Die Blicke gehen gespannt in den Trierer Stadtteil Feyen, wenn am Sonntag ab 15.30 Uhr im Liga-Hit Tabellenführer DJK St. Matthias Trier und der drei Punkte dahinter auf Platz zwei rangierende Verfolger SG Reinsfeld aufeinandertreffen.
Mit der Partie stehen sich die beiden momentan besten Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. Die Statistik weist die Trierer leicht favorisiert aus, denn drei Punkte haben die Schützlinge von Spielertrainer Ahmed Boussi mehr auf ihr Konto gebracht als das Team aus dem Hochwald. In Sachen Torgefahr sind sich beide Mannschaften ähnlich: 30 erzielte Treffer der DJK stehen 29 auf Reinsfelder Seite gegenüber. Doch im Defensivverbund haben die Mattheiser deutlich die Nase vorn. Zwölf Gegentore sind neben der SG Pellingen (elf, bei einem Spiel weniger) Bestwert in der Liga. 18 Mal musste dagegen bereits SG-Torwart Luca Thömmes hinter sich greifen. Doch das alles soll am Sonntag in den Hintergrund treten, ganz allein die Tagesform soll über Sieg oder Niederlage entscheiden. „Reinsfeld ist eine ganz erfahrene und eingespielte Mannschaft, die größtenteils Spieler in ihren Reihen hat, die über Jahre höherklassige Erfahrung in der Bezirkliga oder auch in der Rheinlandliga gesammelt hat“, weiß Mattheis’ Trainer Ahmed Boussi um einen routinierten und abgezockten Gegner. „Wir dürfen einerseits unsere Spielfreude nicht verlieren, wollen Spielwitz und Tempo entwickeln, viel den Ball haben und spielerische Lösungen finden. Wenn wir unsere beste Leistung bringen, sollten wir schwer zu schlagen sein“, gibt sich Boussi betont selbstbewusst. Es komme, so der 35-Jährige, auf Details, die Tagesform und den Willen an. „Wir wollen von Beginn an unseren Rhythmus ankurbeln und früh anlaufen, sollten aber auch geduldig sein und nicht zu früh zu viel wollen“, warnt Boussi. Der DJK-Spielertrainer erwartet ein taktisch geprägtes Spiel, das fußballerisch auf hohem Niveau stehen wird. „Denn beide Mannschaften reiten auf einer Euphoriewelle.“ Personell sehe es recht gut aus, gibt Boussi zu verstehen. Lediglich Pablo Müller und Fabian Amthor müssen verletzungsbedingt passen. Fragezeichen stehen hinter Moritz Laub, der an muskulären Beschwerden laboriert.
Die Hochwälder reisen erwartungsfroh und voller Zuversicht in den Trierer Stadtteil Feyen/Weismark. „Wir freuen uns auf einen spielstarken und schnell agierenden Gegner und einen fußballerischen Leckerbissen. Der Kunstrasen wird mit Sicherheit dazu beitragen, dass die Spielkultur nicht zu kurz kommt“, sagt SG-Trainer Björn Probst. „Es ist ein absolutes Topspiel und Mattheis favorisiert. Wir wollen der spielerischen Überlegenheit der DJK mit Kampf, Laufbereitschaft, Willen und Leidenschaft begegnen und das Spiel gewinnen“, rechnet sich der 40-Jährige einiges aus. Um im Trierer Süden zu punkten, müsse seine Mannschaft „gut verteidigen, bei Standards aufpassen und über die Physis und Kompaktheit dem Gegner den Schneid abkaufen. Ich habe ein gutes Gefühl, weil wir momentan in einem Flow sind“, hat Probst die Fortsetzung der bereits acht Spiele währenden Erfolgsserie im Visier. Da Christian Alt seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat, ist das Reinsfelder Team bis auf die Langzeitverletzten komplett. Nach Angaben von Probst fallen Jannis Jochem (Patellasehnenriss) und Jonas Mart (Knorpelschaden) für vermutlich ein komplettes Jahr aufgrund anstehender Operationen aus. Bis zur Winterpause ist auch mit Max Cronauer (Knie) und Nico Luy (Entzündung im Fuß) nicht zu rechnen.
TR-Feyen, Sonntag, 13.10., 15.30h
Foto: Archiv/Sandra Maes
