11ER: Ihre Mannschaft musste sich nach 13 Pflichtspielsiegen in Folge am vergangenen Wochenende erstmals wieder geschlagen geben. Wie hat das Team die Niederlage aufgenommen?
Dominik Bosl: Wir haben erst heute Abend Training, von daher weiß ich noch nicht, wie es die Mannschaft verkraftet hat. Persönlich kann ich aber sagen, dass wir alle die Gründe für die Niederlage kennen. Wir schossen kein Tor, obwohl wir ein, zwei hätten schießen können und bekamen nach einem Standard ein unnötiges Gegentor. Abgesehen davon spielten wir gut und auch die Einstellung passte. Der Platz hat es uns sicher nicht leicht gemacht, aber das war nicht der einzige Grund. Wir müssen jetzt nicht komplett in Depression verfallen und alles in Frage stellen. Wir müssen auch mit Niederlagen umgehen und ich denke, dass es die Mannschaft ähnlich sieht. Von daher gehe ich davon aus, dass die Niederlage spätestens nach dem Training abgehakt ist. Wir haben am Samstag ja schon das nächste schwere Spiel vor der Brust.
11ER: In der Vorbereitung gab es einige Testspiele gegen höherklassige Mannschaften und im Kreispokal schlug man A-Ligist SV Föhren. War die Niederlage – auch wenn man in den letzten Jahren immer Probleme nach Vorbereitungen hatte – absehbar?
Bosl: Die Probleme mit dem Saisonstart haben wir schon länger und daran möchte ich die Niederlage auch nicht festmachen. Unsere Vorbereitung war durchwachsen, da wir viele Spieler mit Krankheit und Blessuren hatten. Das spielte am Wochenende aber keine Rolle und – wie gesagt – spielten wir ja auch nicht schlecht.
11ER: Justin Molitor verließ die Mannschaft im Winter, dafür fand Johannes Thelen den Weg von der SG Hochwald ins Tälchen. Welche Rolle übernimmt er im Team?
Bosl: Wir waren schon länger an Johannes dran und hätten gerne gehabt, dass er schon vor der Saison zu uns wechselt. Er wollte aber versuchen, in Zerf Fuß zu fassen. Nachdem er nicht genügend Spielzeit bekam, wechselte er dann zu uns. Er ist ein Innenverteidiger und spielte eine gute Vorbereitung. Deswegen spielte er im ersten Spiel in der Startelf. Er trägt zur Verjüngung unseres Kaders bei, denn Marius Mergen ist schon 36 und wird wahrscheinlich nicht mehr viele Jahre spielen. Johannes ist ein guter Fußballer und zweikampfstark – das passt gut zu unserer Idee, die Dinge spielerisch zu lösen.
11ER: Der Rückstand auf Spitzenreiter FC Könen wuchs an und auf dem Spielplan stehen nun das Duell mit dem Primus und am letzten Spieltag die Partie gegen die SG Wawern. Wie ist die Lage mit Blick auf den Spielplan zu bewerten?
Bosl: Wir wollen den Spielplan außen vor lassen. Wir haben noch neun Spiele und die sollten wir möglichst erfolgreich gestalten, um es in der eigenen Hand zu haben. Gewinnen wir am Wochenende, ist die Situation der Vorwoche wiederhergestellt. Darauf müssen wir uns fokussieren. Nicht auf unseren Spielplan oder den unserer Konkurrenten.
11ER: Mit Könen wartet jetzt der Spitzenreiter, dem man im Hinspiel mit 1:2 unterlag. Auf was für einen Gegner stellen Sie Ihr Team ein?
Bosl: Wir spielten in dieser Saison bereits zweimal gegen Könen, ein Mal in der Liga und ein weiteres Mal im VG-Pokal-Finale, wo wir mit 0:1 verloren. Beide Spiele waren eng. Im VG-Pokal waren wir die bessere, aktivere Mannschaft. In der Liga war es dann genau umgekehrt: Könen war besser und obwohl wir glücklich in Führung gingen, war die Niederlage hintenraus verdient. Könen war gallig und bissig, was wir damals über weite Strecken vermissen ließen. An diesem Wochenende müssen wir zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen. Schaffen wir das nicht, wird es kaum reichen. Könen spielt einen guten Fußball und hat sich im Winter gut verstärkt. Wir wollen aber die Mannschaft sein, die den Sieg mehr will und das Spiel für sich entscheidet.
11ER: Wie sieht es personell vor dem Spitzenspiel aus?
Bosl: Wir hatten am letzten Wochenende einen 17er-Kader und eine ähnliche Größe sollte uns wieder zur Verfügung stehen. Carsten Schu kehrt aus seinem Skiurlaub zurück. Da unsere A-Jugend selbst spielt, können wir auf keine ihrer Spieler zurückgreifen. Ansonsten fallen Eric Henter, Lukas Köster und Simon Schwindling weiter aus.