Mit dem zweiten Saisonsieg gelang dem SV Leiwen-Köwerich ein Befreiungsschlag. Das klare 5:0 gegen ein personell gebeuteltes Ruwertal hatte einen Namen: Gustav Schulz kam, sah und traf fünffach. Der frühere Eintrachtler und zuletzt beim Hermeskeiler SV unter Vertrag stehende Ballvirtuose verzauberte nicht nur den eigenen Anhang, sondern auch den Trainer. Rudi Thömmes sprach dennoch von einer starken Teamleistung.
Rudi Thömmes dürfte das erste Mal so richtig zufrieden gewesen sein mit der Leistung des gesamten Teams und konstatierte trotz des überragenden Auftritts von Gustav Schulz „eine geschlossen gute Mannschaftsleistung. Wir haben defensiv gut gestanden und nach vorn hatten wir einen Gustav Schulz. Der Sieg hätte wesentlich höher ausfallen können. Ich hatte nie Bedenken, dass der Sieg in Gefahr geraten würde. Er war ganz wichtig in unserer jetzigen Situation“. Bereits in der zehnten Minute war Schulz mit einer abgefälschten Bogenlampe über Ruwertals Torhüter Felix Kloy hinweg erfolgreich. Als Daniel Lentes von der linken Seite eine punktgenaue Flanke vor das Ruwertaler Tor brachte, stand Schulz erneut richtig und versenkte die Kugel per Kopf. Spätestens nach dem 3:0, als ein Freistoß von Patrick Herres den Kopf von Schulz erreichte, war „der Käse gegessen“. Das 4:0 entsprang erneut einer Standardsituation, als Herres einen Eckball auf den zweiten Pfosten schlug und der „ewige Gus“ wieder mit dem Kopf zur Stelle war. Den krönenden Schlusspunkt unter eine reife Leistung setzte Schulz in der 79. Minute, als der nach dem Arzfeld-Spiel noch gesperrte Stürmer der Leiwener nach Vorarbeit von Lentes das 5:0 erzielte. Ruwertals Trainer Jan Stoffels war überhaupt nicht zufrieden und ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Wir haben drei Kopfballtore und zwei nach Standards bekommen. Das individuelle Abwehrverhalten war eine Katastrophe. Wir haben es Leiwen viel zu einfach gemacht. Nach vorn ging auch nicht viel.“