11ER: Wie steht es nach dem Winter um den Kader des SV Bekond? Hat sich personell etwas getan und Spieler kehrten zurück oder hat sich die Ausfallliste gefüllt?

Andreas Kiemes: Es kamen Spieler zurück. Die wohl wichtigste Personalie war unser Kapitän Nicolas Schneider, der eine Kopfverletzung hatte. Wir konnte auch Sami Portz reaktivieren, der ein erfahrenes Urgestein des SV Bekond ist. Auch andere haben ihre Verletzungen kuriert. Ende 2024 hatten wir leider ein paar Personalprobleme, doch jetzt sieht es noch mal besser aus.

11ER: Zurück zur Phase vor der Winterpause: Ihr Team stand zwischenzeitlich sogar mal auf Rang vier, gab dann aber in Spielen wie gegen Schweich III (0:5) überraschend Punkte ab, verlor auch die letzten drei Spiele, wo man sich sicherlich den ein oder anderen Zähler ausgerechnet hatte. Zwischenzeitlich folgte dann aber ein 2:1-Erfolg beim Tabellenzweiten Ehrang. Was haben Sie sich für die Restsaison vorgenommen?

Kiemes: Es ist richtig, was sie sagen und mit den drei Niederlagen am Ende sind wir nicht zufrieden. Leider sind uns in dieser Phase ein paar Leistungsträger ausgefallen, was sich bemerkbar gemacht hat. Gegen Olewig machten wir ein super Spiel und verloren. Jetzt stehen wir wieder im gesicherten Mittelfeld, was auch unser Saisonziel war. Diesen Platz wollen wir halten und gerne noch ein oder zwei Plätze klettern. Wir haben beim super Auswärtsspiel in Ehrang gezeigt, was für eine Qualität wir haben. Auf der anderen Seite verloren wir gegen Schweich mit 0:5. Wir müssen mehr Beständigkeit in unsere Leistungen bringen und wollen die Tugenden zeigen, für die der SV Bekond steht. Arbeiten wir alle hart, sind auch in dieser Saison noch ein, zwei Plätze möglich. 

11ER: Sie haben den SV Bekond nach der „Amberg-Ära“ zu dieser Saison übernommen. Wie hat das Team Sie aufgenommen und wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf? 

Kiemes: Die Mannschaft hat mich vom ersten Tag an sehr gut angenommen. Ich war lange Jugendtrainer in der Jugendspielgemeinschaft der Bekonder. Mein Heimatverein ist der SV Hetzerath, wo ich zuletzt die A-Jugend Rheinlandliga trainierte und wir überraschend aufsteigen konnten. Bisher würde ich unserer Saison eine Zwei Minus geben. Der Verein setzt vermehrt auf Einheimische und für die Liga waren wir eine Wundertüte. Trotzdem konnten wir uns schnell behaupten. Unsere Entwicklung steht noch am Anfang und wenn wir die Jugend weiter integrieren und unsere älteren Spieler, die wir brauchen, weiter so vorangehen, sehe ich uns auf einem guten Weg. Der Verein ist wirklich ein verschworener Haufen und als kleines Dorf noch eigenständig zu sein, ist heute schon eine starke Leistung. 

11ER: Der kommende Gegner Thomm ist nach dem Sieg gegen Hermeskeil wieder Tabellendritter. Im Hinspiel unterlag Ihr Team 0:5 – allerdings bei den heimstarken Thommern. Auf was gilt es im Rückspiel zu achten?

Kiemes: Wie Sie schon sagten, hatten wir beim 0:5 keine Chance gegen Thomm. Wir hatten eine kleine Krankheitswelle, aber auch so war Thomm total heimstark. Bei uns zuhause rechnen wir uns trotzdem etwas aus. In der Auswärtstabelle steht Thomm nicht so gut da und kann nicht auf die große Unterstützung seiner Zuschauer setzen. Unser Ziel ist es, etwas hierzubehalten und mindestens einen Punkt einzufahren. 

11ER: Wie ist die Personallage vor dem Rückspiel?

Kiemes: Ich hoffe, dass noch zwei Spieler zurückkommen. Letztes Wochenende waren wir 14 Mann. Da diese aber praktisch alle Stammspieler waren, stimmte die Qualität. Der Ein oder Andere ist nach dem intensiven Hartplatzspiel noch angeschlagen, doch bisher hat sich noch keiner abgemeldet. Es sollte also ganz gut aussehen.