In einer Partie mit vielen Nickligkeiten und einer „aufgeheizten Stimmung“ zogen weder Aufsteiger SV Trier-Irsch noch der SV Tawern zurück. Am Ende durfte sich dennoch nur eine Mannschaft über drei Punkte freuen.
Der SV Tawern wollte nach der Pleite gegen die SG Saartal ein anderes Gesicht zeigen, wurde beim Gastspiel in Trier-Irsch aber erneut auf dem falschen Fuß erwischt. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde laut SVT-Coach Benjamin Leis nur „mangelhaft“ verteidigt. Irschs Marvin Theis dankte, hatte Zeit den Ball anzunehmen und hämmerte den Ball mit dem zweiten Kontakt zur Blitzführung des Aufsteigers unter die Latte (2.). In der Folge kam es für die Gäste noch schlimmer: Sowohl Fabian Weber als auch Pascal Güth mussten verletzungsbedingt frühzeitig das Feld räumen und zwischenzeitlich sah Keeper Ben Hellwig die Rote Karte – eine Entscheidung, die zurückgenommen wurde. Trotz der Rückschläge fanden die Tawerner besser ins Spiel und glichen aus: Dennis Reiss schloss eine Hereingabe zum 1:1 ab (37.).
Im zweiten Durchgang wurde die Partie zunehmend zerfahren. Irschs Torschütze Theis sah in der 64. Minute die Gelb-Rote Karte. Tawern konnte die Überzahl nicht nutzen und schickte mit Aniel Oliveira auch einen Spieler frühzeitig zum Duschen (78., Gelb-Rot). Als in der hitzigen Partie schon alles auf eine Punkteteilung hindeutete, traf Neo Ensch zur erneuten Irscher Führung (90.). Der SVT gab sich im Anschluss noch nicht geschlagen, ließ zum Frust von Trainer Leis aber gute Möglichkeiten ungenutzt: „Es gab viele gelbe Karten, Nickligkeiten und eine aufgeheizte Stimmung auf den Zuschauerrängen. Nach dem 1:1 kippte das Momentum auf unsere Seite, doch wir schafften es nicht, diesen Vorteil zu nutzen. Nach unserer Gelb-Roten war es ein Spiel auf Messers Schneide, das auf beide Seiten hätten kippen können. Irsch setzte den Lucky Punch und trotzdem können wir das Spiel noch für uns entscheiden. Die zwei Möglichkeiten, die wir hatten, müssen Tore sein. Im Endeffekt war es ein Unentschieden-Spiel.“
Eine aufgeheizte Stimmung sah auch Irschs Spielertrainer Sebastian Szimayer, der sich mit seiner jungen Truppe über einen weiteren Sieg freuen durfte: „Es war eine sehr turbulente, sehr hitzige Partie mit vielen Provokationen und eine sehr zerfahrene Partie mit dem glücklicheren Ende für uns. Unsere Mannschaft hat gezeigt, dass sie Bezirksliga-Niveau hat. Ich bin unfassbar stolz und ziehe den Hut davor, wie unsere junge Elf noch den Sieg gezogen hat.“
Aufsteiger Irsch blieb damit auch im dritten Bezirksligaspiel ungeschlagen und zog auf Rang drei vor. Tawern wartet hingegen weiter auf den ersten Dreier der Saison.
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