Wenn B-10-Primus FSV Tarforst II und die FSG Ehrang/Pfalzel am Sonntagnachmittag aufeinandertreffen, wartet nicht weniger als ein richtungsweisendes Spiel im Titelkampf. Die Ausgangslage ist dabei klar: Siegen die Trierer, ist die Meisterschaft praktisch sicher; gewinnen die Hausherren, rückt man auf einen Punkt heran – ein Alles-oder-Nichts-Spiel für die FSG.

An den ersten beiden Spieltagen nach der Winterpause dürfte eines deutlich geworden sein: Das Spitzenduo um den FSV Trier-Tarforst II und die FSG Ehrang/Pfalzel spielt in dieser Saison – bis auf wenige Ausnahmen – in einer eigenen Liga. Der Tabellenzweite aus Ehrang schoss die Kellerkinder aus Schweich und Gusenburg in zweistelliger Höhe ab und auch der FSV gab sich gegen Gielert und die Mosella-Dritte keine Blöße, während die „Verfolger“ Federn ließen. Mit nunmehr sechs bzw. zehn Punkten Vorsprung auf die SG Thomm und die SG Hermeskeil scheint aktuell nur noch die Frage offen zu sein, wer sich den Meistertitel der B-10 sichert. Eine Frage, die an diesem Sonntag beantwortet werden könnte, wenn sich die Spitzenteams auf der Ehranger Heide gegenüberstehen.

Für die gastgebende FSG ist es ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Die Ehranger liegen vier Punkte hinter den Trierern und müssen das direkte Duell für sich entscheiden, will man die Chance auf den Titel wahren. Verliert man, wächst das Tarforster Polster auf sieben Zähler an – ein Vorsprung, den die Zweitvertretung in dann sieben Partien nicht mehr verspielen dürfte. Gewinnt die FSG hingegen, sitzt man dem Primus im Nacken und könnte schon bei dessen nächster Punkteteilung vorbeiziehen. Diese Ausgangslage ist die perfekte Basis für die Neuauflage des Spitzenspiels, welches schon in der Hinrunde begeisterte.

Im ersten Aufeinandertreffen erwischten die Tarforster einen guten Start. Ehrang landete jedoch den ersten Treffer, war in der Folge spielbestimmt und erhöhte auf 2:0. Nach dem Anschlusstreffer verlor die FSG die Spielkontrolle, kassierte den Ausgleich und musste letztlich sogar noch um den Punktgewinn fürchten. Auch im Rückspiel darf eine Partie erwartet werden, die von beiden Mannschaften offensiv und aktiv geführt wird. Schließlich haben die Rivalen mit ihrer spielerischen wie individuellen Klasse sowie dem Wunsch, das Spiel aktiv zu gestalten und Gegner zu dominieren, ähnliche Stärken und Ausrichtungen.

Die nach 18 Spielen noch ungeschlagenen Tarforster stellen mit 19 Gegentoren die beste Defensive der Liga und mit 64 Treffern die zweitstärkste Offensive. Ehrang wiederum ist das offensive überragende Team der Klasse und traf bereits 84 Mal bei 22 Gegentoren (drittbester Wert der B-10). Im direkten Duell spielen diese Werte allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Stattdessen komme es laut FSG-Coach Benny Weiler mehr darauf an, welches Team die bessere Tagesform zeige und die wenigsten Fehler mache bzw. die des Gegners ausnutzen könne.

Ein klarer Favorit lässt sich bei der Qualität beider Mannschaften ohnehin nicht benennen. Auch, weil die Hausherren wie die Gäste auf Sieg spielen möchten. Denn mit einem Punkt als Ziel ins Spiel zu gehen, funktioniere laut FSV-Trainer Alexander Becker nicht. Auf die zahlreichen Fußballfans, die sich auf der Ehranger Heide einfinden, sollte damit ein Spitzenspiel warten, das diesem Namen vollauf gerecht wird.

Ehrang-Heide, So., 30.03., 15.00h