der aktuelle Tabellenelfte allerdings einen sehr glücklichen 1:0-Sieg ein. „Ich habe eine Truppe übernommen, die Fußball spielen kann. Wir haben es geschafft, kompakt zu stehen und haben kämpferisch eine gute Leistung gezeigt. Doch egal, wie der Sieg zustandekommt: Die drei Punkte sind so wichtig für den Abstiegskampf, den wir in den kommenden Wochen zu führen haben.“ Neumagen besaß die bessere Spielanlage und auch ein marginales Chancenplus, doch das entscheidende Tor gelang den Hausherren. Kurios, dass dieser Treffer einem Eigentor entsprang. Nils Thörner hatte sich in der 65. Minute auf der rechten Angriffsseite gegen Jannik Klären durchgesetzt. Die Flanke auf Daniel Mehrfeld wurde von Christoph Eifel ins eigene Tor geklärt. Dass Schlotter alles richtig machte, zeigt die Tatsache, dass er mit der Einwechslung der beiden Offensivkräfte Daniel Bobinets und Thörner frischen Wind ins Spiel brachte und für Entlastung nach vorn sorgte. „Wir haben heute unglücklich verloren und hätten gerne
etwas mitgenommen. Vielleicht agierten wir nicht so konsequent und durchschlagskräftig wie zuhause“, stellte das 0:1 für Neumagens Trainer Uwe Heinsdorf jedoch keinen Rückschlag dar.

TuS Schweich – SG Rascheid
2:1 (1:0)
Beide Trainer waren in ihren Einschätzungen kongruent. Jochen Weber, Coach der Schweicher Mosella: „Es war ein enges, umkämpftes Spiel, das wir so auch verdient gewannen, es hätte aber auch ein Unentschieden sein können. Wir haben uns gut auf die Körperlichkeit der Rascheider eingestellt und sind natürlich nicht traurig, deren Serie geknackt zu haben.“ Für Rascheids Trainer Timo Zeimet wäre ebenfalls eine Punkteteilung das richtige Resultat gewesen. „Die erste Halbzeit war eher neutral, in der zweiten Hälfte waren wir dann optisch total überlegen, haben viel investiert und auch viel probiert. Leider hatten wir beim Lattentreffer von Pascal Eli kurz vor Schluss auch Pech.“ Die Mosella ließ im offensiv geführten ersten Abschnitt einige Möglichkeiten aus, ehe Yannick Uhl in der 41. Minute die Führung besorgte. Weil Stefan Schleimer nach ein paar unsauberen Aktionen akut rotgefährdet war, nahm Trainer Jochen Weber den Stürmer vorsorglich vom Platz. Markus Oltmanns Schuss wurde in der 62. Minute von einem Rascheider Abwehrspieler noch abgefälscht – Pech für die Gäste: 2:0. Als Weber nach rund einer Stunde auch Rekonvaleszent Maximilian Gäbler „aus Sicherheitsgründen“ aus dem Spiel nahm, wurde es für die Mosella nochmals eng. Rascheid drängte, schob etliche gute Angriffe an und hatte in der 83. Minute Erfolg, als Pascal Eli zum Anschlusstreffer einlochte. Mit dem Mut der Verzweiflung knallte Eli einen Hammer aus halbrechter Position noch an den Pfosten.

SG Buchholz – DJK St. Matthias
3:1 (1:0)
Mit einem „verdienten Sieg und schön herausgespielten Toren“ (O-Ton Dieter Krütten) haben die Buchholzer im Abstiegskampf wieder Luft bekommen und schnuppern jetzt wieder an den Nichtabstiegsplätzen. Der überragende Benedikt Schlösser schloss einen Angriff in der 16. Minute zum 1:0 ab, als der Stürmer mit viel Tempo im Eins-gegen-eins DJK-Torwart Philipp Beuel überwand. Kurz nach dem Wechsel stellte Dominic Klein nach Vorarbeit von Schlösser auf 2:0. Als Jens Boden einen Freistoß in den Winkel zimmerte, wurde es für die Manderscheider noch mal ungemütlich. Die Krütten-Elf fand jedoch eine zeitnahe Antwort und stellte mit dem 3:1 von Sebastian Klein nach Querpass von Schlösser den Endstand her.

SG Ruwertal – TuS Ahbach
5:0 (3:0)
Zu einem souveränen 5:0-Erfolg kam die SG Ruwertal gegen den Aufsteiger aus der Eifel. Max Herres eröffnete den Torreigen und als Pascal Neumann noch in der ersten Halbzeit das zweite Tor nachlegte, war der Ruwertaler Sieg vorprogrammiert. Nach der Pause rollte der Ruwertaler Express weiter in Richtung Ahbacher Tor und als Bastian Jung das 3:0 besorgte, war die Partie endgültig entschieden. Martin Flesch und Fabian Regel besorgten den Rest. „Wir haben viele Chancen kreiert und standen in der Abwehr kompakt. Ich denke, es war ein hochverdienter Sieg. Was mir nicht gefallen hat, war, dass der letzte Ball in die Tiefe oft nicht ankam und wir nach dem 4:0 zu weit weg von den Leuten standen“, fand SGR-Trainer Jan Stoffels auch ein Haar in der Suppe. „Das 0:2 und 0:3 innerhalb kurzer Zeit war der Genickbruch. Als wir dran waren und ein paar Chancen haben liegen lassen, hat uns Ruwertal noch zweimal ausgekontert“, befand TuS-Coach Christian Sicken.

TuS Kröv – SG Thomm
2:2 (0:1)
In einer kämpferisch geprägten Partie entführte Thomm nicht unverdient einen Zähler vom Kröver Berg – Nico Thömmes legte vor, doch nach dem Wechsel zeigte Kröv die Zähne und drehte nach den Toren von Patrick Trampert und Mark Beitzel die Partie. Die Hochwälder blieben gefährlich, setzten mit dem Pfosten-Kracher von Thömmes das nächste Achtungszeichen, bevor der wieder zu prächtiger Form auflaufende Thommer Stürmer in der 86. Minute das 2:2-Unentschieden erzwang. Thomm bleibt im Rennen.