Nur zwei Punkte trennen den TuS Mosella Schweich III vom SV Bekond. Beste Voraussetzungen also für ein Derby, in dem beide Teams ihre jüngsten Erfolge bestätigen und dabei eine geteilte Stärke nutzen wollen.
Kenn II, Schweich III und nach Ostern Pölich – drei Derbys stehen für den SV Bekond an den ersten vier Spieltagen der Restrunde auf dem Plan. Eine Phase, die bei Spielern, dem Verein und seinen Unterstützern für beste Stimmung sorgt. Dafür sorgte nicht zuletzt der Auftakt: Im Heimspiel gegen die SG Kenn II gewann der SVB mit 7:1 und reist deshalb mit Rückenwind an den Schweicher Winzerkeller. Dort will man sich für die 0:3-Hinspielniederlage revanchieren und die Mosella-Dritte, welche aktuell noch zwei Punkte mehr auf dem Konto hat, hinter sich lassen. Keine leichte Aufgabe.
Die Drittvertretung der Schweicher Mosella blickt auf eine gute Vorbereitung zurück. Vor dem spielfreien letzten Wochenende gewann der TuS sein Nachholspiel gegen den SV Niederemmel II mit 2:1 und startete damit ebenso mit einem Dreier ins neue Jahr. Und ähnlich wie in Bekond ist die Stimmung bestens. Aus gutem Grund: Die Mosella-Dritte hat in diesem Jahr nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun und toppte die Vorsaison-Punktzahl bereits. Auf Rang sechs könnte man sogar noch ein, zwei Ränge nach oben rutschen, wenn man weitere Siege folgen lässt. Alles in allem eine bisher mehr als gelungene Spielzeit.
Frank Lamberty, welcher die Schweicher zu dieser Saison übernahm, imponiert dabei vor allem die Einsatzbereitschaft seiner Spieler. Diese würden den Kampf mittlerweile voll annehmen und alles geben. Das zeigte sich auch in der Vorbereitung, in der regelmäßig zwölf bis 16 Spieler den Weg in die Trainingseinheiten fanden – keine Selbstverständlichkeit für eine Drittvertretung. Mit Nils Bracker, der aus Pölich kam, konnte sich der TuS zudem personell verstärken.
Eine positive Entwicklung machte auch Bekonds Trainer Andreas Kiemes während der Vorbereitung aus – und wurde in seiner Einschätzung bestätigt, sah der SVB-Coach gegen Kenn doch eine kämpferisch wie spielerisch überzeugende Leistung. Am Schweicher Winzerkeller wartet nun allerdings keine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft, sondern eine, die sich ihr Selbstvertrauen Stück für Stück erarbeitete.
Allerdings bewiesen die Bekonder bereits in der Vorsaison, dass man in Schweich bestehen kann: Damals gewann der TuS auf dem SVB-Kunstrasen mit 0:5; am Winzerkeller revanchierte sich Bekond mit 3:6. Schafft der SV Bekond nun auch dieses Mal die Wiedergutmachung? Eine Prognose lässt sich kaum abgeben, denn beide Mannschaften zeigten in dieser Spielzeit bereits Topleistungen, verkauften sich aber ebenso schon unter Wert. Fest steht nur, dass mit Schweich III und Bekond zwei Teams aufeinandertreffen, deren Stärke in der mannschaftlichen Geschlossenheit liegt. Eine Stärke, die man am Sonntag ausspielen wollen wird.
Schweich, So., 22.03., 12.15h
